Optimistische Handwerker


Vor allem das Ausbaugewerbe startet mit einem guten Polster
in das neue Wirtschaftsjahr
Foto: Kadmy-Fotolia
NEUMARKT. Die Handwerker in der Region sehen zuversichtlich in die Zukunft, heißt es im aktuelle Konjunkturbericht, der am Dienstag vorgelegt wurde.

Die Handwerkskonjunktur in Ostbayern sei in einer guten Verfassung und gehe vorsichtig, aber optimistisch in das neue Wirtschaftsjahr, erklärte der stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Hans Pschorn, zu den Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

Es sei davon auszugehen, dass die wirtschaftliche Lage weiterhin auf einem hohen, überdurchschnittlichen Niveau bleiben werde, hieß es. Der Geschäftsklima-Index liegt bei 23 Prozentpunkten, so gut wie im Vorjahresquartal. "Auch wenn der Wert saisonbedingt geringer ausfällt, kann die Lage als gut bezeichnet werden. Die Geschäftserwartungen haben sich im Vergleich zum Jahr 2012 sogar verbessert", so Pschorn weiter.

Über die Hälfte aller ostbayerischen Handwerksbetriebe berichtet von gleichbleibenden Auftragseingängen, immerhin 19 Prozent konnten diese steigern. Die durchschnittliche Reichweite der Aufträge liegt bei sieben Wochen, im Ausbau und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf sogar bei acht Wochen. "Damit starten die Betriebe mit einem guten Polster in das neue Jahr", so Pschorn.

Das Lebensmittelgewerbe verzeichnet eine sehr gute Betriebsauslastung – saisonbedingt profitiere dieses Gewerbe vom Weihnachtsgeschäft. 23 Prozent konnten sogar höhere Verkaufspreise durchsetzen. Insgesamt sprechen über 90 Prozent der Handwerksbetriebe von einer guten Auslastung. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf allerdings sei eine verhaltene Entwicklung festzustellen. Hier ist der Anteil der Betriebe mit sinkenden Auftragszahlen um 13 Prozent gestiegen. Im Kfz-Gewerbe stagnieren bei jedem zweiten Betrieb die Umsätze.

"Doch das hohe konjunkturelle Niveau im Handwerk wird sich nur fortsetzen können, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv sind", glaubt man in der Handwerkskammer. Dazu sei es notwendig, die anstehenden Probleme der Infrastruktur, wie zum Beispiel bei der Breitbandversorgung und bei der Eindämmung der Energiekosten, zügig und nachhaltig anzugehen.

"Auch eine weitere Stärkung des dualen Bildungssystems ist zwingend notwendig." Zusammen mit dem Meisterbrief sei es als Befähigungsnachweis der Garant dafür, dass sich das Handwerk auch in Zukunft wirtschaftlich stark und dynamisch entwickeln könne.
14.01.14
Neumarkt: Optimistische Handwerker
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