Gesundheit

Hilfe bei "Parkinson"

NEUMARKT. Am Dienstag findet wieder ein Gesundheitsforum am Neumarkter Klinikum statt. Das Thema lautet "Parkinsonkrankheit - Moderne Behandlung 200 Jahre danach".

Im Jahr 1817 beschrieb der englische Arzt und Geologe James Parkinson eine eigentümliche Erkrankung, bei der die Erkrankten sich zunehmend langsamer bewegen, über Muskelsteifigkeit klagen und vor allem anfangen zu zittern. Deshalb nannte er die Erkrankung "shaking palsy", die Schüttellähmung.


Zwischenzeitlich hat sich das Verständnis über die später nach James Parkinson benannte Krankheit gewandelt. Tatsächlich kennt man den Morbus Parkinson als vielgestaltige Erkrankung des Nervensystems, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. Zunehmend wird deutlich, dass es dabei neben der Störung der Bewegung noch viel mehr Symptome gibt, die zum Beispiel auch die geistigen Fähigkeiten und das Gemüt betreffen. So sind depressive Symptome möglich, aber auch Schlafstörungen und oft frühzeitig eine Verlangsamung des Denkens. Im späteren Verlauf kann sich auch eine Demenz entwickeln. Viele Patienten leiden auch unter Blasen- oder Darmstörungen sowie Blutdruckschwankungen.

Glücklicherweise hat sich mit dem Verständnis für die Erkrankung auch die Behandlung weiterentwickelt und verbessert. Nach den ersten Medikamenten in den 60er Jahren gibt es nun eine breite Palette an Arzneien, die häufig kombiniert werden können. Mit der Tiefenhirnstimulation steht eine operative Behandlung zur Verfügung. Daneben hat sich die funktionelle Behandlung mit Physio,- Ergo- und Logotherapie zu einer unverzichtbaren Säule der Behandlung entwickelt. Gerade in den letzten Jahren wurden hier sehr wirkungsvolle Behandlungskonzepte zusammengestellt.

Referent ist der Neurologe und Geriater Prof. Dr. René Handschu, Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Neumarkt. Er gibt einen Überblick über die Ursachen der Erkrankung, ihre verschiedenen Formen und Symptome und berichtet auch über die Diagnostik und insbesondere die verschiedenen Therapiemöglichkeiten, die die moderne Medizin heute bietet.

Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 18.30 Uhr im Schul- und Studienzentrum am Klinikum Neumarkt, Klägerweg 1. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
26.09.17

Nierenzentrum feierte Jubiläum


Dr. Wopperer begrüßt die Gäste beim Jubiläumsfest

NEUMARKT. Vor 30 Jahren hat das KfH-Nierenzentrum Neumarkt seinen Betrieb aufgenommen. Jetzt trafen sich rund 120 Patienten, Angehörige und Mitarbeiter anlässlich des Jubiläums zu einem geselligen Fest mit Speis, Trank und ausreichend Gelegenheit für Gespräche jenseits des Dialysealltags.

"Uns war es besonders wichtig, das Jubiläum gemeinsam mit unseren Patienten zu feiern", sagte Dr. Josef Wopperer, leitender Arzt des KfH-Nierenzentrums. Darüber hinaus wollten man auch den Angehörigen die Möglichkeit geben, das Nierenzentrum und die Mitarbeiter besser kennenzulernen."


Das KfH-Nierenzentrum Neumarkt wurde 1987 mit damals 17 Dialyseplätzen in Trägerschaft des gemeinnützigen KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. auf dem Gelände des Klinikums Neumarkt erbaut. Die ärztliche Leitung lag in Händen von Dr. Rolf Pilgrim, der auch als Chefarzt der Medizinischen Klinik I des Klinikums Neumarkt vorstand.

Durch einen Verbindungsbau wurde die Behandlungseinrichtung an die Klinik angebunden, um die nephrologische Versorgung ambulanter und stationärer Patienten gleichermaßen sicherstellen zu können. 1992 wurde die Behandlungskapazität wegen steigender Patientenzahlen auf 36 Dialyseplätze erweitert, seit 2002 umfasst das Behandlungsspektrum neben der Dialysebehandlung auch die umfassende nephrologische Versorgung von Patienten in allen Stadien ihrer Nierenerkrankung sowie in der Transplantationsnachsorge. 2005 wurde das Dialyseangebot zusätzlich um die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) erweitert.

Derzeit werden im Neumarkter Nierenzentrum gut 150 Dialysepatienten, mehrere hundert Nieren- und Hochdruckkranke sowie über 70 Patienten mit transplantierter Niere behandelt. Im Vordergrund der nephrologischen Sprechstunde steht die Prävention und Früherkennung chronischer Nierenfunktionsstörungen sowie möglicher Folgeerkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt der nephrologischen Sprechstunde ist die kontinuierliche Nachbetreuung nierentransplantierter Patienten. Die ärztliche Leitung des Nierenzentrums liegt seit 2005 in Händen von Dr. Josef Wopperer, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie.
25.09.17

Siebter Bauabschnitt beginnt


Der siebte Bauabschnitt am Klinikum Neumarkt hat begonnen
Grafik: Klinikum
NEUMARKT. Nach mehreren Jahren Planungszeit haben die Bauarbeiten für den 7. Bauabschnitt am Neumarkter Klinikum offiziell begonnen.

Mit knapp 30 Millionen Euro Investitionskosten wird es der aufwändigste aller bislang durchgeführten Bauabschnitte.

Landrat Willibald Gailler und Vorstand Peter Weymayr zeigten sich begeistert beim offiziellen Startschuss nach mehr als vier Jahren Planungsvorlauf: "Der 7. Bauabschnitt wird für eine deutliche Qualitätsverbesserung in der stationären Gesundheitsversorgung sorgen und die bestehenden räumlichen Kapazitätsengpässe wesentlich lindern"

Von der vorgesehenen Gesamtförderung von 21,84 Millionen Euro wurde heuer eine erste Förderrate von 3,79 Millionen bereitgestellt, die vom Klinikum nach Baufortschritt abgerufen wird, sagte Staatssekretär Albert Füracker.


Ausschlaggebend für die neue Maßnahme war eine Bedarfsanerkennung für eine Erhöhung der Anzahl der OP-Säle von 7 auf 9 im Zentral-OP, einer Erweiterung der Kapazitäten der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), zusätzlichen Aufwachbetten und Nebenraumzonen sowie der Verlagerung der Akutgeriatrie von Parsberg nach Neumarkt mit Erhöhung der Planbetten von 20 auf 41 und Etablierung einer akutgeriatrischen Tagesklinik mit 15 Behandlungsplätzen.

Der 7. Bauabschnitt läuft unter dem sperrigen Arbeitstitel "Neustrukturierung des Zentral-OP, Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), Entbindung und Akutgeriatrie - Stufe 1" und umfasst den ersten von zwei dafür notwendigen baulichen Maßnahmen. Mit einer ersten - dem jetzt begonnenen 7. Bauabschnitt - werden der Kreißsaal mit drei Entbindungsräumen und die ZSVA als Aufstockung auf den westlichen und mittleren Pavillon neben dem Haupteingang platziert. In der ZSVA werden sämtliche wiederzuverwendende OP-Materialien des Klinikbetriebs gereinigt, desinfiziert, sterilisiert und als Set für die nächsten Operationen gepackt.

Die notwendigen Flächenerweiterungen für die Akutgeriatrie erfolgen in einem neuen Baukörper im nordöstlichen Teil des Grundstücks. Im Erdgeschoß befindet sich die akutgeriatrische Station mit 41 Betten. Im Intergeschoß sind die Tagesklinik mit 15 Plätzen, der Arztdienst, zugehörige Ver- und Entsorgungsräume und zentrale Technikräume untergebracht.

Die zweite notwendige Maßnahme - der 8. Bauabschnitt - beinhaltet den Umbau des Zentral-OP mit den zusätzlichen genehmigten Flächen. Dafür ist die Aufnahme in das Jahreskrankenhausbauprogramm im Jahr 2018 vorgesehen. Es müssen aber ohnehin zunächst die mit dem 7. Bauabschnitt neu geschaffenen Kapazitäten zur Verfügung stehen, um im Bestand beginnen zu können.

Der Architekt Hans-Jürgen Distler, der in Kooperation mit einem Krankenhausplanungsbüro aus Ludwigshafen die Maßnahme plant und realisiert, erläuterte am Mitwoch den Bauablauf. Der 7. Bauabschnitt wird in insgesamt drei Bauteilen umgesetzt. Begonnen wird aktuell mit der Aufstockung des westlichen und mittleren Pavillons direkt neben dem Haupteingang. Bis Ende 2018 sollen hier der neue Kreißsaal und die neue Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung untergebracht werden. Unmittelbar nach dem Ende des kommenden Winters wird dann mit dem neuen Baukörper für die Akutgeriatrie begonnen. Anfang 2019 schließlich wird an den Zentral-OP ein neuer Sterilflur angedockt, um zusätzliche Lagerkapazitäten für die OP-Säle zu schaffen. Insgesamt wird für den 7. BA eine Bauzeit bis Ende 2019 angestrebt.

Landrat Gailler zeigte sich sehr erfreut, dass trotz Verpflichtung zu europaweiten Ausschreibungen ein Großteil der Investitionsmittel bei Baufirmen im Landkreis verbleibt. Damit werde nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern auch die heimische Baubranche nachhaltig gestärkt.
20.09.17
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