"Neue Halle in der Stadt"

NEUMARKT. Die CSU schlägt eine neue Mehrzweckhalle in Nachbarschaft zu einem städtischen Hotel und eine "kleine" Sanierung der Jurahalle vor.

In der Fraktionssitzung übte Vorsitzender Helmut Lahner Kritik an OB Thomas Thumann, der es sich mit der Stadtrats-Klausurtagung (wir berichteten) "wohl etwas zu leicht" mache. Dabei sei eine Liste aller anstehenden oder wünschenswerten Themen zusammengestellt worden, die Stadträte erhielten "mehr oder weniger umfangreiche Informationen" und die Fraktionen sollten nun schriftliche Stellungnahmen abgeben. "So, als ob man solche Fragen mit ja oder nein beantworten könnte", erklärte Lahner.

Entscheidungen in der Politik seien nach Meinung der CSU durch gründliche Vorbereitung und offene Diskussionen herbeizuführen, die nach Abwägung aller Argumente eventuell in Kompromisse einmünden und dann operativ von der Verwaltung umzusetzen sind, hieß es. Das sei "natürlich mühsam und anstrengend".

Eines der Themen, das seit Jahren anstehe und in Einzelschritten wie dem Anbau der Toilettenanlage auch bereits erledigt wurde, sei die notwendige General-Sanierung der großen Jurahalle. Um in der dafür benötigten Zeit - wohl wesentlich mehr als ein Kalenderjahr – weder Stammkunden zu verlieren noch den gewohnten Veranstaltungskalender ausdünnen zu müssen, tauchte auf den vorgelegten Planunterlagen neben der Jurahalle plötzlich eine neue Mehrzweckhalle auf. Dabei stellen sich für die CSU-Fraktion viele offene Fragen: Soll diese Halle die beschlossene Stadthalle ersetzen? Welche Funktionen und Ausstattungsmerkmale einschließlich Größe sollen diese Halle kennzeichnen? Welche Kosten sind anzusetzen? Genügt nicht auch ein Zeltbau als Ersatz für die Zeit der finanziell sehr aufwendigen Sanierung?

Zu allen diesen Fragen möchte die CSU zwei Positionen für die weiteren Schritte einbringen: Wenn schon eine neue Mehrzweckhalle mit einem beachtlichen Kostenaufwand gebaut werden soll oder muss, dann genüge für die Jurahalle auch die Nutzung als Sommerhalle von April bis Oktober mit einer wesentlich kostengünstigeren kleinen Sanierung anstelle der geplanten großen Sanierung. Diese Lösung habe Stadtrat Arnold Graf schon vor Jahren immer wieder vertreten.

Zum Zweiten: Eine Stadthalle gehöre nicht auf den Volksfestplatz, sondern in die Stadt und in die unmittelbare Nachbarschaft eines Hotels, wie Stadtrat Helmut Jawurek von Erfahrungen aus anderen Städten berichten konnte.

Zu dem "aus nicht ganz erschließbaren Quellen" aufgetauchten Vorschlag, das Feuerwehrzentrum an der St. Florian-Straße abzureißen und an anderer Stelle ein neues Zentrum zu errichten, ergäbe sich bei sachlicher Betrachtung aus Sicht der CSU-Fraktion doch eine etwas andere Meinung. Bei geschätzten Sanierungskosten von sechs Millionen Euro und genannten Neubaukosten von zwölf Millionen Euro spreche doch sehr viel mehr für eine Sanierung. Hier bestehe zweifellos Handlungsbedarf, aber wohl kein Handlungsdruck, hieß es.

Man könne und solle diese Sanierung also nach guter Planung ordentlich und gelassen angehen. Man wolle sich "nicht vorstellen, dass wir bei einem weiteren Neubau dann zwei ungenutzte Feuerwehrzentren in der Stadt haben".

Wenn dann mittelfristig, nach Auflassung des Flugplatzes, die Idee eines umfassenden zentralen Rettungszentrums sinnvoll und notwendig erscheint, könne man immer noch den Anforderungen der neuen Zeit entsprechen, wie Dr. Sperber als Feuerwehrreferent anmerkte.
08.05.12
Neumarkt: "Neue Halle in der Stadt"
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