"Zukunftsgerechte Lösung"

Zur Verkehrssituation in Pölling (neumarktonline vom 29.5.2008 und 1.6.2008)

Eine Straßenbaumaßnahme kann nie alleine betrachtet werden, sondern ist immer Teil einer langfristig angelegten Verkehrsplanung für eine Stadt und seine Ortsteile sein - so sollte es jedenfalls sein. Wie wichtig das ist, sieht man in Pölling, wo vor gerade einmal dreieinhalb Jahren die Ortsumgehung freigegeben wurde. Es war ein Fehler, die Anbindung der B 8 an den Berliner Ring nicht komplett mitzuplanen und auch mitzubauen.

Als direkte Anwohnerin stelle ich aber fest, dass die Verwirklichung der Umgehungsstraße für Pölling ein wahrer Segen ist. Bis 2004 reihten sich täglich 15.000 Fahrzeuge aneinander, die PKW / LWK-Schlange durchschnitt unser Dorf förmlich in der Mitte, an eine Nutzung der Straße mit dem Fahrrad war gar nicht zu denken. Ich war dankbar für jeden, der die Druckknopfampel betätigte, damit sich eine Lücke bildete, die es mir ermöglichte, aus meiner Garagenausfahrt zu fahren.

Vielleicht wäre der Durchgangsverkehr noch weiter zu reduzieren, es ist aber auch kein Problem, wenn auf einer gut ausgebauten Straße auch Fahrzeuge fahren. Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, dass eine vernünftige Anbindung der B8 an den Berliner Ring nicht erfolgte und die jetzige Lösung förmlich dazu einlädt, durch Pölling zu fahren, statt die Umgehung zu nutzen.

Wir wollen jetzt aber keine Gummischwellen oder eine Rechts-vor-Links-Lösung in Pölling, sondern wir wollen eine verkehrstechnische Lösung, die vor allem auch den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Dazu gehört für die Pöllinger eine sichere Querung des Berliner Rings mit dem Auto, dem Rad und auch für die Fußgänger. Dazu gehört es aber auch, dass der Verkehr auf dem Berliner bzw. Münchner Ring möglichst flüssig laufen kann. Und das vor allem auch im Hinblick auf das erwartete zunehmende Verkehrsaufkommen mit zahlenmäßig immer mehr und immer größerer LKWs, die an dieser Ampel jetzt dauernd abbremsen und anfahren müssen. Ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz ist das nicht.

Die langfristig angelegte und verkehrstechnisch sinnvolle Lösung kann nur die kreuzungsfreie Variante in welcher Form auch immer sein. Hier ist der Rat von Fachleuten gefragt, und auf den sollte man hören. Denn nicht jeder, der einen Führerschein besitzt, ist ein Verkehrsexperte. Auch nicht, wenn er in Neumarkt im Stadtrat sitzt.
01.06.08
Heidi Rackl, PöllingNeumarkt: "Zukunftsgerechte Lösung"
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