Statistiken aus Bayern

1,58 Kinder pro Frau


Kinder in einem Neumarkter Kindergarten
Foto: Archiv
NEUMARKT. Aus "eigener Kraft" würden die Neumarkter wohl aussterben: Im Landkreis bringt eine Frau durchschnittlich nur 1,58 Kinder zur Welt.

Ein Jahr zuvor waren es noch 1,66 "Durchschnitts-Kinder". Kleiner Trost: selbst mit der gesunkenen "Total Fertility Rate" steht der Landkreis Neumarkt noch besser da als die Zahlen in Gesamt-Bayern und sogar viel besser als in der Gesamt-Oberpfalz.

Die aktuellsten Zahlen teilte jetzt das Bayerische Landesamt für Statistik mit; sie stammen aus dem Jahr 2016.

Im Landkreis Neumarkt wurden in diesem Jahr 1169 Kinder geboren, 2015 waren es noch immerhin 1211.


Bayernweit sind die Zahlen der von Statistikern und Bürokraten so genannten "Lebendgeburten" von 118.228 Säuglingen (2015) auf 125.689 im Jahr gestiegen. Die Geburtenziffer (oder international: "Total Fertility Rate") stieg damit von 1,48 Kindern je Frau (2015) auf 1,56 Kindern je Frau im Jahr 2016 an.

Ein Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer ließ sich in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns feststellen, hieß es. Den höchsten Wert verzeichnete der Regierungsbezirk Schwaben mit 1,65 (2015: 1,54) Kindern je Frau, gefolgt von Mittelfranken mit 1,58 (2015: 1,48), Oberbayern mit 1,55 (2015: 1,49), Niederbayern mit 1,54 (2015: 1,49), Unterfranken mit 1,54 (2015: 1,47) und Oberfranken mit 1,49 (2015: 1,41). Schlußlicht ist die Oberpfalz mit 1,48 (2015: 1,46).

Auf Kreisebene weist die kreisfreie Stadt Memmingen mit 1,81 Kindern je Frau (2015: 1,59) den höchsten Wert für das Jahr 2016 in Bayern aus, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu (2015: 1,66) und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren (2015: 1,61) mit ebenfalls jeweils 1,81 Kindern je Frau. Den geringsten Wert auf Kreisebene verzeichnet die kreisfreie Stadt Bayreuth mit 1,20 (2015: 1,18) Kindern je Frau.

Wird die zusammengefasste Geburtenziffer getrennt für Frauen mit deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit betrachtet, ergibt sich für das Jahr 2016 in Bayern folgendes Bild: Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit beträgt die zusammengefasste Geburtenziffer 1,46 Kinder je Frau (2015: 1,43); bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2,04 Kinder je Frau (2015: 1,81).

Die "zusammengefasste Geburtenziffer" ist bei Statistikern ein Maß zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens und gibt an, "wie viele Kinder eine Frau durchschnittlich in ihrem Leben bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Kalenderjahr".
07.03.18

Weniger Unfälle und weniger Tote


Die Zahl der schweren Unfälle ging zurück
Foto: Archiv/Polizei
NEUMARKT. Im südlichen und östlichen Landkreis gab es im letzten Jahr weniger schwere Verkehrsunfälle, weniger Verletzte und weniger Tote.

Das sagte am Donnerstag der Chef der Parsberger Polizei, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter, bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik.

Das letzte Jahr zeichnet sich durch den weiteren, kontinuierlichen Rückgang um insgesamt 15 Prozent der Verkehrsunfälle mit schweren Folgen aus. Insgesamt knapp zehn Prozent weniger Verletzte, davon insbesondere 35 Prozent weniger Schwerverletzte wurden aktenkundig. Waren im Vorjahr noch vier getötete Unfallopfer zu beklagen, so blieb es im Jahr 2017 bei einem tödlichen Unfall.


Die Unfallzahlen mit Personenschäden sanken um 16,09 Prozent auf 73 (Vorjahr: 87) Schadensfälle. Dabei wurde eine (4) Person getötet, 106 (116) Menschen wurden verletzt, 80 (76) davon leicht, 26 (40) Personen schwer.

Der Bereich der schwerwiegenden Sachschadenunfälle zeigt sich mit 72 (84) Unfällen aktuell um 14,2 Prozent rückläufig. Bei diesen beiden Unfallgruppen entstand ein Gesamtschaden von gut einer Million Euro. Allerdings dürfte der reale Schaden deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden.

Die Kleinunfallzahlen - also Unfälle mit geringfügigen Rechtsverstößen und geringem Schaden sowie Wildunfälle - zeigen mit 830 Unfällen (695) und einem Plus von 15,11 Prozent dagegen deutlich nach oben. Der Anteil der Wildunfälle davon ist mit einer Steigerung um 17,8 Prozent mit 541 (459) Fällen ausgewiesen. Bei Wildunfällen wurde ein (1) Mensch schwer verletzt.

Fälle von „Unfallfluchten“ reduzierten sich um 22,2 Prozent auf 40 (54)n, wobei erfreulicherweise 40,47 prozent der Fälle aufgeklärt werden konnten. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung blieb mit neun Schadensfällen exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Zahl liegt innerhalb der Durchschnittswerte der letzten Jahre. Bei zwei dieser Unfallsituationen wurden insgesamt zwei Personen leicht verletzt.

Geringfügig verbesserte sich mit 23 (26) der Zahlenwert der aufgenommenen Motorrad-Unfälle. Dabei wurden 20 (24) Personen verletzt, sieben (12) davon schwer. Leider kam ein junger Motorradfahrer zu Tode.

Acht (11) Fahrradfahrer waren in Unfallgeschehen verwickelt. 7 (5) wurden verletzt, 2 (3) davon schwer.

An insgesamt drei (10) Unfallgeschehen waren Fußgänger beteiligt, von denen zwei schwer und einer leicht verletzt wurden.

Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) weist mit 45 (36) Unfallbeteiligungen den höchsten Wert bei schweren Unfallgeschehen aus. Dabei heben sich Ursachen wie nicht angepasste Geschwindigkeit, Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot sowie Fahren unter Alkoholeinfluss besonders ab.

Eine der Hauptunfallursachen für Verkehrsunfälle mit schweren Folgen (145 Personen-/Sachschäden) ist rüberhöhte Geschwindigkeit mit 20 Schadensfällen (29). Alleine 19 (16) Verkehrsteilnehmer wurden durch diese „Raserei“ verletzt.

Fehlerhaftes Verhalten in Bezug auf Vorfahrts- und Vorrangregelungen in 30 (30) Fällen und Abbiegefehler mit 25 (26) Unfällen sind weitere zentrale Fehlverhaltensweisen für folgenschwere Unfälle.

Bei einem „Vorfahrtsunfall“ am 11.März 2017 in Kemnathen, Gemeinde Breitenbrunn, wurde ein 19jähriger Motorradfahrer aus Lupburg beim Zusammenstoß mit einem Auto-Gespann tödlich verletzt, das aus der untergeordneten Straße eingefahren war (wir berichteten).

Von den unterschiedlichen Straßenarten (Bundes-, Staats-, Kreis-, Gemeindestraßen) weist der Bereich der Staatsstraßen mit 48 (48) Fällen außerorts die höchste Unfalldichte hinsichtlich der „schweren“ Unfälle auf. Der Dienstbereich der Parsberger Polizei mit seinen sieben Gemeinden weist aktuell keinen regional eingrenzbaren Unfallschwerpunkt auf, sagte Gotteswinter.

Das sind die Gesamtunfallzahlen in den einzelnen Gemeinden des Inspektions-Gebiets:

Gemeinde 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011
Breitenbrunn 137 103 127 98 96 103 106
Dietfurt 123 110 127 119 113 122 90
Hohenfels 113 97 111 92 96 129 102
Lupburg 60 60 62 54 56 52 42
Parsberg 247 244 260 235 224 247 229
Seubersdorf 131 117 138 117 117 131 100
Velburg 143 140 162 144 138 151 138

01.03.18

Zahl der Verkehrstoten halbiert


Im März letzten Jahres wurde bei Buchberg ein Motorradfahrer schwer verletzt
Foto:Archiv
NEUMARKT. Auch im Inspektionsbereich der Neumarkter Polizei ist die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr im letzten Jahr von sechs auf drei stark zurückgegangen.

Mit dieser erfreulichen Entwicklung liegt man im gleichen Trend wie im Gesamt-Landkreis und in ganz Bayern. Im Gegensatz zum Landkreis ging allerdings bei der Neumarkter Inspektion auch die Zahl der Unfälle zurück.

neumarktonline hat am Montag über die Verkehrs-Statistik im Landkreis Neumarkt berichtet, wo die Zahl der Todesopfer im Verkehr von zehn auf sechs sank, während die Zahl der Verkehrsunfälle anstieg (wir berichteten). Bei der Neumarkter Polizei blieb dagegen die Unfallzahlen seit drei Jahren nahezu gleich und sank im letzten Jahr sogar ganz leicht: 2017 waren es 2363, ein Jahr zuvor 2366 und noch ein Jahr zurück 2360.


Im Bereich der Neumarkter Polizei - also im Landkreis ohne Polizeiinspektion Parsberg und Autobahn-Polizei - wurden im letzten Jahr 476 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt (Vorjahr: 447), darunter 85 (71) schwer.

Nach einem starken Rückgang in den letzten Jahren stieg im letzten Jahr wieder die Zahl der Alkoholunfälle deutlich an: von 26 auf 40. Bei diesen Unfällen wurden 17 Menschen verletzt, aber niemand getötet.

Mit verbotenen Drogen am Steuer wurden keine Unfälle gemeldet; Drogenfahrten gab es jedoch 27 - genausoviel wie ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle ist im letzten Jahr leicht von 51 auf 55 gestiegen. Während bei Unfällen mit dieser Ursache vor zwei Jahren noch drei Menschen starben, war es im letzten Jahr ein Todesopfer.

Motorradunfälle zählte die Polizei im letzten Jahr 49 - dabei wurden 43 Menschen verletzt, aber niemand getötet. Bei den 113 registrierten Fahrrad-Unfällen im letzten Jahr wurden 112 Menschen (74) verletzt.

Stark angestiegen ist im letzten Jahr die Zahl der Unfälle mit Kindern von 13 auf 24. Dabei gab es glücklicherweise - wie in den letzten sieben Jahren - keine Todesfälle, aber immerhin 26 Verletzte.
21.02.18

Mehr Unfälle - weniger Tote


Unser Archiv-Foto zeigt einen Unfall am Oberen Tor, bei dem ein Radfahrer schwer verletzt wurde
Foto: Archiv
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt hat es im letzten Jahr viel mehr Verkehrsunfälle gegeben, viel mehr Verletzte - aber deutlich weniger Tote.

Ausgerechnet bei der wichtigsten Zahl gab es im Landkreis einen positiven Ausrutscher: die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr ging von zehn auf sechs zurück - und auch schon ein Jahr früher war die Zahl gesunken, allerdings von einem sehr hohen Niveau aus.


Doch alle anderen Zahlen der jetzt vorgestellten Verkehrsstatik für den Landkreis Neumarkt sind eher besorgniserregend: die Zahl der Unfälle mit Verletzten stieg von 467 auf 501, die Zahl der Unfälle mit hohem Sachschaden von 111 auf 121. Dabei gab es 702 Verletzte (2016: 634); 129 (119) von ihnen wurden schwer, 567 (505) leicht verletzt.

Einzig - das aber sehr - erfreulich: die Zahl der tödlich verunglückten Unfallopfer ging von zehn auf sechs zurück. neumarktonline hatte bereits im Dezember mit den damals vorliegenden Zahlen von den ersten zehn Monaten auf die Entwicklung hingewiesen (Bericht hier).

Bei den Unfällen mit Verletzten oder den Verletzten-Zahlen liegt der Landkreis Neumarkt nicht im Bayern-Trend: im Land gingen die Zahlen im letzten Jahr zurück. Lediglich bei den Angaben zu Verkehrtoten melden Land wie Landkreis übereinstimmend sinkende Zahlen.

Auf Bayerns Straßen ereigneten sich 2017 nach den vorläufigen Meldungen der Polizei insgesamt 404.951 Unfälle und somit 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei nahm nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 2,5 Prozent auf 53.140 ab. Es kamen 608 Menschen im Straßenverkehr ums Leben (-1,3 Prozent im Vorjahresvergleich), 69 659 (-2,9 Prozent) wurden verletzt, davon 11 528 schwer (-0,2 Prozent) und 58 131 leicht (-3,5 Prozent).
19.02.18


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang