Kirchen

"Zufällig am 25. März?"

Von Dekan Monsignore Richard Distler

Es ist durchaus vorstellbar, dass die Gründung der Europäischen Union vor genau 60 Jahren nicht rein zufällig auf den 25. März 1957 gelegt wurde. Dachten da vielleicht die Gründungsväter damals auch an jene „Sternstunde“ vor 2000 Jahren, als der Muttergottes durch den Engel die Empfängnis und die Geburt des Messias verkündet wurde? Dass die Gründung der EU zu einer Sternstunde wurde, daran halten immer noch viele fest, andere beginnen derzeit daran zu zweifeln.

Gewiss aber ist und bleibt die Ankündigung vom Kommen des Erlösers aus der Sicht des Glaubens für die ganze Menschheit ihre wohl größte Sternstunde. Da trat Gott endgültig aus dem Dunkel ins Licht der Geschichte, wenn auch die Ankunft des Messias schon lange Zeit zuvor von den Propheten Israels angekündigt wurde. So heißt es treffend in einem sehr schönen altbayerischen Marienlied: „Und was die Propheten uns weis-gsagt ham, das wird jetzt wirkli wahr“.

Doch um diese einmalige Sternstunde möglich zu machen, dazu brauchte Gott eine junge Frau. Es ist die „Jungfrau aus Nazareth“, die in diesem wohl entscheidensten Moment der Weltgeschichte ihr „fiat“ spricht und die Gott ihr Ja-wort gibt. Maria tut das in völliger Freiheit, ohne jeden Zwang. Sie darf sogar Einwände erheben: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne!“ Es ist also eine souveräne Entscheidung Mariens, aber genauso die souveräne Schöpfungstat Gottes, dass in ihrem Schoß das Messiaskind Mensch werden und zur Weihnacht das Licht der Welt erblicken durfte.


Es ist, wie es wiederum in einem andern altbayerischen Lied heißt: „Die Stunde, die das Heil gebracht in dieser wundersamen Nacht!“ An diese Stunde erinnert uns dreimal am Tag das Gebet vom Engel des Herrn. Ist es nicht gut und gewiss heilsam, drei mal am Tag an diese Sternstunde der Menschheit erinnert zu werden und dies in einer oft recht „unheilsamen und zerrissen Welt“, wie wir sie derzeit erleben? Müssen wir nicht gerade Gott inständig bitten, dass er in die aufgerissenen Furchen der heutigen Menschheit und in die aufgewühlten Herzen immer neu den Samen seines rettenden Wortes und die göttlichen Heilskräfte Christi hinein sät? Braucht nicht gerade der heutige Mensch, auch Europa, wieder neu die Botschaft des Evangeliums, jene frohe Nachricht: Gott ist total interessiert am Menschen, mehr noch: Er scheut sich nicht, einer von uns zu sein. Er begibt sich direkt hinein in das Schlamassel, das der Mensch anrichtet.

Am deutlichsten wird diese Herabkunft und diese totale Solidarität Gottes mit uns Menschen am Karfreitag. Da erleidet er mit uns das wohl Schrecklichste, vor dem sich nicht wenige ängstigen: Es ist unser Sterbenmüssen. So hat gewiss eine sehr frühe christliche Tradition recht, wenn sie sowohl den Tag der Empfängnis Christi wie auch den Tag seiner Kreuzigung an einem 25. März festlegt.

Tod und Leben gehören im christlichen Denken eng zusammen: Denn gerade Ostern kündet uns: Der aus Maria geborene Messias hat auch den Tod besiegt und uns die Tür zum ewigen Leben aufgestoßen. Nahezu unglaublich, welcher Segen für die ganze Menschheit auf jener Sternstunde liegt, die Jesus und Maria uns geschenkt haben. So könnte auch die Besinnung auf die Gründung der europäischen Union vom 25.März 1957 und auf die eigenen christlich-jüdischen Wurzeln besonders für das Europa von heute zum Heil und Segen werden.
25.03.17

Flötengruppe spielt

NEUMARKT. Am Sonntag gestaltet die neue "Flötengruppe Sternenlachen" in der Hofkirche um 10.30 Uhr die Sonntagsmesse zum 4. Fastensonntag.

Das Evangelium vom Blindgeborenen wird in wortloser Pantomime von einer ehemaligen Ministrantin veranschaulicht, die in Regensburg an der Schauspielschule studiert hat.


Um 9 Uhr singt der Kirchenchor zum Sonntag Laetare.
24.03.17

Zum Bayern-Cup qualifiziert

NEUMARKT. Ministranten aus Trautmannshofen belegten bei den Diözesanmeisterschaften im Hallenfußball den dritten Platz ihrer Altersklasse.

Sie dürfen nun beim Bayern-Cup vom 31.März bis 1. April das Bistum Eichstätt vertreten.

Die „Minis“ aus Buxheim sicherten sich beim dritten Willibaldscup in Eichstätt den Titel in der Altersgruppe der Junioren. Den zweiten Platz belegte die Mannschaft aus Mitteleschenbach, dritter wurden die Minis aus Wachenzell-Sornhüll, die auch den Fair-Play-Pokal für Junioren gewannen.


Bei den über 15jährigen Ministranten setzte sich die Mannschaft aus Buchdorf nach Sieben-Meter-Schießen gegen Schwabach durch und verteidigte damit ihren Titel vom letzten Jahr. Dritter wurden die Minis aus Trautmannshofen, die bei der Wertung des Fair-Play-Pokals für Senioren als Sieger hervorgingen.
20.03.17

Unterwegs nach Golgatha

NEUMARKT. Am Donnerstag findet um 19 Uhr in der Evangelischen Christuskirche der zweite Abend in der Reihe Unterwegs nach Golgatha statt.

Die musikalischen Andachten zur Passionszeit finden bis zum 6. April jeweils donnerstags um 19 Uhr statt.


Die musikalische Gestaltung dieses Abends übernimmt das Amarilli-Quartett, bestehend aus Waltraud Ahrendt, Anna Lisowski, Hildegund Hauser und Waltraud Heidingsfelder. Sie spielen Werke von Georg Philipp Telemann, Giovanni B. Pergolesi, Johann Sebastian Bach (Air aus der Orchestersuite) und John Dowland, die speziell für diese Quartettbesetzung bearbeitet worden sind.

Dekanin Christiane Murner wird die Gebete, biblischen Lesungen und die Besinnung übernehmen.
20.03.17


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16. Jahrgang