Gesundheit

Gefährlicher "Dr. Google" ?

NEUMARKT. Am Mittwoch findet im Neumarkter Klinikum ein Vortrag zu dem Thema „Dr. Google & Co: Fluch oder Segen? - Wie ich im Internet zuverlässige Gesundheitsinformationen finde“ statt.

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet, wenn es um ihre Gesundheit geht – in Deutschland fast jeder zweite Erwachsene. Erst mal Dr. Google fragen, sagen sich viele „Gesundheitssurfer“, egal, ob es um Tipps für ein gesünderes Leben geht oder um ernsthafte Gesundheitsprobleme.


Der breite Zugang zu Gesundheitsinformationen wirft gerade wegen der Fülle und Vielfalt an Informationen Probleme auf. Längst sind nicht alle Aussagen, die im Internet getroffen werden, fundiert und objektiv. Gerade für Laien ist es schwierig, wichtige Informationen von unwichtigen zu trennen und die Vertrauenswürdigkeit der Aussagen richtig einzuschätzen.

Auch wenn seriöse Informationen nicht die Konsultation von Fachpersonen ersetzen können, bilden sie trotzdem eine wichtige Basis für die gemeinsame Entscheidungsfindung, heißt es aus dem Klinikum. Denn erst die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, erlaube es Patienten, sich an Entscheidungen über die eigene Behandlung aktiv zu beteiligen.

Es stelle sich die Frage, woran man qualitativ hochwertige Gesundheitsinformationen erkennen und wie man sie in verständlich aufbereiteter Form im Internet finden kann. Das ist Inhalt eines Vortrags von Prof. Dr. Doris Eberhardt am Klinikum Neumarkt.

Dabei will die Referentin außerdem auf den immer populärer werdenden Begriff der „Evidenzbasierung“ eingehen und dessen Bedeutung für qualitativ gute Patienteninformationen aufzeigen. Eberhardt ist gelernte Krankenschwester, Pflegepädagogin und Pflegewissenschaftlerin. Sie arbeitet im Bereich der Pflegeentwicklung am Klinikum Neumarkt und vertritt an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der Technischen Hochschule Deggendorf das Lehrgebiet Pflegesystementwicklung.

Die Veranstaltung findet am 19. September von 18 bis 19 Uhr im Konferenzraum UC341 des Klinikums statt. Die Veranstaltung ist kostenlos.
19.09.18

Gold für saubere Hände


Die Klinikleitung und die Hygiene-Fachleute des Klinikums mit dem Goldzertifikat

NEUMARKT. Die Hygiene am Klinikum Neumarkt und in der Parsberger Klinik wurde von der „Aktion Saubere Hände“ erneut mit dem höchsten erreichbaren Zertifikat in Gold ausgezeichnet.

Die Zertifikate sollen ein Symbol für Qualität und positive Veränderungsprozesse sein, hieß es. Sie würdigten das Engagement und die Motivation aller Mitarbeiter an den Kliniken und seien ein Zeichen für Patientensicherheit.

Die Ermittlung des Verbrauchs an Händedesinfektionsmitteln aller Stationen an den Kliniken erlaube eine indirekte Bewertung der Qualität der Händehygiene.


Der alljährliche öfentliche Aktionstag der "Aktion Saubere Hände" sei nicht nur Formsache, sondern auch Botschaft, hieß es. In diesem Jahr findet er in den Kliniken des Landkreises am nächsten Montag, dem Internationalen Tag der Patientensicherheit, statt. Von 10 bis 15 Uhr werden in der Eingangshalle des Neumarkter Klinikums auch Patientenfürsprecher und Klinikpaten zur Informationsveranstaltung zugegen sein. Auch im Hinblick auf die nahende Grippesaison soll in einem Workshop "Händedesinfektion mit Sicherheits-Feedback unter Schwarzlicht" angeboten werden.
14.09.18

"Als Ganzes wichtig"


Heidi Rackl, Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler und Helga Huber (v.l.) vor dem Eingang zur Forensischen Klinik in Parsberg
NEUMARKT. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler besuchte die Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Parsberg.

Sie war auf Einladung von Heidi Rackl und Bürgermeister Josef Bauer in die Bezirkseinrichtung gekommen.

„Wir sind keine Sozialromantiker, aber Humanisten. Für uns ist der Mensch als Ganzes wichtig, der seine Würde hat, auch wenn er straffällig geworden ist“, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Christian Schlögl zum Gesamtkonzept seines Hauses. Schwerpunkt der Klink ist die Komplettversorgung von Patienten aus dem Bezirk Oberpfalz.


Nach der Begrüßung der Gäste sprach Dr. Schögl über die Therapieansätze, die von seinem spezialisierten Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Ergo- und Sporttherapeuten angewandt werden. Ziel sei es, den Betroffenen klar zu machen, dass eine begangene Tat nicht akzeptiert wird. Gerade bei jungen Tätern sei laut Schögl die Erfolgsquote sehr hoch und die Rückfallquote in Parsberg wesentlich geringer als im Bundesdurchschnitt.

Eine Besonderheit der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Parsberg ist die Möglichkeit für Patienten, während der Therapie ihren Schulabschluss nachzuholen oder eine Berufsausbildung zu machen. Auch auf ihre Entlassung werden sie von der Klinik vorbereitet. Die ambulante Nachbehandlung, die von allen Patienten intensiv und zuverlässig in Anspruch genommen wird, gehöre ebenfalls zu den Aufgaben der Klinik.

Als Drogenbeauftragte sagte Mortler im Gespräch, wie wichtig Prävention sei, damit Suchterkrankungen gar nicht erst entstehen. „Fast drei Millionen Kinder in Deutschland würden in suchtbelasteten Familien aufwachsen. Ihre seelische und körperliche Gesundheit könne dadurch massiv beeinträchtig werden. Sie bräuchten Unterstützung, damit sie die gleichen Chancen auf ein unbeschwertes Aufwachsen hätten wie andere Kinder und sie nicht im späteren Leben ebenfalls eine Suchterkrankung entwickelten.

Dr. Schlögl gab den Politikern mit auf den Weg, dass hier die Jugendhilfe früher und intensiver reagieren und eingreifen muss.  

Nach dem Gespräch konnten sich die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die Einrichtung von der Notwendigkeit eines Um- oder Neubaus überzeugen. Geplant sind Investitionen von über 40 Millionen Euro, um die Werkstätten und die Therapieräume auf den neuesten Stand zu bringen. Bürgermeister Josef Bauer verwies in diesem Zusammenhang auf den „Wirtschaftsfaktor Bezirk“ in seiner Stadt Parsberg, der mit über 220 Arbeitsplätzen ein wichtiger Arbeitgeber sei.
05.09.18
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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang