SPD Neumarkt

Alt-Bürgermeister wurde 80


Carolin Braun und Helmut Himmler gratulierten dem Genossen Hans Stauner zum 80.

NEUMARKT. Die beiden SPD-Bürgermeister im Landkreis gratulierten ihrem früheren Kollegen Hans Stauner in Seubersdorf zum 80. Geburtstag.

Carolin Braun und Helmut Himmler waren dazu am Dienstagabend nach Seubersdorf gekommen.

Seine politische Arbeit begann der SPD-Kommunalpolitiker Hans Stauner als Personalrat bei der Deutschen Bundesbahn.Im Jahr 1976 wurde er in den Seubersdorfer Gemeinderat gewählt und 1990 wählten ihn die Bürger der Gemeinde Seuberdorf zu ihrem 1. Bürgermeister. Dieses Amt übte er neun Jahre aus, als er 1999 wegen einer schweren Erkrankung das Bürgermeisteramt abgeben musste.


Von 1976 bi 2008 gehörte der Kommunalpolitiker dem Kreistag des Landkreise Neumarkt an.

Hans und sein Bruder Karl Stauner erzählten den Gästen von der schwierigen Nachkriegszeit, nachdem ihr Vater im Krieg gefallen war. Beide waren 1954 Gründungsmitglieder von Eintracht Seubersdorf, wo sie lange Zeit Fußball gespielt haben.

Braun und Himmler dankten „dem lieben Genossen Hans Stauner“ für seine langjährige Arbeit für die SPD und die Bürger in der Gemeinde Seubersdorf und im Landkreis Neumarkt.

24.08.16

Gemeinden "gehen leer aus"

NEUMARKT. Die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramm bringt die Gemeinden im Landkreis Neumarkt offenbar um viel Förder-Geld.

„Wenn es bei den jetzigen Kriterien bleibt, ist der gesamte Landkreis Neumarkt außen vor und geht in Zukunft leer aus“, sagte Dirk Lippmann als Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. Die SPD-Kreisräte hatten sich auf in ihrer Fraktionssitzung intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Im Juli 2016 hatte der bayerische Ministerrat die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) zustimmend zur Kenntnis genommen. Als grundsätzliches Ziel gibt das LEP vor, in allen Landesteilen gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen oder zu erhalten. Dazu hat man alle bayerischen Kommunen nach sogenannten Strukturindikatoren bewertet, die unter anderem die Bevölkerungsprognose, Arbeitslosenquote oder auch die Kaufkraft in der Region berücksichtigen.


Bei weniger als 90 Prozent des bayerischen Durchschnitts werde eine Kommune zu einem „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“. Diese Zuordnung seo außerordentlich wichtig für die Höhe der Förderung in verschiedensten Förderprogrammen wie etwa die Breitbandförderung oder die regionale Wirtschaftsförderung.

Keine einzige Gemeinde im Landkreis werde nach diesen Bewertungsverfahren berücksichtigt (wir berichteten). „Langfristig geht es da für unsere Gemeinden um viel Geld, was uns fehlen wird“, sagte der Berger Bürgermeister Helmut Himmler.

„Was man überhaupt nicht verstehen kann ist, dass zum Beispiel die benachbarte finanzstarke Marktgemeinde Feucht im Nürnberger Land nach diesen Bewertungsverfahren in Zukunft erhöhte Förderungen in Anspruch nehmen kann, wir hier im Landkreis aber nicht“, sagte die Dietfurter Bürgermeisterin Carolin Braun.

Im bayerischen Landesvergleich sei der Landkreis Neumarkt immer noch unterdurchschnittlich bei der Steuerkraft und Umlagekraft der Gemeinden. Selbst bei der Kaufkraft, die angibt, wie viel der einzelne Bürger im Vergleich zu anderen Regionen hat, sei der Landkreis unterdurchschnittlich. Völlig unberücksichtigt blieben unter anderem das Verhältnis Gemeindefläche zu den Bewohnern. „Die Stadt Berching mit ihren vielen Ortsteilen hat es ungemein schwerer, für eine gute Infrastruktur zu sorgen als die überschaubare Marktgemeinde Feucht“, sagte Kreisrat Josef Meyer, „das könne man dem Bürger nicht vermitteln“.

Einig war man sich, dazu einen Antrag in den Kreistag einzubringen. Diese Forderung solle sich zum Ziel setzen, die Gewichtung der Indikatoren zu ändern oder andere Indikatoren zu berücksichtigen, umso bessere Förderbedingungen für die Landkreisgemeinden zu erreichen.

12.08.16

Handwerk beeindruckte


Der Landkreis weist beindruckende Handwerksdaten im bayernweiten Vergleich auf
Foto: amh-online
NEUMARKT. Die Situation der Handwerksbetriebe im Landkreis Neumarkt ist beachtlich, sagte Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm bei einem Informationsgespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion.

Der Landkreis Neumarkt weise beindruckende Handwerksdaten im bayernweiten Vergleich auf. So sei er Spitzenreiter beim Umsatz mit 2,6 Milliarden Euro.

Fast jeder zweite Auszubildende im Landkreis hat im Handwerk seine Ausbildung abgeschlossen. Und erfreulicherweise steige die Zahl der Ausbildungsverträge: es gebe wieder einen Trend zur beruflichen Bildung, sagte Ulm.


Den Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Dirk Lippmann nannte es beeindruckend, dass jedes Handwerksunternehmen im Landkreis durchschnittlich knapp 2 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschafte.

Auch das aktuelle Thema der Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt und Gesellschaft sei bei den Handwerkern ein großes Thema, berichtete Ulm. Die Integration stehe hier erst am Anfang, aber das Handwerk wolle im Landkreis seinen Beitrag dazu leisten und sei sich der Verantwortung bewusst.

Jugendliche Flüchtlinge könnten durchaus auch während der Ausbildung ihre bisher erworbenen Deutschkenntnisse in der Ausbildung vertiefen. Je früher diese Menschen arbeiten dürften, umso besser könne dann die Integration gelingen.

Der stellvertretende Landrat und Berger Bürgermeister Helmut Himmler sagte, dass es auf dem Arbeitsmarkt nicht zu einem Ausspielen zwischen Geringverdienern und Flüchtlingen kommen dürfe. Wenn gute Arbeit geleistet werde, müsse diese auch gut entlohnt werden. Zum Ende des vergangenen Jahres habe man sich als Gesellschaft von dem Flüchtlingsthema überfordert gefühlt, jetzt brauche man Zeit, um diese Menschen zu integrieren. Der Schlüssel dazu sei unter anderem die Sprache. Wenn sich die Aufgeregtheiten beruhigt haben, könne diese Mammutaufgabe geschultert werden.

Die Dietfurter Bürgermeisterin Carolin Braun sagte, dass die Integration auf verschiedenste Arten gelingen könne. Neben der beruflichen Integration würden auch die Vereine im Landkreis dazu beitragen, dass diese Menschen "unter die Leute" kämen.

Kreisrat und DGB-Kreisvorsitzender Michael Meyer sprach das Thema Schwarzarbeit im Landkreis an. Handwerkskammer-Geschäftsführer Sebastian Meckl sagte, alle gemeldeten Verdachtsfälle würden unverzüglich an die "SoKo Bau" und an den Zoll weitergeleitet.

Fraktionssprecher Lippmann zollte abschließend dem Handwerk im Landkreis großen Respekt. Es sei eine der tragenden Säulen im Landkreis nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Gerade in der Lehrzeit leiste das Handwerk auch bei den Auszubildenden im Bereich Erziehung wichtige Dienste, von denen auch die Gesellschaft insgesamt profitiere.

10.06.16


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15. Jahrgang