Zahl der Blutspenden sinkt


Manchmal kommt auch der Blutspende-Truck in den Landkreis. Links Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz Sperber


Im Landkreis Neumarkt wurden im letzten Jahr fast 10.000
Blutspenden gezählt
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt spendeten im vergangenen Jahr beim Roten Kreuz 4558 Menschen insgesamt 9959 Blutkonserven, so BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann.

Das ist ein Anteil von 11,21 Prozent der "spendenfähigen" Bevölkerung. Damit ist die Spendebereitschaft deutlich höher als zum Beispiel in Gesamt-Bayern: Durchschnittlich spenden bayernweit lediglich 7,36 Prozent der Menschen Blut.

Doch die Zahlen sind auch im Landkreis Neumarkt deutlich zurückgegangen: ein Jahr zuvor wurde hier bei 88 Terminen noch insgesamt 12.410 Mal Blut gespendet.

Und bis 2031 rechnet der Blutspendedienst in der Region mit einem Konserven-Rückgang um 13 Prozent. Derzeit sei die Versorgung der Patienten mit Blutprodukten gesichert. Bedingt durch die bedarfsgerechte Optimierung der Terminorganisation wurden Blutspendetermine wegen der schwankenden Bedarfe sogar schon ausgesetzt.

Langfristig rechnet der Blutspendedienst jedoch wegen der steigenden Lebenserwartung der Menschen mit einem Mehrbedarf an Blutkonserven. Deshalb sei man künftig verstärkt auf das Engagement von Erstspendern angewiesen, um die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten zu können, hieß es.

Zahlreiche Krebspatienten und Unfallopfer sind auf das Blut anderer Menschen angewiesen, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann. Auch Herz-, Magen- und Darmerkrankungen sowie Leber- und Nierenkrankheiten könnten häufig nur mit Hilfe von Spenderblut behandelt werden.

Entsprechend hoch ist der Bedarf: Rund 2000 Vollblutspenden benötigt der Blutspendedienst täglich, um die Versorgung aller bayerischen Patienten gewährleisten zu können. "Wir können Blut zu Transfusionszwecken bislang nicht in ausreichender Menge künstlich herstellen", erklärte Blutspendedienst-Geschäftsführer Georg Götz. "Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die sich für andere einsetzen – und mit ihrem Blut Leben retten".

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren; treue Blutspender können sich auch drüber hinaus engagieren, wenn sie sich fit fühlen und der zuständige Arzt grünes Licht gibt.
24.03.14
Neumarkt: Zahl der Blutspenden sinkt
Telefon Redaktion


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