"In guten Händen"


Selbst einige der 28 städtischen Springbrunnen...


... erreichen spielend Trinkwasserqualität
NEUMARKT. Die Trinkwasserversorgung in Neumarkt ist seit fast 120 Jahren bei der Stadt und den Stadtwerken in guten Händen, hieß es aus dem Rathaus.

Die Bürger erhielten eine "bestens funktionierende Versorgung mit dem wichtigsten Lebenselixier, dem Wasser" so Oberbürgermeister Thumann weiter. Er reagierte dabei auch auf eine von der Gruppe "Flitz" initierte Aktion - die beiden Stadträte wollen offenbar wieder einmal das Neumarkter Wasser retten.

"Die Wasserversorgung durch unsere Stadtwerke erfolgt zuverlässig, hygienisch einwandfrei mit einem qualitätsvollen Wasser, das bestens untersucht ist", sdagte der Oberbürgermeister. Schließlich werden jährlich rund 350 Untersuchungen des Trinkwassers vorgenommen, wobei es jeweils auf rund 50 Inhaltsstoffe geprüft werde. Diese Werte seien stets äußerst positiv.

"Damit belegen wir eindrucksvoll, dass wir alles dafür tun, unseren Kunden bestes Trinkwasser nach Hause zu liefern", stellt Oberbürgermeister Thumann klar. "Flitz" hatte angeblich der Stadt "nachlässigen Umgang" unterstellt. Das sei "eine Verkehrung der Wirklichkeit", sagte Thumann. Angeblich will "Flitz" sogar das Umweltministerium einschalten.

In allen Punkten des Trinkwasserschutzes und der Trinkwasserversorgung gingen Stadt, Stadtrat und Stadtwerke seit jeher einhellig und auf sachlicher Basis an die Themen heran. Die Zukunftssicherung für dieses wichtigste Lebensmittel rangiere immer an oberster Stelle und so habe man auch viele Jahre nach einem weiteren Standbein für die Wasserversorgung gesucht.

Mit dem Abschluss des Vertrages mit der Laber-Naab-Gruppe sei ein Meilenstein gesetzt und die Versorgung für 50 Jahre sichergestellt worden. Rund 17 Millionen Euro werden die Stadt bzw die Stadtwerke für die Transportleitung, den Hochbehälter und als Investitionszuschuss dafür aufwenden. Auch im Hinblick auf das bestehende Wassergewinnungsgebiet "Miss" seien Stadt, Stadtrat und Stadtwerke stets verantwortungsvoll an die Herausforderungen herangegangen.

Seit 1894 gewinnt Neumarkt sein Wasser aus dem großen Quellgebiet "Miss" südlich der Hasenheide. Während damals Neumarkt noch 6000 Einwohner hatte, ist die Zahl heute auf fast 40.000 angestiegen. Dies bedeutete eine große Herausforderung an die Wasserversorgung und auch einen aufwändigeren Schutz.

Im Hinblick auf die Belastungen durch die Bundesstraßen 299 und B8, die angesiedelten Firmen und ähnliches sei es stets eine anspruchsvolle Aufgabe des Trinkwasserschutzes gewesen, die "Miss" vor Einflüssen und Schädigungen zu schützen. Schließlich gewinnt die Stadt Neumarkt ihr Trink-, Brauch- und Löschwasser bisher zu über 90 Prozent aus dem Gewinnungsgebiet "Miss". Da es in diesem Bereich überwiegend sandigen Boden gibt, der eine hohe Qualität aufweist, ist dieser auch seit je her für die Rohstoffgewinnung interessant.

Schon im Rahmen der Ausweisung des Trinkwasserschutzgebietes "Miss" in den Jahren 1996 bis 1998 musste deshalb eine Kompromisslösung zwischen den beiden Nutzungen Trinkwassergewinnung und Sandabbau gefunden werden. Schließlich gab es für den Sandabbau geltende Verträge der Gemeinde Helena, die von der Stadt Neumarkt im Rahmen der Gemeindegebietsreform 1972 übernommen werden mussten.

Im Rahmen der Ausweisungen des Trinkwasserschutzgebietes wurden damals bereits von der Regierung der Oberpfalz sogenannte Abbaufenster innerhalb des neuen Trinkwasserschutzgebietes installiert. Diese finden sich auch in der Regionalplanung der Planungsregion 11 als sogenannte Vorrang- oder Vorbehaltsflächen wieder. Auf diese Weise sei eine mögliche Sandgewinnung innerhalb des Trinkwasserschutzgebietes "Miss" durch die Vorbehaltsflächen begrenzt. Weitere Regularien, wie etwa die Tiefe des Sandabbaus und andere Details wurden in die Schutzgebietsverordnung 1998 mit aufgenommen.

Auf einen ganz wichtigen Punkt weist Oberbürgermeister Thumann in dem Zusammenhang auch hin: Genehmigungsbehörde für den Sandabbau ist das Bergamt in Bayreuth, nicht die Stadt Neumarkt. "Flitz"-Äußerungen, wonach die Stadt den Sandabbau verbieten könnte, zielten daher ins Leere. Die Stadt könne in dem Zusammenhang nur im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ihre Einwände einbringen und gerade im Hinblick auf den Trinkwasserschutz entsprechende Bedingungen vorschlagen. Dies sei mit dem Beschluss des Bausenats auch so erfolgt.

Schon seit vielen Jahren werde von den Stadtwerken darüber hinaus der Sandabbau beobachtet und eventuelle Verstöße zur Anzeige gebracht. Dies sei aber seit Jahren nicht mehr der Fall gewesen. Seit langem läuft die Zusammenarbeit zwischen Stadtwerken und den sandabbauenden Firmen problemlos und im Einvernehmen. Aus Sicht der Stadtwerke kommt es daher durch den von der Firma Sand- und Baustoffwerke Neumarkt beantragten Sandabbau auf der Flurnummer 1261 "zu keiner signifikanten Änderung des Gefährdungspotentials für das Grundwasser der Brunnen "Miss"."

Dies gelte allerdings nur, wenn alle Auflagen und Bestimmungen aus dem Bescheid durch die sandabbauende Firma eingehalten werden. Darüber hinaus sei es notwendig, laufend die Abbauphase zu überwachen und zu kontrollieren. Dies werde auch so geschehen.
26.06.13
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