SPD Neumarkt

„Solidarisches Handeln“

NEUMARKT. Die Neumarkter SPD-Stadt- und Kreisräte fordern solidarisches Handeln und appellieren an Impf-Unentschlossene, sich impfen zu lassen.

Nach dem Aufruf des Landrats und aller Bürgermeister im Landkreis (wir berichteten) appellierten auch die Sozialdemokraten vor allem an „rationalen Argumenten zugängliche Impf-Zweifler“, sich selbst und die Mitmenschen „durch Impfungen zu schützen und somit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Covid-Bedrohungen zu leisten“.

Ein „seltsames Beharren auf egoistischem Individualismus mitsamt einem andere gefährdenden Lebensstil“ müsse derzeit und auch in absehbarer Zeit gegenüber dem wichtigeren Wert des Schutzes von durch Covid-19 gefährdeten Mitmenschen in Stadt und Landkreis Neumarkt zurückstehen, heißt es in dem Aufruf.


Die Sozialdemokraten in Stadt und Landkreis wollen sich „nicht sonderlich“ mit den jüngsten Demonstrationen in Neumarkt befassen. Man müsse das trotz so manchem Ärger aushalten und es sei eben Kennzeichen eines demokratischen Gemeinwesens, „dass man für und gegen alles Mögliche öffentlich demonstrieren darf – und sei es absurder Unsinn“.

Es komme vor allen in den kommenden Wintermonaten darauf an, „möglichst gut durch diese kritische Zeit zu kommen, hoffentlich nur wenige Menschen zu verlieren und diejenigen akut gefährdeten Mitmenschen zu schützen, die auf diesen Schutz der Gemeinschaft existentiell angewiesen seien“.

Nicht die sinnlose Spaltung der Gesellschaft, sondern ein solidarisches Miteinander sei das Gebot der Stunde. Nur durch gemeinsames Handeln könne der Ausweg aus der in mancher Hinsicht belastenden Covid-Lage gelingen, schreiben die SPD-Mandatsträger.

17.12.21

Impf-Appell im Stadtrat


Die Fraktionsvorsitzenden riefen die Neumarkter zum Impfen auf
Foto: Karin Pleyer-Poppel
NEUMARKT. Die Fraktionsvorsitzenden von CSU, UPW, SPD und Grünen im Neumarkter Stadtrat appellierten an die Neumarkter, sich impfen zu lassen.

Marco Gmelch, Martin Meier, Günther Stagat und Eva Borke-Thoma in Vertretung von Thomas Leykam riefen gemeinsam zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus auf.

1. Bürgermeister Markus Ochsenkühn und die 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger schlossen sich an. Ihr Appell richte sich an alle Neumarkter, die noch ungeimpft sind und noch immer zögern, einen Impftermin zu vereinbaren, hieß es.


Die Stadt Neumarkt weise eine überdurchschnittliche Inzidenz mit noch nie dagewesenen Höchstständen seit Beginn der Corona-Pandemie auf. Passend dazu habe die Stadt Neumarkt eine unterdurchschnittliche Impfquote.

Man fühlte sich als gewählte Vertreter verpflichtet, ein Zeichen zu setzen, sagten die Lokalpolitiker.

11.12.21

SPD will mehr PV-Anlagen


Nach Meinung der SPD wären auf vielen Dächern Photovoltaikanlagen möglich
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die SPD hat beantragt, auf allen Kommunalen Gebäuden der Stadt Neumarkt Photovoltaik-Anlagen zu errichten - soweit dies sinnvoll ist.

Nachdem der Stadtrat einen entsprechenden Antrag für das neue Pöllinger Bürgerhaus abgelehnt hat (wir berichteten) unternehmen die Sozialdemokraten einen erneuten Vorstoß - und nennen dafür sozialdemokratischer Umtriebe völlig unverdächtige Zeugen.

In einem Brief an Oberbürgermeister Thomas Thumann verweist die SPD-Fraktion auf die Internetseite der Neumarkter Kreisverbandes der Freien Wähler, wo man die dezentrale Energiewende weiter forcieren und Bürger und Kommunen in den Ausbau erneuerbarer Energien einbeziehen wolle. Der aktuelle SPD-Antrag entspreche damit auch ihrer Zielsetzung, heißt es von den Sozialdemokraten.


Und auch die Neumarkter CSU bekommt den Spiegel vorgehalten: kein geringerer als deren Parteivorsitzender und Ministerpräsident Markus Söder habe in seiner Regierungserklärung erklärt, daß „unser Schwerpunkt bei den erneuerbaren Energien die Photovoltaik“ sei und man den „ Solarbereich weiter entwickeln“ wolle.Man werde dazu „alle Spielräume nutzen, beispielsweise verpflichtend bei staatlichen Gebäuden“, wird Söder zitiert.

Sollte die Stadt Neumarkt ihre Gebäude nicht selbst für eine Photovoltaiknutzung nutzen können oder wollen, so beantragt die SPD die Verpachtung der geeigneten Dachflächen kommunaler Gebäude für eine symbolische Pacht von einem Euro an Energiegenossenschaften im Landkreis Neumarkt - oder alternativ an die Neumarkter Stadtwerke.

Durch die Photovoltaiknutzung der geeigneten Dachflächen aller kommunalen Gebäude unterstütze die Stadt Neumarkt aktiv die Energiewende und werde ihrer in der Nachhaltigkeitsstrategie definierten Vorbildfunktion gerecht, heißt es in dem Antrag weiter. Eine Verpachtung geeigneter Dachflächen kommunaler Gebäude ermögliche das Erreichen dieser Ziele auch ohne eigene Investition und damit Belastung des Haushalts.

Aus technischer Sicht ist nach Überzeugung der SPD ein sehr großer Anteil von Dachflächen für die solare Nutzung mit Photovoltaikanlagen geeignet. Alle in westliche, südliche und östliche Richtungen geneigte Dächer würden gute Energieerträge bieten - das gelte auch für Flachdächer.

In dem von den SPD-Fraktionsmitgliedern unterzeichnetem Schreiben an OB Thomas Thumann wird um „bald-möglichste Anberaumung dieses Tagesordnungspunktes in einer Stadtratssitzung“ gebeten.

05.09.21


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21. Jahrgang
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