Grüne

Erinnern an Super-GAU

NEUMARKT. Am nächsten Mittwoch um 18 Uhr findet in Neumarkt vor dem Rathaus eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der beiden atomaren Supergaus von Fukushima und Tschernobyl statt.

Die Direktkandidatin der Grünen, Yvonne Rösel, wird einen Kranz niederlegen und eine Rede halten. Die Teilnehmer wollen in einer Schweigeminute der Opfer gedenken. Statements von Teilnehmern und Politikern sollen die Brisanz des Themas deutlich machen.


Der globale Atomausstieg und eine funktionierende Energiewende sei noch in weiter Ferne, sagte die Kreisvorsitzende und Bezirksrätin Gabriele Bayer.
22.04.17

Gegen Ausfahrt protestiert


Das Aktionsbündnis wurde vor Ort an der geplanten Autobahnausfahrt gegründet

NEUMARKT. Ein breites Aktionsbündnis demonstrierte am Freitagabend gegen die geplante Autobahnausfahrt Traunfeld an der A 6, in der Nähe von Lauterhofen und Stöckelsberg.

Direkt vor Ort wurde das Aktionsbündnis gegründet. Mit dabei sind Bund Naturschutz, ÖDP, Linke, der örtliche Wanderverein, SPD, die Bürgerinitiative aus Schupf und Bündnis 90/Die Grünen. Die Organisationen kommen aus den Landkreisen Nürnberger Land und Neumarkt. Initiiert haben das breite Bündnis die grünen Kreisräte der beiden Landkreise.


Über 70 Bürger taten bei der Veranstaltung ihre Ablehnung gegen die geplante Autobahnausfahrt kund. Flächenfrass und Versiegelung sowie zunehmender Verkehr in den naheliegenden Ortschaften wurden als Argumente genannt. Landschaftsverschandelung und die negativen Folgen für Ökologie und für die Menschen könne nicht in Kauf genommen werden, damit eventuell ein minimales wirtschaftliches Wachstum erreicht wird, meinte ein Bürger aus Traunfeld.

Unterstützt wurde die Aktion vor Ort vom Fraktionsvorsitzender der Grünen im bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann,
08.04.17

"Stadt ist zuständig"

NEUMARKT. Auch die Grünen im Stadtrat wollen von einer der "Gottesmutter Maria" geweihten Stadt Neumarkt nichts wissen, heißt es in einer Mitteilung.

Wie neumarktonline berichtete, bestehen offenbar ernsthaft entsprechende Pläne. Dies war auch kurz Thema in der Stadtratssitzung, wo sich mehrere Stadträte enrüstet zeigten.


Die Stellungnahme der Grünen:

Wie durch die Presse bekannt wurde, will das katholische Dekanat Neumarkt die Stadt der "Gottesmutter Maria" weihen.

Wir erlauben uns dazu festzustellen, dass für die Belange der Stadt Neumarkt ausschließlich die Stadt selbst und die gewählten Gremien zuständig sind. Dies betrifft auch die Weihe von Gebäuden oder der Stadt selbst.

Die Stadt Neumarkt ist eine Stadt in der viele Bürger und Bürgerinnen leben, die vielen weltanschaulichen Überzeugungen oder Religionen anhängen. Es kann keiner Gruppierung oder religiösen Vereinigung gestattet werden die Stadt und damit die Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt für sich in Dienst zu stellen oder für eigene Zwecke zu vereinnahmen.

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen weist deshalb das Ansinnen des katholischen Dekanates zurück.


07.04.17

Gegen neue Ausfahrt

NEUMARKT. Der Widerstand gegen eine geplante Autobahnausfahrt an der A 6 bei Traunfeld wächst: am Freitag nächster Woche ist ein Treffen vor Ort geplant.

"Grüne", Bund Naturschutz aus den Landkreisen Neumarkt und Nürnberger Land, die "Linken" aus dem Landkreis Neumarkt und die "ÖDP" aus dem Landkreis Nürnberger Land wollen ein breites Aktionsbündnis gründen, hieß es am Freitag. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtags, Ludwig Hartmann, unterstützt die Gruppe.

Am Freitag, 7.April, um 17.30 Uhr treffen sich die Gegner am geplanten Gebiet der "Autobahnausfahrt Traunfeld". Luftballons sollen Interessierten den Weg weisen.


Es fühle sich wie die Wiederholung der Geschichte der "Autobahnausfahrt Frickenhofen" an, sagte der Neumarkter Kreisrat Dr. Roland Schlusche, Sein Kollege Markus Reischl kritisiert den enormen Flächenverbrauch nicht nur für die Autobahnausfahrt selbst, sondern auch für die nachfolgenden Eingriffe im Straßennetz auf der Seite des Landkreises Neumarkt. Man müsse den Verkehr reduzieren und nicht immer mehr Straßen bauen, so Reischl.

Kreisrätin Sigrid Steinbauer-Erler nannte es völlig inakzeptabel, dass es bereits ein Gutachten gäbe, das die erheblichen Auswirkungen der geplanten Autobahnausfahrt auf die Straßeninfrastruktur im Landkreis Neumarkt abbilde. Dieses Gutachten sei bereits im Februar 2016 von Professor Kurzak erstellt worden. Eine breite Diskussion von seiten des Landratsamtes gab es darüber jedoch nicht, so Steinbauer-Erler.

Durch die Autobahnausfahrt würden viele Orte an der Autobahnausfahrt massiv durch den abfließenden Verkehr belastet. Den Menschen drohten Gesundheitsschäden durch Stickoxide und Feinstaub, so Bezirksrätin Gabriele Bayer.

Die Staatsregierung in Bayern sei zum "Versiegelungs-Weltmeister" geworden und habe jegliche Verantwortung für Natur, Umwelt und auch die Menschen über Bord geworfen. Das wirft der Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Roland Schlusche Staatssekretär Albert Füracker vor. "Die Öffentlichkeit wurde nie wirklich über die laufenden Bestrebungen umfassend informiert und die betroffene Bevölkerung wurde nicht eingebunden".
31.03.17


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16. Jahrgang