Weniger Straftaten


Wer für die Sicherheit im Landkreis Verantwortung trägt war bei dem Treffen im Landratsamt dabei
Foto: Rita Pirkl
NEUMARKT. Deutlich weniger Straftaten und gleichzeitig eine höhere Aufklärungsquote - der Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr „sicherer“ geworden.

Was neumarktonline-Leser schon seit März wissen (wir berichteten) wurde jetzt noch einmal bei einem Sicherheitsgespräch zwischen Polizeipräsident Norbert Zink vom Polizeipräsidium Oberpfalz und Landrat Willibald Gailler bestätigt.

Man könne nach einem erneuten Rückgang der Straftatzahlen im letzten Jahr sicher und ruhig leben, hieß es. Denn 2021 sank die sogenannte „Häufigkeitszahl“ von 2362 auf 2275. Das bedeutet 22,75 registrierte Straftaten pro 1000 Einwohner und damit die niedrigste Zahl an Straftaten in den letzten zehn Jahren im Landkreis. Zum Vergleich: in der Oberpfalz kommen auf 1000 Bewohner 33,09, in Bayern 38,69 Straftaten.

Das ist das Resümee aus dem diesjährigen Sicherheitsgespräch, zu dem Landrat Willibald Gailler Neben Polizeipräsident Norbert Zink und Landrat Willibald Gailler nahmen an dem Sicherheitsgespräch auch Polizeivizepräsident Thomas Schöniger, Ersten Polizeihauptkommissar Heiko Sedelmaier als Leiter des Präsidialbüros, Polizeidirektorin Ursula Fendl von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg sowie die drei Chefs der drei Polizeiinspektionen im Landkreis, Polizeidirektor Michael Danninger von der PI Neumarkt, Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl von der PI Parsberg und Polizeihauptkommissar Jörg Zitzelsberger von der Autobahnpolizeistation Parsberg teil.


Zusammen mit dem Abteilungsleiter Kreisentwicklung, Michael Gottschalk, und den für Sicherheit zuständigen Abteilungsleitern Dr. Anna Scharl und Björn Dünzkofer sowie den Sachgebietsleitern Stefan Berner und Christian Mader wurde die Sicherheitslage im Landkreis erörtert.

Deutlich rückläufig ist die Entwicklung im Bereich der Wohnungseinbrüche. Auch in den Bereichen Gewaltkriminalität, Straßenkriminalität und Rauschgiftkriminalität sowie bei Fahrraddiebstählen konnte eine Reduzierung der Straftaten festgestellt werden.

Mit 70,8 Prozent an geklärten Fällen gelang bei der Aufklärungsquote der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Damit liegt die Aufklärungsquote im Landkreis Neumarkt 3,9 Prozentpunkte über dem bayernweiten Ergebnis.

Trotz dieser guten Zahlen bleibe Prävention sehr wichtig, hieß es. Polizeipräsident Zink verweist in diesem Zusammenhang auf die Beratungsangebote der Polizeiinspektionen und Kriminalpolizeiinspektionen. Die geben beispielsweise auch wichtige Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände, Infos gegen perfide Callcenter-Betrugsmaschen und bieten auch viele andere Beratungsleistungen zu verschiedensten Themen aus dem Bereich der Kriminalitätsvorbeugung an.

Zwei spektakuläre Straftaten sorgten im letzten Jahr für deutschlandweite Beachtung: der Messerangriff in einem ICE bei Seubersdorf, bei dem im November 2021 vier Menschen schwer verletzt wurden (wir berichteten), und die geglückte Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers im Januar 2021, als eine 72jährige Neumarkterin den Ganoven austrickste (wir berichteten).

Bei den Verkehrsunfallzahlen mußte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 8,8 Prozent auf 3726 Unfälle verzeichnet werden. Dabei stieg auch die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis von fünf auf sechs an (neumarktonline berichtete bereits im Januar).

Im Zehnjahresvergleich kam es 2021 auf den Straßen des Landkreises Neumarkt aber erfreulicherweise zu dem zweitniedrigsten Wert an Verkehrsunfällen mit Personenschäden. So ereigneten sich 454 Verkehrsunfälle mit Personenschäden und insgesamt 603 verletzten Personen.
12.06.22
Neumarkt: Weniger Straftaten
Telefon Redaktion


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