Statistiken aus Bayern

Nicht ehemüde


Die Zahl der Eheschließungen blieb in Neumarkt weitgehend gleich

NEUMARKT. Die Zahl der Eheschließungen in Neumarkt ist im Jahr 2017 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Waren 2016 vom Neumarkter Standesamt 183 Ehen und fünf eingetragene Lebenspartnerschaften geschlossen worden, so wurden im letzten Jahr 184 Eheschließungen und zwei eingetragene Lebenspartnerschaften verzeichnet.

Unter den 184 Eheschließungen im Jahr 2017 war es für 46 Männer und 44 Frauen bereits eine weitere Eheschließung, weil sie verwitwet oder geschieden waren.


Bei 21 Eheschließungen waren einer oder beide Ehegatten ausländische Bürger.

Im Hinblick auf die Wahl des Ehenamens wählten im letzten Jahr 146 Ehepaare den Namen des Mannes, elf den der Frau und 27 entschieden sich für eine getrennte Namensführung.
22.01.18

Viel weniger Verkehrstote


Unser Archiv-Foto zeigt einen Unfall am Oberen Tor, bei dem ein Radfahrer schwer verletzt wurde
Foto: Archiv
NEUMARKT. Mehr Unfälle, mehr Verletzte: aber die Zahl der Verkehrstoten hat sich in den ersten zehn Monaten im Landkreis mehr als halbiert.

Diese positive Zahl gab jetzt das Landesamt für Statistik bekannt: in den ersten zehn Monaten des Jahres gab es im Landkreis vier Todesopfer im Verkehr. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es neun, im gesamten letzten Jahr zehn.

Die Verkehrsstatistik 2017 für den Landkreis zeigt weitgehend besorgniserregende Zahlen: allerdings gibt es einen positiven "Ausreißer" - und ausgerechnet an der wichtigsten Stelle. Die Zahl der Verkehrstoten im Zeitraum zwischen Januar und Oktober ging von neun auf vier zurück.


Auch die Zahl der Schwerverletzten sank leicht von 111 auf 109. Alle übrigen Werte geben allerdings Grund zur Besorgnis.

In den ersten zehn Monaten des Jahres zählte die Polizei im Landkreis 434 Unfälle mit Verletzten (Vergleichzeitraum 2016: 417) und 94 (92) Unfälle mit hohem Sachschaden.

Die Zahl der Unfälle, bei denen "berauschende Mittel" - also legale und illegale Drogen - eine Rolle spielten, stieg steil von sieben auf 19 an.

611 (570) Menschen wurden im gleichen Zeitraum im Landkreis bei Verkehrsunfällen verletzt, davon 109 (111) schwer und 498 (450) leicht.

Die das Statistische Landesamt mitteilte, ereigneten sich in ganz Bayern von Januar bis Oktober 333.110 Unfälle und damit 0,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Verunglückten sank hier aber um 4,8 Prozent auf 59 094.
18.12.17

Zahl der Einbrüche nahm zu


Einbrecher nutzen den Schutz der Dunkelheit
Foto: Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat im Landkreis Neumarkt in den letzten Jahren beinahe dramatisch zugenommen. Vor allem die "dunkle Jahreszeit" nutzen Einbrecher, um im Schutz der früh einsetzenden Dämmerung verlassene Wohnobjekte vorzufinden. Die Oberpfälzer Polizei will diesem Phänomen mit gezielten Maßnahmen in den gefährdeten Wohnbereichen begegnen.

Während acht Jahre zuvor im Landkreis Neumarkt "nur" 36 Wohnungseinbrüche gezählt wurden, stieg die Zahl im letzten Jahr auf 91 Fälle an. Auch oberpfalzweit stellen die jährlichen polizeilichen Auswertungen im Bereich der Diebstahlsdelikte einen deutlichen Anstieg von Einbrüchen in Wohnungen und Wohnhäusern in den Herbst- und Wintermonaten heraus.


Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im Landkreis Neumarkt deutlich an
Grafik: Polizei

Die Straftäter zielen dabei darauf ab, dass sich die Bewohner bei noch vorherrschender Dunkelheit in den Morgenstunden an den Arbeitsplatz begeben und nach einsetzender Dämmerung in den Abendstunden erst nach Hause zurückkehren. Somit finden die Einbrecher häufig Wohneinheiten vor, in denen sich keine Personen befinden.


Das Eindringen in den Wohnbereich stellt bei den Betroffenen eine erhebliche Verletzung des Kern- beziehungsweise Intimbereichs dar, wodurch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung massiv gestört wird, hieß es von der Polizei. Neben massiven psychischen Beeinträchtigungen erleiden die Opfer häufig auch den Verlust von Wertgegenständen, die einen hohen persönlichen Stellenwert besitzen. Auch der materielle Sachschaden und die sich anschließende Regulierung stellen eine erheblichen Belastung dar.

Im Jahr 2017 sei zwar bisher in der Oberpfalz eine rückläufige Tendenz dieser Kriminalitätsform zu erkennen. Dennoch habe die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls bei den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberpfalz einen sehr hohen Stellenwert.

Um einen Anstieg dieser Einbruchshandlungen zu unterbinden, wird durch das Polizeipräsidium Oberpfalz eine bewährte Bekämpfungsstrategie durchgeführt, die gezielte polizeiliche Maßnahmen an relevanten Bereichen vorsieht. Dadurch kann es in den nächsten Wochen zu verstärkten Kontrollmaßnahmen in Wohnbereichen kommen, die auch die Anlieger betreffen können.

Darüber hinaus bat die Polizei die Bevölkerung, ein besonderes Augenmerk auf unbekannte Personen zu richten, die sich scheinbar ohne erkennbaren Grund in den Wohngebieten aufhalten. Bei entsprechenden Wahrnehmungen sollen die Bürger die Polizeidienststelle oder auch den Polizeinotruf "110" verständigen, um eine Überprüfung verdächtiger Personen vornehmen zu lassen. Sinnvollerweise sollten Notizen zu Aussehen und Kleidung von verdächtigen Personen gefertigt und die Kennzeichen benutzter Fahrzeuge festgehalten werden. Die Polizei rät aber von einer Kontaktaufnahme mit Unbekannten ab.

Darüber hinaus gibt die Polizei verschiedene Präventionstipps:
29.10.17

Mehr verletzte Radfahrer


Unser Archiv-Foto zeigt einen Unfall am Oberen Tor, bei dem ein Radfahrer schwer verletzt wurde
Foto: Archiv
NEUMARKT. Im letzten Jahr nahm nach Angaben der Polizei die Zahl der Unfälle mit Radfahrern deutlich zu. Und der negative Trend hält heuer an.

Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden im Zuständigkeitsbereich der Neumarkter Polizei 57 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern gezählt. Dabei wurden 55 Radler verletzt.

Das sagte ein Sprecher der Neumarkter Polizei im Rahmen eines "Aktionstages Fahrrad und Beleuchtung". Der "deutliche Anstieg" bei Radfahr-Unfällen im Landkreis Neumarkt liege im bayernweiten Trend, und: "Auch im Jahr 2017 ist wieder mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen".


Die zahlen vom ersten Halbjahr 2017 geben Anlaß zu Sorge: statt 57 Unfälle mit 55 verletzten Radfahrern gab es im gleichen Zeitraum des Vorjahres "nur" 30 Unfälle mit 30 verletzten Radlern.

Mit Beginn der "dunklen" Jahreszeit würden sich vor allem während der Dämmerungs- und Nachtzeit vermehrt Verkehrsunfälle ereignen, hieß es von der Neumarkter Polizei. Die Unfälle wurden häufig durch schlechte Sicht und mangelhafte Beleuchtung der Fahrzeuge verursacht oder begünstigt.

Um der negativen Entwicklung im Bereich der Fahrradunfälle zielgerichtet entgegenzuwirken, führte die Neumarkter Polizei mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei am letzten Dienstag im Rahmen eines Aktionstages im Inspektions-Bereich verstärkt Verkehrskontrollen durch. Neben der Überwachung der nichtmotorisierten Zweiräder wurde dabei im Rahmen der Aktion "Licht und Sicht" auch die Verkehrssicherheit der Kraftfahrzeuge überwacht. Der Schwerpunkt der Aktion lag auf der Information und Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer.

Bei der Aktion wurden über 70 Kraftfahrzeuge und 50 Fahrräder überprüft. 13 Verkehrsteilnehmer, darunter vier Radfahrer, wurden wegen Verstößen verwarnt. fünf Verkehrsteilnehmer, darunter zwei Radler, wurden angezeigt. Neben mangelhafter oder unzulässiger Beleuchtungseinrichtungen bei Kraftfahrzeugen oder fehlender Beleuchtung bei Fahrrädern wurden auch fünf Verstöße wegen des Gebrauchs von Mobiltelefonen festgestellt.

In diesem Zusammenhang wies die Polizei auf die seit wenigen Tagen geltenden oder geänderten Vorschriften und Ahndungssätze hin. So wurde der Begriff des Mobiltelefons auf elektronische Geräte erweitert. Der Ahndungssatz wurde von 60 auf 100 Euro angehoben. Werden dadurch Andere gefährdet, drohen 150 Euro Geldbuße. Zusätzlich wird ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Wird durch die Verwendung des Gerätes ein Verkehrsunfall verursacht, erhöht sich das Bußgeld auf 200 Euro. Das einmonatige Fahrverbot kommt natürlich auch in diesem Fall noch dazu. Auch für Radfahrer wurde Ahndungssatz auf jetzt 55 Euro angehoben
25.10.17


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang