Meldungen aus der Oberpfalz

Senior brutal beraubt !

Amberg. Einen raschen Fahndungserfolg konnte die Amberger Polizei am Dienstagmittag nach einem brutalen Überfall auf einen 78-jährigen Senior aus Amberg verbuchen. Den Beamten gelang es gegen 11.45 Uhr, einen 20-jährigen Schüler aus dem südlichen Landkreis, nachdem er einen älteren Mann brutal niedergeschlagen und seiner Börse beraubt hatte, innerhalb einer Viertelstunde festzunehmen.
Nach den bisherigen Feststellungen der Kriminalpolizei war ein 78-jähriger Mann mit seiner Ehegattin zu einem Einkaufsbummel in der Stadt unterwegs. Dort trennten sich ihre Wege. Gegen 11.45 Uhr trat der Amberger seinen Nachhauseweg, der ihn über den Bahnhofsvorplatz durch das Fußgängertunnel zur Ruoffstraße führte, an. Im Fußgängertunnel wurde er plötzlich von hinten geschubst und von einem unbekannten Mann angeschrieen.
Ohne die Worte zu verstehen, die der Mann rief, versetzte ihm dieser mit voller Wucht mehrere Faustschläge ins Gesicht und traf ihn auch am Jochbein und an der Nase. Der Überfallene ging durch die Schläge zu Boden. Als er dort hilflos lag, trat ihn der Unbekannte mit den Füßen kräftig gegen den Oberschenkel und den Gesäßbereich. Der Räuber bückte sich und zog dem Niedergeschlagenen aus der Gesäßtasche die Geldbörse mit rund 50 Euro Bargeld. Ohne weitere Worte gab der Unbekannte Fersengeld und flüchtete in Richtung Ruoffstraße.
Unmittelbar nachdem die Polizei verständigt worden war, lief eine Fahndung mit starken Kräften an. Diese war relativ rasch erfolgreich und man konnte den Tatverdächtigen knapp eine viertel Stunde später auf der Marienstraße vorläufig festnehmen. Während das verletzte Opfer ins Amberger Klinikum gebracht wurde, transportierte man den Festgenommenen zur Polizei. Hier wird er mittlerweile von den Kriminalbeamten vernommen. Bisher gestand er nur ein, den älteren Mann brutal niedergeschlagen zu haben. Einen Raub der Börse weist er von sich. Bei seiner Festnahme fanden die Ordnungshüter jedoch einen Geldbetrag, der sich mit der Beute etwa deckt, auf.
Am Mittwoch wird der Festgenommene zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter beim AG Amberg vorgeführt.
10.05.05
neumarktonline: Senior brutal beraubt !

Bagger geklaut

Wackersdorf/Lkr Schwandorf. In der Nacht von vergangenem Montag, 20 Uhr, bis Dienstagfrüh, 6.45 Uhr, entwendeten unbekannte Täter von der Brückenbaustelle an der BAB A 93, zwischen den Anschlussstellen Schwandorf-Süd und -Mitte, einen Yanmar Mini-Bagger im Wert von 40.000 Euro. Die Baumaschine wurde zunächst mit eigenem Antrieb von der Autobahnbaustelle weggefahren und nach 500 m auf ein Transportfahrzeug aufgeladen.
Nach bisherigen Feststellungen der Amberger Kripo brachen unbekannte Täter in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Yanmar Mini-Bagger, der an der Brückenbaustelle der A 93, in Richtung Weiden, in der Nähe der Ausfahrten SAD-Mitte und -Süd, eingesetzt ist, gewaltsam auf. Danach fuhren die Täter mit dem Bagger die Böschung hinunter über einen Feldweg bis zur Staatsstraße 2145, die von Schwandorf nach Steinberg führt. Diese wurde überquert. Dort weisen die Spuren darauf hin, dass der etwa 5 t schwere Kurzheck-Mini-Bagger auf ein Ladefahrzeug gefahren und abtransportiert worden ist. Der Verladeort ist ringsum von Wald umgeben und relativ gut abgedeckt. Es ist jedoch durchaus möglich, dass Kraftfahrer das Verladen der Baumaschine bemerkt haben und Angaben über das Transportfahrzeug oder die Personen geben können. Die selbst fahrende Baumaschine ist gelb-grün lackiert, hat einen gelben Greifarm und einen hellgrünen Unterbau. Der Mini-Bagger ist neuwertig und weist nur 20 Betriebsstunden auf. Geschädigt ist ein Baumaschinenverleih aus dem nördlichen Landkreis Neustadt/Waldnaab. Die Maschine stellt einen Wert von 40.000 Euro dar.
Bisherige Fahndungsmaßnahmen, in die auch die Grenzbehörden eingeschaltet wurden, sind ohne Erfolg verlaufen. Hinweise auf die Straftat nimmt die Polizeiinspektion Schwandorf unter der Tel.-Nr. 09431/4301-0 oder die Kripo in Amberg unter der Tel.-Nr. 09621/890-120 entgegen. Unter Umständen können Hinweise auch vertraulich behandelt werden.
10.05.05
neumarktonline: Bagger geklaut

Biogasanlage: Gülle schwappt in Fischbecken

Freudenberg. Der plötzliche Ausfall eines Motors ließ am Dienstagfrüh gegen 5 Uhr ein Gärbecken mit Gülle einer Biogasanlage überschwappen. Diese floss nach unten über eine Straße in einen Oberflächenkanal und gelangte von dort in den vorbeiführenden Lohbach, der wiederum in den Fensterbach mündet. Nur durch die rechtzeitige Entdeckung durch den Betreiber konnte ein schlimmeres Ausmaß verhindert werden. Derzeit ist nur ein Folgegeschädigter bekannt. Es handelt sich um den Pächter eines Teilbereiches des Fensterbaches. Bei ihm dürften etwa 600 Forellen verendet sein. Der Schaden beträgt 1.500 Euro. Das gesamte Fassungsvermögen der Anlage beträgt 1.100 Kubikmeter.
Nach bisherigen Feststellungen der Ermittlungsbeamten der Polizeiinspektion Amberg betreibt ein 34-jähriger Landwirt aus dem Ortsteil Schwand seit geraumer Zeit eine Biogasanlage, die vorrangig mit Gülle, aber auch mit Gras und Mais gespeist wird. Durch deren Vergärung entstehen Gase, die letztendlich zum Betreiben einer Turbine verwendet werden, mit der man Strom erzeugt. Das Verhängnis bahnte sich am frühen Morgen des Dienstags an. Der Betreiber der Anlage bemerkte zu dieser Zeit, dass hinter seinem Anwesen Jauche auf die Straße floss. Er reagierte sofort, um nach der Ursache zu sehen. Als Sofortmaßnahme leitete er die Gülle in ein so genanntes Endlager um, wodurch das Auslaufen gestoppt worden war. Bis zur Feststellung dürften etwa 10 cbm Gülle ausgetreten und über die Straße hinweg in den Oberflächenkanal gelangt sein. Über den Kanal, der in den Lohbach mündet, gelangte die Gülle auch dorthin. Weiter floss sie nach Ortsende von Pursruck in den Fensterbach. Auch dort wurde das Wasser verunreinigt.
Durch den Landwirt wurde danach festgestellt, dass exakt um 9 Minuten nach 5 Uhr ein Motor ausgefallen war, was zur Folge hatte, dass die Gasturbine nicht mehr funktionsfähig war. Dadurch konnten die angesammelten Gärgase nicht mehr in die Turbine gelangen und stauten sich im Klärbecken an. Es entstand dadurch ein Überdruck, der letztendlich das Becken zum Überlaufen brachte.
Als weitere Sofortmaßnahmen wurden die bekannten Fischzüchter, deren Gewässer durch den Fensterbach und Lohbach gespeist werden, über den Rundfunk und Telefon aufgefordert, den Zulauf abzusperren und zu sichern, um ein Fischsterben zu verhindern. Mit an der Unglücksstelle waren die Fachbehörden des Landratsamtes, Wasserwirtschaftsamtes und Gewerbeaufsicht sowie der Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg. Durch den Landwirt selbst wurde ein Baggerbetrieb beauftragt, das verunreinigte Erdreich abzutragen, damit die Gülle nicht in das Grundwasser eindringen konnte.
Es ist durchaus möglich, dass in verschiedenen Fischweihern noch Folgeschäden eintreten werden. Dies ist jedoch derzeit noch nicht abzusehen.
Bereits am 11. April und kurz darauf ermittelte die Polizei wegen eines Fischsterbens in Pursruck. Es waren damals 100 Spiegelkarpfen verendet. Auch hier war ein Einleiten von Jauche die mögliche Ursache. Ob die beiden Vorfälle in kausalem Zusammenhang mit der Biogasanlage stehen, kann derzeit nicht gesagt werden.
10.05.05
neumarktonline: Biogasanlage: Gülle schwappt in Fischbecken

Feuer im Altenheim !

Deggendorf. Gegen 12.55 Uhr erhielt die Polizei eine Mitteilung über einen Brand im Haus der Diakonie (Altenheim) in Deggendorf. Insgesamt wurden etwa 20, zum Teil bettlägerige Insassen durch die Feuerwehr geborgen und evakuiert. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt, eventuell an einer Lampe, ursächlich gewesen sein. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten erlitten sechs Krankenschwestern sowie zwei Feuerwehrmänner eine Rauchvergiftung und werden derzeit im Klinikum Deggendorf versorgt.
Am Gebäude entstand kein Brandschaden, der Schaden am Inventar beträgt rund 20.000 Euro.
10.05.05
neumarktonline: Feuer im Altenheim !

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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang
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