Gesundheit

"Schnell schmerzfrei"

NEUMARKT. Das Endo-Prothetik-Zentrum im Klinikum will bei einer Patientenveranstaltung am Mittwoch um 17 Uhr zum Thema „Die minimal-invasive künstliche Hüfte“ informieren.

Der Kunstgelenkersatz der Hüfte stellt eine der erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie dar, heißt es in der Einladung. Er wurde schon als die „Operation des Jahrhunderts“ bezeichnet, da nach erfolgreicher Operation den Patienten Schmerzen und Funktionseinschränkungen genommen werden. Es gibt die unterschiedlichsten Implantate und Operationstechniken. Allen gemein ist die häufige Notwendigkeit der Teilbelastung an einem Paar Krücken. Eine der wichtigen Neuentwicklungen stellen sogenannte minimalinvasive Operationen dar.


Am Neumarkter Klinikum wird seit einigen Jahren der sogenannte AMIS Zugang verwendet, der eine spezielle Ausbildung und Teilnahme an mehreren Kursen erfordert, da nicht jeder Operateur, aber auch nicht jeder Patient für diese neue innovative Operationstechnik geeignet ist. Der Vorteil dieser Operation liegt auf der Hand: Der Patient ist meist schon kurz nach der Operationen schmerzfrei, da auf lange Schnitte - und damit natürlich auch auf Narben - und das Ablösen oder Durchtrennen von Muskeln verzichtet wird.

Der Vortrag soll einen Einblick in die Operationstechnik geben und die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Anhand eine Filmes wird dargelegt, wie ein Patient bereits drei Tage nach der Operation vollkommen normal und schmerzfrei ohne Krücken läuft.

Referent ist Dr. Wolfgang Hönle, Chefarzt der Orthopädischen Chirurgie und Leiter des Endo-Prothetik-Zentrums am Neumarkter Klinikum. Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch um 17 Uhr im Konferenzraum UC341 des Klinikum Neumarkt. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
13.11.18

Thema "Demenz verstehen"


In Neumarkt wird der Film „Vergiss mein nicht“ gezeigt - unser Foto zeigt einen Ausschnitt des Filmplakats

NEUMARKT. "Demenz verstehen": in Neumarkt zeigt die AOK in einem Kino den Film „Vergiss mein nicht“ über die Erkrankung. Danach wird im Kino mit Experten aus Neumarkt und darüber hinaus diskutiert.

Der Dokumentarfilmer David Sieveking hat für den Film seine eigene, an Demenz erkrankte Mutter mit der Kamera begleitet - und aus der "Tragödie wurde ein Liebesfilm", wie er selbst sagte.

Der Eintritt zur Filmvorführung ist frei.

Mit der Kino-Tour „Demenz verstehen“ will die AOK gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft über die Selbsthilfe bei Demenz aufklären. An rund 40 Orten in ganz Bayern gibt es im Oktober und im November kostenfreie Vorstellungen. Jetzt macht die Tour Station in Neumarkt: Sie zeigt den Dokumentarfilm „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking am Montag, 26. November, um 19 Uhr im Rialto-Palast.


Auch die Mutter von Dokumentarfilmer David Sieveking litt an schwerer Demenz. Um seinen Vater zu entlasten, zog er zu Hause wieder ein. Dabei begleitete er die Pflege und das Leben seiner Mutter mit der Kamera. Obwohl sich die Krankheit immer wieder deutlich zu erkennen gab, verlor die Frau nicht ihren Lebensmut und steckte damit auch ihren Sohn an. „Aus der Tragödie meiner Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist“, beschreibt David Sieveking seinen Film.

Demenz ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Alzheimer ist dabei am weitesten verbreitet: Schätzungsweise 70 Prozent aller Demenzkranken leiden daran. In Deutschland leben rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, bayernweit sind es mehr als 240.000, Tendenz steigend. Bei den über 65jährigen Menschen ist jeder Zehnte betroffen.

Mit dem Film wolle man die Zuschauer für diese Erkrankung sensibilisieren, sie sollen Demenz und die damit einhergehenden schwierigen Lebensituationen begreifen und nachvollziehen können, hieß es von der Neumarkter AOK. Es gehe auch darum, Menschen die Angst zu nehmen, darüber zu sprechen und sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Demenz dürfe kein Tabuthema mehr sein.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine moderierte Gesprächsrunde mit Experten statt. Es diskutieren Prof. Dr. René Handschuh, Chefarzt der Neurologischen Klinik, Gerhard Wagner von der Alzheimer-Gesellschaft und Eva-Maria Fruth vom BRK-Kreisverband . Danach stellen sich die Experten im persönlichen Gespräch den Fragen der Zuschauer.

Wer sich Tickets für die Vorstellung sichern will, kann dies per E-Mail oder über Telefon 09181/401104 tun. Pro Person können maximal zwei Eintrittskarten reserviert werden. Tickets gibt es auch an der Abendkasse, soweit noch Plätze vorhanden sind.
11.11.18

Lage hat sich entspannt


In Neumarkt werden wieder Blutspender gesucht
NEUMARKT. Nach der Sommer- und Urlaubs-Flaute befindet sich die Bereitschaft zur Blutspende auch im Landkreis Neumarkt wieder im Aufwind.

Nach einem aus Sicht des Blutspendedienstes "problematischen Sommer", der die wertvollen Blutreserven stark beanspruchte, habe sich die Lage wieder etwas entspannt.

Dies sei in erster Linie der Spendebereitschaft vieler Bürger zu verdanken, die den Aufrufen gefolgt sind, hieß es vom Bluspendedienst .Dies sei "ein selbstloser Akt, für den allen Beteiligten großer Dank und Respekt" gebühre.


Wegen der geringen Haltbarkeit der Blutpräparate von lediglich 42 Tagen sei das Thema Blutspende jedoch immer akut. „Es wäre ein verheerender Fehler, sich auf der aktuellen Situation auszuruhen. Wir sind wohlgemerkt auf dem Weg zur Normalität, ein Überschuss besteht keinesfalls", hieß es weiter. Gerade jetzt sei man auf das kontinuierliche Engagement der Blutspende angewiesen.

Der November bietet allen Lebensrettern im Landkreis Neumarkt erneut zahlreiche Möglichkeiten, "die Versorgung von schwer kranken oder verletzten Mitmenschen mit einer guten Tat zu sichern", appelliert BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann.

Der erste Termin im November ist im Landkreis Neumarkt schon am Montag:
04.11.18
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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang