Ärger bei "Rock im Park"
Nürnberg (no/ots) Während des Festivals "Rock im Park" kam es kaum zu
nennenswerten Sicherheitsstörungen (
wir berichteten), was sich aber in der Nacht von
Sonntag auf Montag nach Konzertende wesentlich änderte.
Alleine 41
Brandlegungen wurden registriert.
Die Sicherheitskräfte waren nach Mitternacht extrem beschäftigt.
41 Brände mussten gelöscht werden. Dies gelang zum Teil den
Einsatzkräften mit Handfeuerlöschern, doch musste in 25 Fällen auch
die Berufsfeuerwehr hinzugezogen werden. In zwei Fällen wurden die
Feuerwehrmänner bei den Löscharbeiten behindert.
Die Polizei stellt fest, dass in der letzten Konzertnacht die
häufigsten Sicherheitsstörungen begangen werden. Das Entzünden von
Feuern wird immer mehr zum Event, ohne dass dabei an die
Gefährlichkeit gedacht wird. Immer größere Gegenstände werden
entzündet oder Gaskartuschen in die Brandherde geworfen. Nicht
auszudenken wären die Folgen, wenn sich in den angezündeten Zelten
oder Mobiltoiletten noch Personen befinden würden.
Insgesamt acht Personen wurden vorläufig festgenommen und wegen der
Brandlegungen angezeigt. Außerdem wurden elf Anzeigen wegen
Körperverletzung erstattet, dreo Verfahren wegen Sachbeschädigung
eingeleitet und elf Diebstähle aufgenommen.
Bei der Verpuffung in
einem Dixie-Klo erlitt ein 19jähriger Festival-Besucher aus Rheinland-Pfalz erhebliche
Brandverletzungen. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, ist noch
unklar.
Ein stark alkoholisierter 20jähriger Mann wurde festgenommen,
weil er eine brennende Klopapierrolle auf ein Duschzelt warf.
Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.
Obwohl die Polizei mit vielen Kräften im Einsatz war, wird für die
kommenden Jahre in Erwägung gezogen, dem Phänomen der
Gewaltentwicklung mit noch mehr Präsenz von Veranstalter, Stadt
Nürnberg und Polizei wirkungsvoll entgegenzutreten. Der Veranstalter
habe diesbezüglich schon eine Kooperation zugesagt.
04.06.07
neumarktonline: Ärger bei "Rock im Park"