Grüne

Neue Sprecherin

NEUMARKT. Beim Grünen-Ortsverband in Berg wurde Annelie Kremer-Göldner einstimmig zur neuen Sprecherin gewählt.

Der weitere bisherige Sprecher, das Gemeinderatsmitglied Stefan Haas, wurde bei der Wahl bestätigt. Neuer Schriftführer im Trio des Vorstandes wurde Rainer Göldner.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr wurde besonders der Besuch von Katrin Göring- Eckardt, die neue Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, in Berg herausgehoben. Sie hielt bei herrlichem Wetter für die zahlreichen Zuschauer eine Rede im Sophie-Scholl-Park vor dem Rathaus.


Aktuelles Thema für das kommende Jahr wird im Ortsverband der Grünen die geplante Ortsumfahrung Berg werden. Es ist vorgesehen, auch im nächsten Jahr wieder einen prominenten Gast zu einer Veranstaltung nach Berg einzuladen. Außerdem wollen die Grünen wieder Veranstaltungen anbieten, die nicht nur politisch orientiert sind - zum Beispiel Wanderungen und Seminare zur ökologischen Gartengestaltung.

Der nächste öffentliche Stammtisch der Grünen soll am 9.Februar stattfinden.
07.01.22

Impf-Appell im Stadtrat


Die Fraktionsvorsitzenden riefen die Neumarkter zum Impfen auf
Foto: Karin Pleyer-Poppel
NEUMARKT. Die Fraktionsvorsitzenden von CSU, UPW, SPD und Grünen im Neumarkter Stadtrat appellierten an die Neumarkter, sich impfen zu lassen.

Marco Gmelch, Martin Meier, Günther Stagat und Eva Borke-Thoma in Vertretung von Thomas Leykam riefen gemeinsam zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus auf.

1. Bürgermeister Markus Ochsenkühn und die 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger schlossen sich an. Ihr Appell richte sich an alle Neumarkter, die noch ungeimpft sind und noch immer zögern, einen Impftermin zu vereinbaren, hieß es.


Die Stadt Neumarkt weise eine überdurchschnittliche Inzidenz mit noch nie dagewesenen Höchstständen seit Beginn der Corona-Pandemie auf. Passend dazu habe die Stadt Neumarkt eine unterdurchschnittliche Impfquote.

Man fühlte sich als gewählte Vertreter verpflichtet, ein Zeichen zu setzen, sagten die Lokalpolitiker.
11.12.21

Drei Tage warten...

NEUMARKT. Klausuren versäumt, einige schlaflose Nächte - eine 17jährige Schülerin erhielt erst nach drei Tagen ihr - negatives - Testergebnis.

Darüber informierte Bezirksrätin Gabriele Bayer von den Grünen, die bereits vor einigen Tagen die Teststrukturen als „Corona-Albtraum“ bezeichnete (wir berichteten). Bei symptomlosen Tests könne es schon mal drei Werktage dauern, habe ihr eine Mitarbeiterin des Labors bestätigt.

Die von Bayer erwähnte 17jährige Schülerin wurde bei einem Selbsttest in der Schule am Montag dieser Woche positiv getestet. Deshalb wurde unverzüglich ein PCR-Test im Testzentrum in der Jurahalle gebucht. Der Test erfolgte um 11.30 Uhr.

Nachdem am Mittwoch-Mittag, nach 48 Stunden, das Ergebnis noch nicht auf der Corona- oder Labor-App angezeigt wurde, stelle Bayer Nachforschungen an. „Das Gesundheitsamt war nicht mehr erreichbar, das Landratsamt sei nicht zuständig, die Firma der PCR-Test sei zuständig“, habe es geheißen. Diese Firma sagte, dass das Labor zuständig und die Probe in Bearbeitung sei.

Bayer: „Es wurde Mittwoch-Abend – kein Ergebnis.“ Am Donnerstag-Morgen erfuhr man dann, dass die Probe erst am Dienstag morgen um 5.03 Uhr im Labor in Weiden angekommen ist. Die Proben würden aus allen Teststationen, für die das Labor zuständig ist, wohl zusammengekarrt und gesammelt, um dann stark zeitverzögert in das Labor gebracht zu werden. Dort erfolge dann wohl eine „Priorisierung“ - Proben von Menschen mit Symptomen würden anscheinend vorgezogen.


Bayer fordert nun, umgekehrt die symptomlosen Schüler im Labor zu priorisieren, damit sie möglichst schnell ihr negatives Ergebnis bekommen und unverzüglich wieder am Unterricht teilnehmen können. Die 17jahrige Schülerin bekam am Donnerstag-Morgen um 9.47 vom Gesundheitsamt die Faxmail, dass ihr Test negativ sei. Die Schülerin hatte mittlerweile zwei Klausuren versäumt, habe drei Nächte kaum geschlafen, „war sehr gestresst und ihre Motivation war auf dem Tiefpunkt“. Bayer: „Nicht alle Schüler freuen sich, wenn sie schulfrei haben“.

Laut Bayer wäre es fatal, nur die Teststation aufzurüsten. Zwingend müßten die Laborkapazitäten den realen Bedarfen anpasst werden.

Die Bezirksrätin fragt sich außerdem, warum man „im 21. Jahrhundert“ zwar die Tests als Drive-In anbietet, die Patienten aber trotzdem einparken müssen, aussteigen, in einen Container gehen, dort wird händisch alles aufgenommen und nur der Test erfolgt als Drive-In. Man könne doch auch beim Drive-in die Testbestätigung einscannen, den Personalausweise einscannen und den Test durchführen. Die Datenverarbeitung könne ja parallel im Hintergrund laufen. Bayer: „Aber vielleicht sind ja noch nicht alle im 21. Jahrhundert der Telekommunikation angekommen“.
04.12.21

Bezirksrätin: „Corona-Albtraum“

NEUMARKT. Von einem „Corona-Albtraum in Bayern“ und von „Staatsversagen“ spricht Bezirksrätin Gabriele Bayer von den Grünen.

Die Kreisvorsitzende der Grünen, Bezirksrätin und Markträtin in Postbauer-Heng bezieht sich in ihrer geharnischten Kritik vor allem auf die „desaströsen Teststrukturen“, während im Landkreis Neumarkt die „Inzidenz durch die Decke geht“.

So müßten Schüler nach einem positiven Schnelltest bis zu 48 Stunden in Quarantäne, bis ein Ergebnis vorliege.

Wir veröffentlichen ihr Schreiben leicht gekürzt (und von „Gender-Sprech“ befreit):

Nach positivem Schnelltestergebnis werden Schüler in einen extra Raum gebracht, die Eltern werden angerufen, die Schüler werden abgeholt.

Die Eltern vereinbaren einen Termin für einen PCR-Test. Wenn man Glück hat bekommt die Familie noch am selben Tag einen Termin, wenn man Pech hat erst am nächsten Tag. Es gibt anscheinend keine Testkontingente für die Schulen, so dass die Schüler ohne Verzögerung getestet werden können. Es spielt ja augenscheinlich keine Rolle, ob die jungen Leute in der Schule fehlen. Sind ja nur Schüler. Wenn sie Stress bekommen und psychische Problem ist ja auch egal, sind ja nur Jugendliche.

Die Schüler begeben sich und hoffentlich die ganze Familie nach dem positiven Schnelltest in häusliche Quarantäne und warten dann auf das Testergebnis. Das kann bei „symptomlosen“ Testpersonen bis zu 48 Stunden dauern.

Auf Nachfrage bei der Firma, die für das Testzentrum in Neumarkt Jurahalle zuständig ist, heißt es dazu: Das Labor in Weiden sei in der Verantwortung die Tests zügig zu bearbeiten.


Das Labor in Weiden ist jedoch der Auffassung, dass das Gesundheitsministerium/ Gesundheitsamt für die Bestellung der Kapazitäten zuständig sei. Das Gesundheitsamt/ Gesundheitsministerium habe zu wenig Kapazitäten bestellt, deshalb seien die Wartezeiten auf das Testergebnis für PCR-Tests derzeit so lange. Begründet wird das mit der Vielzahl an Tests schon allein für die Schulen und es sei zu wenig Personal in den Labors für die Auswertung der Test zur Verfügung, weil eben das Gesundheitsamt nicht mehr Kapazitäten bestellt habe. Das Gesundheitsamt hat zu allem Übel natürlich mittags um 12 Uhr schon geschlossen, wohl damit störende Anrufer fern gehalten werden.

Als ob nicht zahllose Wissenschaftler genau diese 4. Welle prophezeit hätten. Als ob nicht der letzte Herbst/Winter genau dieses Bild zeigte. Als ob man nicht wusste, dass die Impfquote viel zu niedrig ist. Als ob man nicht wusste, dass es viel zu viele Coronaleugner und Impfverweigerer in Bayern gibt.

Ministerpräsident Söder täte gut daran seinen Laden in Ordnung zu bringen, als immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ihm stehen alle Möglichkeiten für eine ordentliche Pandemiebekämpfung zur Verfügung. Er soll einfach seinen Job machen.

01.12.21


[1] - 2 - 3 - 4 ... Ende
Telefon Redaktion


neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
21. Jahrgang
Akzeptieren

neumarktonline verwendet selbst keine Cookies; allerdings setzen Anzeigenkunden Cookies ein. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren