"Gute Signale" für die Stadt


Oberbürgermeister Thomas Thuman bei seinem Jahresrückblick. Neben ihm die Bürgermeister Ruth Dorner und Franz Düring.

NEUMARKT. Krise hin oder her: OB Thomas Thumann sah in seinem Jahresrückblick in der Weihnachtssitzung des Stadtrates "gute Signale".

Solche Sorgen hätte so mancher seiner Amtskollegen in Deutschland gerne: Die im Haushalt etwas pessimistisch mit 14,3 Millionen eingeplanten Gewerbesteuereinnahmen haben sich zum Beispiel dann doch noch auf heuer 20 Millionen Euro gesteigert, konnte Thumann ganz nebenbei in seine Festrede einflechten...

Er werte dies auch und vor allem als ein gutes Signal für den Standort Neumarkt, sagte Thumann im Neumarkter Reitstadel vor dem versammelten Stadtrat. Es sei "eine Bestätigung für unseren Wirtschaftsstandort und für unsere tüchtigen Unternehmer mit ihren engagierten Mitarbeitern".

Dass Neumarkt unter allen Großen Kreisstädten die niedrigsten und damit für die Unternehmen günstigsten Hebesätze bei der Gewerbe- sowie bei den Grundsteuern besitze, sei ebenfalls ein deutliches Signal, mit dem man den Unternehmen als guter und verlässlicher Wirtschaftspartner zur Seite stehe. "Und wenn Sie bedenken, dass die Hebesätze für diese Steuern nunmehr seit mehr als 30 Jahren nicht mehr erhöht worden sind, so ist dies auch ein markantes Zeichen für unsere Verlässlichkeit im Hinblick auf unsere heimische Wirtschaft", sagte der Oberbürgermeister.

Genauso positiv: im Jahr 2009 konnte man in Neumarkt deutlich mehr Gewerbeanmeldungen als Gewerbeabmeldungen verzeichnen: 403 Firmen wurden angemeldet, 349 abgemeldet.

Großen Raum der Festrede nahm die Umwelt und hier das vor wenigen Wochen beschlossene Klimaförderungsprogramm ein, das laut Thumann ein "weiteres großes Ausrufezeichen im Jahr 2009" darstelle. Klimaschutz sei für ihn "keine Modeerscheinung, kein Nachrennen eines aktuellen Trends - Klimaschutz ist für mich aktiver Schutz von Heimat und Lebensumfeld".

Thumann sprach auch das Stadtmarketing an, das seit jeher von der Stadt "in vielfältigen Formen betrieben" wurde. Was es aber jetzt brauche, sei eine Bündelung der Aktivitäten, eine Konzentrierung auf die Stärken der Stadt und vor allen Dingen die Mitwirkung aller an diesem Prozess Beteiligten, um diesen Stadtmarketingprozess auch zu einem Erfolg zu führen.

Er sei zuversichtlich, dass sich ab 2010 vieles bewegen wird, sagte OB Thumann. Nicht zuletzt würden von der Weiterentwicklung am Unteren Tor Impulse ausgehen. Das bisher von der Firma Bögl vorgestellte Konzept stimme ihn optimistisch, "dass wir an dieser markanten Stelle an der Altstadt eine überzeugende und bereichernde Lösung erhalten werden, eine Lösung, die zu einem Gewinn für den Unteren und Oberen Markt werden kann". Bögl hatte sein Konzept nur wenige Stunden vor der Stadtratssitzung in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt (wir berichteten)

Ausrufezeichen gesetzt habe die Stadt auch für den Bereich Familien und Kinder. "Seit 2005 reichen wir ja einen Baukostenzuschuss pro Kind beim Erwerb städtischer Grundstücke in bestimmten Baugebieten aus, wobei sich die ausgereichte Gesamtsumme bisher auf immerhin 660.000 Euro beläuft", erinnerte Thumann. Nicht unerwähnt ließ er an dieser Stelle auch die in den letzten Jahren ausgegebenen Millionenbeträge für die Schulen und die Kindergärten sowie für Spielplätze und Betreuungseinrichtungen wie Kinderhorte, Kinderkrippe, Kleinstkinderbetreuung und ähnliches.

Thumann: "Und heuer haben wir als Stadtrat mit dem kostenfreien letzten Kindergartenjahr eine weitere große Maßnahme für die Familien auf den Weg gebracht, die zwar den städtischen Haushalt belastet, die Familien aber entlastet.

Nächstes Jahr erwarte man den Start der S-Bahn nach Neumarkt, wofür heuer große Bauarbeiten im Bereich der Freystädter Straße, der Heubrücke und der Mistelbacher Allee stattgefunden haben. Die Eröffnung dieser S-Bahn sei im nächsten Jahr auch ein Signal dafür, dass Neumarkt "noch enger an die Metropolregion angebunden wird". Solche Anschlüsse seien immer auch der Ursprung für eine weitere Aufwärtsentwicklung.

Es war ein fleißiges und umfassendes Jahr im Stadtrat, resümierte OB Thomas Thumann: Elf Stadtratsitzungen, sechs Verwaltungs- und Kultursenatsitzungen, neun Bausenatsitzungen, vier Festausschusssitzungen, fünf Rechnungsprüfungsausschusssitzungen, viermal tagte der Arbeitskreis Wohnen, es gab acht Werksenatsitzungen, viele Arbeitsgruppen und Fraktionsbesprechungen – "all das war in diesem Jahr zu bewältigen".

Zum Schluß der Festrede wurde aber doch noch der Zeigefinger leicht angehoben: Für ihn gehöre es "zur Demokratie und deren Verlässlichkeit dazu, dass wir nicht wenige Tage nach einem Beschluss diesen schon wieder hinterfragen oder gar revidieren", mahnte Thumann.

Überdenken oder überprüfen aus berechtigten Gründen sei natürlich durchaus etwas legitimes, meinte der Stadt-Chef. "Aber dann müssen es stichhaltige Belege für eine solche Überprüfung sein, dann dürfen es keine Vermutungen, keine Unterstellungen, keine Halbwahrheiten oder ähnliches sein.
16.12.09
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