Berufung vertiefen


Die Geistlichen des Dekanates trafen sich zum Kapiteljahrtag

NEUMARKT. Die "Schockstarre" müsse überwunden werden. Die Geistlichen des Dekanates Neumarkt trafen sich zum jährlichen Kapiteljahrtag in Berching, bei dem sie ihrer verstorbenen Mitbrüder gedachten und sich mit wichtigen Fragen des Seelsorge beschäftigten.

Dekan Monsignore Richard Distler konnte zahlreiche Priester und Diakone bereits nachmittags zu einer Konferenz in Berching begrüßen. Für ihn sei der Kapiteljahrtag „immer einer der Höhepunkte im Laufe des Jahres“, so der Neumarkter Dekan. Er konnte neben dem Berchinger Bürgermeister Ludwig Eisenreich auch den Eichstätter Diözesanjugendseelsorger Christoph Witczak willkommen heißen. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Jugendarbeit im Dekanat. Durch die Vergrößerung der Dekanate vor drei Jahren waren auch auf die Strukturen der kirchlichen Jugendarbeit zu überarbeiten. Eine längere Phase des Umstrukturierung, Überarbeitung und Nachbesserung soll nun, so Witzcak, im Herbst zu Ende gehen.


Die Geistlichen beschäftigten sich auch intensiver mit der Frage nach der eigenen Berufung und ihrer persönlichen Berufssituation. „Die gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen für den Beruf des Priesters oder Diakons haben sich in den letzten Jahren stark verändert“, so Dekanatsreferent Christian Schrödl. Es sei gut, sich immer wieder über die verschiedenen Erwartungen und die eigenen Bedürfnisse auszutauschen. Die Geistlichen stellten fest, dass es auch für sie mehr Möglichkeiten der Begegnung, des Erfahrungsaustauschs und des persönlichen Gesprächs geben müsse.

Nach der Konferenz feierten die Geistlichen zusammen mit Mitgliedern des Dekanatsrats und Gläubigen aus Berching und Umgebung das feierliche Kapitelsamt, das vom Berchinger Kirchenchor unter Leitung von Regionalkantor Peter Hummel musikalisch gestaltet wurde. Gesungen wurden dabei vor allem neue Lieder aus dem überarbeiteten Gotteslob, das in der Diözese Eichstätt am vorletzten Wochenende eingeführt wurde. Beim festlichen Gottesdienst in der Berchinger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde vor allem der jüngst verstorbenen Pfarrer von Berg und Neumarkt-Heilig Kreuz, Werner Müller und Josef Albrecht, gedacht.

In seiner Predigt unterstrich Dekan Distler die Bedeutung des Glaubens. Glaube müsse mehr sein als „frommes Gerede“, als Dekoration für die schönen Seiten des Lebens oder als Absicherung für eine Lebenskrise. Selbstkritisch fragte er „Wovon werden die Menschen ergriffen, wenn sie uns als Priester am Altar, in der Schule oder im Pfarrgemeinderat erleben?“ Die Geistlichen müssten das Feuer ihrer Berufung lebendig erhalten.

Distler verglich die Situation des christlichen Glaubens mit der Schockstarre, in der sich die Brasiliens Fußballnation nach dem Halbfinal-Aus gegen die deutsche Mannschaft befänden. Die könne überwunden werden, wenn man sensibel sei für neue Aufbrüche und genauer hinhöre, wo Menschen auf der Suche nach dem Glauben sind.
15.07.14
Neumarkt: Berufung vertiefen
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