Gesundheit

Drei neue TBC-Fälle

NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt erkrankten im vergangenen Jahr drei Menschen neu an Tuberkulose. Das teilte das Gesundheitsamt mit.

Tuberkulose gehört zu den wenigen Erkrankungen, bei der von staatlicher Seite auf eine entsprechende Kontrolle gedrängt wird. Im Rahmen dieser Kontrolle wurden im Jahr 2016 im Gesundheitsamt Neumarkt 291 Kontaktpersonen der drei Erkrankten untersucht. Bei diesen Unbtersuchungen wurde erfreulicherweise keine weitere aktive Tuberkuloseerkrankung festgestellt.

Am 24.3.1882 teilte Robert Koch der Öffentlichkeit mit, den Erreger der Tuberkulose gefunden zu haben. Dafür erhielt er später den Nobelpreis. Am 24. März wird deshalb der Welt-Tuberkulose-Tag begangen.


Die Tuberkulose bleibt die Infektionskrankheit, die gemäß WHO (World Health Organisation) weltweit am meisten Todesfälle verursacht und zu den zehn häufigsten Todesursachen zählt. Das Vorkommen der Erkrankung ist weltweit sehr ungleich verteilt. 2016 traten 60 Prozent der Erkrankungen in nur sechs Staaten (Indien, Indonesien, China, Nigeria, Pakistan und Südafrika) auf. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 5915 Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet.

Tuberkulose ist eine Erkrankung durch Bakterien, die insbesondere die Lunge befällt. Früher war die Erkrankung wegen fehlender Medikamente nur schlecht behandelbar. Sie führte oft zu chronischer Krankheit und Siechtum. In Deutschland mit seinem guten Gesundheitssystem und modernsten diagnostischen und therapeutischen Methoden ist die Erkrankung heutzutage gut diagnostizierbar und auch mit entsprechenden Medikamenten sehr gut behandelbar.

Trotzdem wird die Tuberkulose häufig mit Ablehnung, Angst und Vorurteilen verbunden. Da die Erkrankung durch Anhusten und Sprechen (nur über engen Kontakt) übertragen werden kann, müssen enge Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt erfasst und solange überwacht werden, bis eine Erkrankung bei ihnen ausgeschlossen ist.

Für Fragen steht das Gesundheitsamt vormittags unter Telefon 09181-470512 zur Verfügung.
21.03.17

Unter dem Bayern-Schnitt

NEUMARKT. Von 2009 bis 2015 gab es im Landkreis Neumarkt jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle wegen Rückenbeschwerden je 1000 Versicherte – in Bayern waren es durchschnittlich 482,7.

Rückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Betroffenen zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl Behandlungsfälle wegen Rückenschmerzen variiert allerdings regional erheblich. „Die gute Nachricht dabei: Im Landkreis Neumarkt liegt die Zahl der Behandlungsfälle laut den Daten der Bertelsmann Stiftung unter dem Landesdurchschnitt", sagte Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK. Zwischen 2009 und 2015 gab es jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle pro 1000 Versicherte, während der Durchschnitt in Bayern bei 482,7 lag“.


„Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, MRT oder CT eingesetzt. Im Landkreis Neumarkt war dies durchschnittlich 433,3 Mal je 1.000 Versicherte der Fall. Der bundesweite Durchschnittwert liegt bei 397,6, der von Bayern bei 414,2.
17.03.17

Ärztemangel entgegenwirken

NEUMARKT. Klinikum und niedergelassene Ärzte kooperieren auf dem Gebiet der hausärztlichen Weiterbildung, um dem Ärztemangel auf dem Land entgegenzuwirken.

Die Kliniken des Landkreises und insgesamt neun niedergelassene Haus- und Fachärzte aus dem Landkreis haben sich zu einem Weiterbildungsverbund zusammengetan, um einen Beitrag zu leisten, dass auch künftig genügend Hausärzte in der Region zur Verfügung stehen.

Wegen der Altersstruktur der allgemeinmedizinisch tätigen Ärzte und der Rahmenbedingungen steht derzeit zu befürchten, dass die Zahl der in der hausärztlichen Versorgung tätigen Allgemeinärzte in den nächsten Jahren deutlich sinken wird. Eine reibungs- und lückenlose Weiterbildung im Fachgebiet Allgemeinmedizin ist zudem für junge Ärzte nur noch selten möglich, weil die Ableistung der Weiterbildungsabschnitte oft mehrfache räumliche Veränderungen erforderlich macht und das Stellenangebot für die allgemeinmedizinische Weiterbildung an den Krankenhäusern begrenzt ist.


Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin so zu optimieren, dass dem Artznachwuchs eine möglichst reibungs- und lückenlose Weiterbildung zum Allgemeinarzt ermöglicht wird. Dazu schließen sich die Vertragspartner zu einem Weiterbildungsverbund zusammen, der darauf abzielt, eine kontinuierliche allgemeinmedizinische Weiterbildung über die gesamte Weiterbildungszeit von fünf Jahren anzubieten, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass die einzelnen Weiterbildungsabschnitte sowohl zeitlich zusammenhängend wie auch in der gleichen Region abgeleistet werden können.

Dabei wechseln sich Klinik und Praxis als Weiterbildungsort ab. Außerdem steht über die gesamte Weiterbildungszeit ein Mentor zur Verfügung, der den jungen Arzt in dieser Zeit begleitet und bei Fragen oder Problemen Unterstützung leistet.

Dr. Ingrid Schwarz-Aldorf, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Freystadt und eine der Mentoren im Weiterbildungsverbund, betonte die enorme Bedeutung dieses Verbundes für die Rekrutierung von Hausärztenachwuchs. „Eine geordnete Weiterbildung ist das A und O für einen jungen Arzt, dadurch wird diese professionalisiert und kompakter.“ Die aktuell neun teilnehmenden Praxen sollen nur den Anfang bilden, der Weiterbildungsverbund ist jederzeit offen für weitere Arztpraxen.

Und Klinikvorstand Peter Weymayr sieht auch die beiden Kliniken im Landkreis als Nutznießer. „Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Kliniken um junge Universitätsabsolventen. Mit einem geordneten Weiterbildungssystem kann man sich von anderen abheben und ist für den Medizinernachwuchs attraktiver.“
14.03.17
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16. Jahrgang