Ganz ohne Glyphosat


Gute Stimmung nach der Vertragsunterzeichnung (v.l.:) Timo Burger, EG-Neumarkt-Vorstand Josef Neumeyer, Christina Dietmayr und EG-Stulln-Vorsitzender Herbert Obermeier
Foto: Burgis
NEUMARKT. Der Neumarkter Knödel-Hersteller Burgis hat mit 80 regionalen Landwirten für die nächsten drei Jahre einen Vertrag unterzeichnet.

Der Knödelspezialist setze hier verstärkt auf ökologisches Handeln und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, hieß es. Dabei wolle das Unternehmen seine Landwirte nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch Motivation bieten. Die Landwirte in den Erzeugergemeinschaften EG Neumarkt, EG Stulln, EG Ingolstadt und EG München sind alle Teilnehmer des Programms "Geprüfte Qualität aus Bayern" (GQ-Bayern) und haben sich dem gentechnikfreien Anbau verschrieben.


„Unsere Umwelt ist für Burgis eine Herzensangelegenheit und Verdienstquelle; und das soll es auch noch für die kommenden Generationen sein", sagte Burgis-Geschäftsführer Timo Burger. Landwirte und Unternehmen gingen gemeinsam "einen Schritt weiter als unbedingt erforderlich". Glyphosat werde im konventionellen Kartoffelanbau nicht verwendet. "Wir wollen aber auch einen Verzicht des Einsatzes von Glyphosat auf Stoppelfeldern, bevor im nächsten Jahr Kartoffeln auf dem Feld angebaut werden", sagte Burger.

Die an Burgis liefernden Kartoffelbauern sollen generell auf Glyphosat in ihren Bereichen verzichten. Dies sei nicht nur ein Verbraucherwunsch, sondern auch der Wunsch von Mit-Geschäftsführerin Christina Dietmayr und ihm. Dafür biete man den Partnern auch entsprechende Anreize, wie einen nochmalig erhöhten Qualitätsbonus, laufende Anbauberatung und die Unterstützung bei Zertifizierungsprozessen. "Das ist Zusammenarbeit auf Augenhöhe und diese funktioniert – manche Landwirte bauen bereits in der zweiten Generation für Burgis Kartoffeln an“, so Timo Burger.

Kaum ein Ort wäre für die Vertragsunterzeichnung passender gewesen, als die Burgis-eigene Kartoffelakademie, in der sich die Vorstände der Erzeugergemeinschaften Neumarkt und Stulln mit Christina Dietmayr und Timo Burger trafen. Der Anbau- und Lieferertrag für die nächsten drei Jahre enthält viele neue Punkte, durch deren Umsetzung nachhaltiges Landwirtschaften noch besser unterstützt werde.

So werden zukünftig vorrangig bienenungefährliche Instektizide verwendet, auf den Wirkstoff Maleinsäurehydrazid werde vollständig verzichtet, um mögliche Pflanzenschutzmittelrückstände in den Knollen zu vermeiden. Außerdem werde jeder Landwirt zur Förderung der Biodiversität einen Blühstreifen an seinem Kartoffelacker anlegen.

Neben weiteren Kostenübernahmen durch Burgis und der laufenden Durchführung von Bildungsmaßnahmen wird auch der Qualitätszuschlag erhöht. Der Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren biete Planungssicherheit für beide Seiten und sichere die Ernte bester regionaler Kartoffeln für Burgis Knödel, hieß es.
22.12.17
Neumarkt: Ganz ohne Glyphosat
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