Christlich Soziale Union

„Kindernotdienst muss bleiben“

NEUMARKT. Die CSU-Kreistagsfraktion hat sich stark gemacht für einen Erhalt des von der Streichung bedrohten Kindernotdienstes im Landkreis Neumarkt.

Fraktionsvorsitzenden Alois Scherer hat bereits im Vorfeld in einem Schreiben an die Gesundheitsministerin Melanie Huml die Thematik erörtert und um Hilfe gebeten, hieß es bei der Vorstandssitzung. Am Ende der Sitzung wurde vereinbart, dass Scherer nochmals mit dem Ministerium in München Kontakt aufnehmen sollte. Dies ist mittlerweile geschehen und in einem längeren Telefonat wurde mit der zuständigen Abteilung die Thematik „intensiv erörtert“. Gemeinsam müsse nun versucht werden, dass der Beschluss der Neuordnung zum 1. Oktober „nur bedingt umgesetzt“ wird, hieß es.


Die Bürgermeister und zugleich Vorstandsmitglieder Alexander Dorr aus Freystadt und Horst Kratzer aus Postbauer-Heng gaben diesem Anliegen nochmals Nachdruck, da im gesamten Landkreis die Bevölkerung wegen der vielen Geburten in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich jung sei. Es sei „nicht auszudenken“, wenn die vielen Kinder an den Wochenenden lange Fahrzeiten bis nach Amberg, Weiden oder Regensburg in Kauf nehmen müssen.

Dass das bisherige unkomplizierte und pragmatische System der Kinderärzte aus dem Landkreis Neumarkt gut funktionierte, wurde von der CSU-Kreisvorsitzenden Susanne Hierl und dem Stadtverbandsvorsitzenden Marco Gmelch bestätigt. Es habe in dieser Richtung keinerlei Beschwerden gegeben.

Besonders gelobt wurde Unterschriftenaktion von Katharina Spangler (wir berichteten). Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang zögen könne könne ein gutes Ergebnis erzielt werden, hieß es.
20.09.20

Brief an Ministerin

NEUMARKT. Die CSU-Kreistagsfraktion setzt sich in einem Brief an Gesundheitsministerin Melanie Huml dafür ein, den kinderärztliche Notdienst weiterzuführen.

Fraktionsvorsitzender Alois Scherer weist in dem Schreiben an seine Parteifreundin darauf hin, daß die Kinderärzte im Landkreis Neumarkt bisher eine sehr effiziente und pragmatische Lösung gefunden hatten.


Ein Beschluß der Kassenärztlichen Vereinigung zu künftigen Mammut-Bereitschaftsdienstgruppen würde die bisherige Regelung im Landkreis Neumarkt beenden (wir berichteten mehrfach).

Scherer bat die Ministerin, den Beschluß aussetzen zu lassen. Man würde gerne die Neumarkter Sichtweise in einem Gespräch mit dem KVB-Vorsitzenden darstellen.
11.09.20

Demo vor CSU-Büro

NEUMARKT. Die Linke will vor dem Neumarkter CSU-Büro gegen die Haltung von Innenminister Seehofer nach dem Inferno von Lesbos demonstrieren.

Bereits vor dem Brand war das Camp mit 13.000 Geflüchteten völlig überfüllt und die hygienischen Zustände katastrophal, nun verschärft sich die Lage noch einmal massiv, heißt es in einem Aufruf der Partei. Hier zeige sich das Versagen europäischer und deutscher Politik an den Außengrenzen.


Jetzt reichten keine Mitleidsbekundungen von Regierungspolitikern mehr aus, „jetzt muss gehandelt werden, um Menschenleben zu retten“, hieß es. Es gäbe hunderte Städte, die sich bereits zu „sicheren Häfen“ erklärt haben und Geflüchtete aufnehmen wollen. All diese Versuche würden jedoch an Bundesinnenminister Horst Seehofer scheitern, der die Möglichkeit der Kommunen und Länder zu helfen blockiere.

Deshalb will man am Freitag um 19 Uhr vor dem CSU-Büro in der Hallertorstraße gegen die „unmenschliche Politik des Innenministers“ demonstrieren. Ausdrücklich wurde appelliert, bei der Demo Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und den nötigen Abstand zu halten.
11.09.20


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ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
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