Statistiken aus Bayern

Mehr Straftaten


Die Zahl der Straftaten stieg leicht
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NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ist im Raum Neumarkt im letzten Jahr leicht gestiegen, im Vergleich der letzten zehn Jahre aber stark gesunken.

Das sagte der Neumarkter Polizei-Chef Michael Danninger am Mittwoch bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalstatistik. neumarktonline hat bereits über die Entwicklung im Gesamtlandkreis ( mit den Polizeiinspektionen Neumarkt und Parsberg) sowie im südlichen Landkreis (im Bereich der Inspektion Parsberg berichtet.

Bei der Neumarkter Polizei steig die Zal der Straftaten im letzten Jahr von 2758 auf 2824. Allerdings lag diese Zahl im jahr 2008 zum beispiel noch bei 3635 Straftaten.


Beinahe auf dem Stand vor zehn Jahren ist dagegen die Zahl von Straftaten aus dem Bereich Gewaltkriminalität. Dazu zählen Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub oder gefährliche Körpervereletzung. Im Bereich der Neumarkter Polizei gab es hier im letzten Jahr 92 Delikte, zehn Fälle mehr als ein Jahr zuvor.

Über 90 Prozent dieser Fälle wurden übrigens geklärt.

Die Zahl der Körperverletzungen stieg im letzten Jahr von 294 auf 342 Fälle. Der Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte ging dagegen von 532 auf 429 Fälle zurück.

Die wenigstens Straftaten im Bereich der neumarkter Polizei pro Einwohner gab es übrigens in Pilsach und Berngau, die meisten in Neumarkt, Berg und Deining.
11.04.18

Weniger Straftaten


Die Kriminalitätsbelastung ging deutlich zurück
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NEUMARKT. Auch im südlichen und östlichen Teil des Landkreises Neumarkt ist im letzten Jahr die Zahl der Straftaten deutlich zurückgegangen.

Das sagte der Chef der Parsberger Polizei, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter, am Donnerstag bei der Vorstellung der Kriminalitäts-Statistik.

Am sichersten lebt man in Breitenbrunn: dort gab es statistisch nicht einmal eine Straftat pro 100 Einwohner.

Im letzten Jahr sank die Zahl der Straftaten in den von der Parsberger Polizei betreuten Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg von 644 auf 562; das sind 82 Fälle oder 12,7 Prozent weniger und bedeutet den niedrigsten Wert seit zehn Jahren, sagte Gotteswinter.

Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote im Jahr 2017 auf überdurchschnittliche 72,2 Prozent an. Ein Jahr davor lag sie noch bei 67,7 Prozent.

Die Kriminalitätsbelastungsziffer oder Häufigkeitszahl sank damit von 1858 auf 1664. Damit wird die Zahl der Delikte pro 100.000 Einwohner angegeben. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2017 bei 2696 ( Vorjahr: 2769), im Bereich des Regierungsbezirks Oberpfalz bei 4040 (4145) und bayernweit bei 4533 (4785).


Zu den geklärten 405 Delikten wurden 378 (394) Tatverdächtige ermittelt, wovon 201 Personen (also mehr als die Hälfte) bereits polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Insgesamt 57 (60) Tatverdächtige, also 14,1 Prozent (13,8) standen zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Im Bereich der Rohheitsdelikte waren dies 37,7 Prozent (36,4), bei den reinen Körperverletzungsdelikten 40 Prozent (34,9) und bei den Delikten der Straßenkriminalität 23,1 Prozent (16,7). 34 Tatverdächtige, das sind 8,4 Prozent (5,7), standen bei der Tatausführung unter Drogeneinfluss.

Der Bereich der Diebstahlskriminalität mit 154 Fällen (191) umfasst mit 27,4 Prozent (29,7) den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität und verzeichnete dabei insgesamt einen erkennbaren Rückgang um 19,4 Prozent (- 37 Fälle).

Beim „Problemfeld Wohnungseinbruch-Delikte“ trat wie auch im Gesamt-Landkreis (neumarktonline berichtete) eine deutliche Beruhigung der Situation ein. Auch im Bereich der Parsberger Polizei hat sich die Zahl der Wohnungseinbruchdelikte etwa halbiert und weist einen Rückgang von 25 auf 12 Fälle aus. Da es sich bei den Wohnungseinbrüchen um direkte, schwerwiegende Eingriffe in die Privatsphäre und das Sicherheitsgefühl der Bürger handelt, die entsprechende monetäre aber vor allem auch psychologische Auswirkungen haben, liegt hier ein Schwerpunkt der örtlichen Polizeiarbeit, hieß es.

Der Bereich der Ladendiebstähle weist einen Anstieg um 61,9 Prozent auf 34 (21) Fälle auf, was allerdings nichts über die tatsächliche Situation und das wohl riesige Dunkelfeld aussagt - und nach Polizeieinschätzung insbesondere vom Einsatz der Ladendetektive abhängt.

Fahrraddiebstähle im gesamten Dienstbereich sind im letzten Jahr um einen auf fünf Fälle zurückgegangen.

Auch bei Sachbeschädigungsdelikte, Hausfriedensbruch, Beleidigung, aber auch Umweltschutzdelikten oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gibt es einen Rückgang um 24,8 Prozent auf 121 Fälle.

Der Sektor der Vermögens- und Fälschungsdelikte zeigt sich dagegen mit 115 Fällen und einem Anteil von 20,5 Prozent (17,1 Prozent) an der Gesamtkriminalität um fünf Fälle leicht zunehmend. Diese Gruppe wird mit einem Anteil von 87,1 Prozent von den Betrugsdelikten dominiert, deren Anzahl auf 85 Fälle (93) sank. Delikte der Internetkriminalität bewegen sich dabei auf einem in etwa gleichbleibenden Wert. Einen stark steigenden Wert zeigen die „Tankbetrügereien“ mit 24 (13) Fällen.

Der Bereich der Körperverletzungsdelikte, Nötigung, Bedrohung oder Stalking bewegt sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres mit einer Gesamtzahl von 112 Delikten auf Rang 4 der Straftatenbereiche. Fälle von Körperverletzungen häufen sich insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Rocknächten, Faschingstreiben und Disko-Betrieb, aber auch im häuslichen Bereich.

Mit einem geringfügigen Rückgang der Zahlenwerte des Vorjahres von 71 Delikten auf 60 Vorfälle nimmt der Bereich der Straßenkriminalität - Diebstähle, Körperverletzungs- und Sachbeschädigungstaten aller Art, die ausschließlich oder überwiegend im öffentlichen Raum begangen werden - Rang 5 an der Gesamtkriminalität ein. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 23,3 Prozent (25,4 Prozent).

Der Sektor der Gewaltkriminalität - dazu zählen Tötungsdelikte, Raub, schwere Sexualstraftaten, aber auch gefährliche und schwere Körperverletzung - weist mit einen Anteil von 3,6 Prozent an der Gesamtkriminalität und 20 Delikten (25) eine rückläufige Tendenz auf. Hier wurden 90 Prozent der Fälle aufgeklärt.

Bei der „Häuslichen Gewalt“ gibt es mit 21 (27) Delikten einen leicht rückläufigen Wert. Hier fließen auch die aktenkundig gewordenen drei Vorfälle im Bereich der US-Streitkräfte mit ein.

Bei der Rauschgiftkriminalität ist mit 27 Delikten (34) eine fallende Tendenz zu erkennen, wobei es sich hier natürlich weitgehend um Kontrolldelikte handelt. Die Aufklärungsquote beträgt logischerweise 100 Prozent.

Die Anzahl von Delikten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte oder Angriff nahm mit sieben (3) erheblich zu. Drei Beamte wurden dabei leicht verletzt.

Eine "Straftat gegen das Leben" wurde im Zuständigkeitsbereich der Parsberger Polizei im Jahr 2017 aufgeführt. Allerdings handelt es sich dabei um eine statistische Besonderheit: Weil die Attacke mit einer brennbaren Flüssigkeit auf einen Nachbarn in Batzhausen im Januar 2016 (wir berichteten vielfach) erst im Jahr 2017 von der Staatsanwaltschaft als abgeschlossen betrachtet wurde, tauchte die Tat noch in der Statistik auf.

Die Anzahl der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg auf 13 (10) Fälle.

An politisch motivierter Kriminalität wurden 5 (4) relevante Delikte geringerer Intensität aktenkundig. Unbekannte hatten unabhängig voneinander in unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten rechtsgerichtete Schmierereien oder Aufkleber angebracht. Ein junger Mann skandierte bei einer Faschingsveranstaltung im Alkoholrausch „Sieg Heil“. Das Amtsgericht Neumarkt quittierte dies bereits mit einer empfindlichen Geldstrafe.

Und so "gefährlich" lebt es sich in den einzelnen Gemeinden (Die "Häufigkeitsziffer" zeigt hier jeweils Straftaten pro 1000 Einwohner):

Gemeinden Delikte 2016 Häufigkeitsziffer 2016 Delikte 2017 Häufigkeitsziffer 2017
Breitenbrunn 29 8 18 5
Dietfurt 146 24 105 17
Hohenfels 45 21 40 18
Lupburg 27 11 39 16
Parsberg 253 37 210 30
Seubersdorf 63 12 68 13
Velburg 81 15 82 15


Für die ländliche Gemeinde Hohenfels schlagen die Delikte mit Bezug zum Truppenübungsplatz Hohenfels zu Buche. Dies führt zu einer überraschenden Häufigkeitsziffer, da US-Soldaten und ihre Angehörigen nicht dem Melderecht unterliegen und so die Gesamtstraftatenanzahl den Hohenfelser Gemeindebürgern zugerechnet wird.
05.04.18

Weit weniger Straftaten


Sie stellten die aktuellen Zahlen vor (v.l.): Kriminaldirektor Robert Fuchs, Leitender Polizeidirektor Thomas Schöniger und Polizeipräsident Gerold Mahlmeister
Foto: Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr gesunken, allerdings nicht so stark wie in der Gesamt-Oberpfalz oder in ganz Bayern.

Das wurde am Mittwoch bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts für den Bereich des Polizeipräsidiums bekannt.

Mit 2,6 Straftaten pro 100 Einwohner liegt der Landkreis allerdings weiter im unteren - positiven - Bereich.

In Bayern liegt diese Vergleichzahl bei 4,5 Straftaten, in der Oberpfalz bei 4,0 Straftaten pro 100 Einwohner. In der Oberpfalz sind nur die Bewohner des Landkreises Regensburg noch "braver" - die Bewohner des Landkreises Amberg-Sulzbach liegen etwa gleichauf.


Positiv fiel im Landkreis Neumarkt auch die um 1,5 Prozent gestiegene Aufklärungsquote auf: über zwei Drittel aller Straftaten - genau 68,0 Prozent - werden hier geklärt.

Die Zahl der Straftaten sank im Landkreis Neumarkt um 1,2 Prozent von 3594 auf 3550 Fälle. In ganz Bayern ging dieser Wert um 4,6 Prozent, in der Oberpfalz immerhin um zwei Prozent zurück. In den Landkreisen Cham und Regensburg stieg die Zahl der Fälle sogar um 2,3 und 2,1 Prozent an.

Der Landkreis Neumarkt glänzte bei der oberpfälzer Kripo-Statistik vor allem bei den Fällen von Wohnungseinbrüchen: hier sank die Zahl von 91 auf 45, also um über 50 Prozent. Gleichzeitig stieg hier auch noch die Aufklärungsquote geringfügig auf - allerdings insgesamt extrem niedrige - 13,3 Prozent. Pro 100.000 Landkreis-Bewohner gab es im letzten Jahr nur mehr 34 Einbrüche.

Auch die Zahl der Fälle, bei denen die gefährliche Droge "Crystal" sichergestellt wurde, sank von 24 auf 19.

Bei der Vorstellung des Sicherheitsbericht gingen die Sprecher der Regensburger Kripo auch auf die Drogen-Mengen ein, die im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt entdeckt wurden. Es handelte sich dabei um 823,59 Gramm Cannabisprodukte, 60 Stück Ectasy-Pillen, 8,97 Gramm Methamphetamin (inklusiv "Crystal") und 40,67 Gramm sonstiges Amphetamin. Bei Heroin und Kokain wurden die Polizisten im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt nicht fündig.
04.04.18

1,58 Kinder pro Frau


Kinder in einem Neumarkter Kindergarten
Foto: Archiv
NEUMARKT. Aus "eigener Kraft" würden die Neumarkter wohl aussterben: Im Landkreis bringt eine Frau durchschnittlich nur 1,58 Kinder zur Welt.

Ein Jahr zuvor waren es noch 1,66 "Durchschnitts-Kinder". Kleiner Trost: selbst mit der gesunkenen "Total Fertility Rate" steht der Landkreis Neumarkt noch besser da als die Zahlen in Gesamt-Bayern und sogar viel besser als in der Gesamt-Oberpfalz.

Die aktuellsten Zahlen teilte jetzt das Bayerische Landesamt für Statistik mit; sie stammen aus dem Jahr 2016.

Im Landkreis Neumarkt wurden in diesem Jahr 1169 Kinder geboren, 2015 waren es noch immerhin 1211.


Bayernweit sind die Zahlen der von Statistikern und Bürokraten so genannten "Lebendgeburten" von 118.228 Säuglingen (2015) auf 125.689 im Jahr gestiegen. Die Geburtenziffer (oder international: "Total Fertility Rate") stieg damit von 1,48 Kindern je Frau (2015) auf 1,56 Kindern je Frau im Jahr 2016 an.

Ein Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer ließ sich in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns feststellen, hieß es. Den höchsten Wert verzeichnete der Regierungsbezirk Schwaben mit 1,65 (2015: 1,54) Kindern je Frau, gefolgt von Mittelfranken mit 1,58 (2015: 1,48), Oberbayern mit 1,55 (2015: 1,49), Niederbayern mit 1,54 (2015: 1,49), Unterfranken mit 1,54 (2015: 1,47) und Oberfranken mit 1,49 (2015: 1,41). Schlußlicht ist die Oberpfalz mit 1,48 (2015: 1,46).

Auf Kreisebene weist die kreisfreie Stadt Memmingen mit 1,81 Kindern je Frau (2015: 1,59) den höchsten Wert für das Jahr 2016 in Bayern aus, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu (2015: 1,66) und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren (2015: 1,61) mit ebenfalls jeweils 1,81 Kindern je Frau. Den geringsten Wert auf Kreisebene verzeichnet die kreisfreie Stadt Bayreuth mit 1,20 (2015: 1,18) Kindern je Frau.

Wird die zusammengefasste Geburtenziffer getrennt für Frauen mit deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit betrachtet, ergibt sich für das Jahr 2016 in Bayern folgendes Bild: Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit beträgt die zusammengefasste Geburtenziffer 1,46 Kinder je Frau (2015: 1,43); bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2,04 Kinder je Frau (2015: 1,81).

Die "zusammengefasste Geburtenziffer" ist bei Statistikern ein Maß zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens und gibt an, "wie viele Kinder eine Frau durchschnittlich in ihrem Leben bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Kalenderjahr".
07.03.18


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