Weniger Schüler

NEUMARKT. Die Gesamtschülerzahl an den Grund- und Mittelschulen der Oberpfalz gehen heuer genauso zurück wie die Zahl der Schulanfänger.

In der Oberpfalz gibt es zum Schuljahresbeginn 351 Grund- und Mittelschulen, davon 15 in privater Trägerschaft. Ursache für diese Verminderung ist die Auflösung dreier öffentlicher Haupt- und Mittelschulen (Aufhausen-Sünching, Beratzhausen, Zeitlarn), sowie die Neugründung der Grundschule und Mittelschule Wenzenbach. Die Mittelschule ist dem Schulverbund Naab-Regen beigetreten. Die bisherige Hauptschule Schmidgaden trat als neue Mittelschule dem Schulverbund Nördliches Naabtal bei. Damit haben alle staatlichen Hauptschulen in der Oberpfalz innerhalb von drei Jahren die Bezeichnung Mittelschule erhalten.

Im Zuge der Errichtung der neuen Mittelschule in Wenzenbach (Landkreis Regensburg) entstand damit auch eine neue selbstständige Grundschule mit eigens zu wählenden Elternbeiräten und eigenen Lehrerkonferenzen. Schulleitung und Verwaltungssekretariat bleiben für beide Schulen zuständig.

Die Grundschule am Schlossberg sowie die Mittelschule am Schlossberg in Regenstauf bekamen zum neuen Schuljahr zwei getrennte Schulleitungen.

Der Betrieb an der privaten Montessori-Schule in Rappenbügl (Landkreis Schwandorf) ruht im Schuljahr 2012/2013 wegen zu geringer Schülerzahl.

Von den 14 aktiven Privatschulen sind im Schuljahr 2012-2013 im Regierungsbezirk Oberpfalz neun reine Grundschulen, drei Grund- und Hauptschulen sowie zwei Mittelschulen.

Die Schullandschaft der staatlichen Oberpfälzer Grund- und Mittelschulen gliedert sich damit im neuen Schuljahr in 234 aktive Grundschulen und 99 staatliche aktive Mittelschulen. Von den Mittelschulen sind vier in Einzelstandorten und 95 Mittelschulen in insgesamt 34 Verbünden organisiert.

Die größten Grund- und Mittelschulen der Oberpfalz sind die Mittelschule Neutraubling (Landkreis Regensburg) mit 645 Schülern in 32 Klassen und die Josef-Hofmann-Grundschule Neutraubling mit 517 Schülern in 23 Klassen. Die kleinsten staatlichen Grundschulen befinden sich in Kemnath bei Fuhrn mit 26 und in Trausnitz mit 27 Kindern in zwei Klassen (beide Landkreis Schwandorf).

Die Gesamtschülerzahl im Vergleich zur amtlichen Statistik des Vorjahres und den aktuellen Schülerzahlen des Kultusministeriums an den Grund- und Mittelschulen der Oberpfalz ging um 1989 Schüler (3,45 Prozent) auf jetzt 55.675 Schüler zurück. Die Zahl der Schulanfänger beträgt 8.588 und ist damit um 283 (3,2 Prozent) Erstklässler geringer als im Vorjahr. Die Grundschulen besuchen 2012/13 insgesamt 35.820 Schüler (Rückgang 1.209 Schüler = 3,3 Prozent), die Mittelschulen 19.855 Schüler (Rückgang 780 Schüler = 3,8 Prozent).

Die vorläufige Auswertung der Amtlichen Schuldaten zum 1. August 2012 ergibt für die Oberpfalz folgenden Planungsstand:

An den staatlichen Grundschulen werden insgesamt 182 jahrgangskombinierte Klassen gebildet, in denen Schüler der 1./2., 2./3. oder der 3./4. Jahrgangsstufe miteinander unterrichtet werden.

Die Zahl der Klassen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 2.658, das sind 70 weniger als im Vorjahr. An den Grundschulen gibt es 1.662 (Rückgang um 44 Klassen) und an den Mittelschulen 996 Klassen (Rückgang um 26 Klassen).

Die Mindestschülerzahl pro Klasse beträgt entsprechend den Vorgaben des Kultusministeriums in der Grundschule 13, in der Hauptschule 15. Bei Mittelschulen in Verbünden kann diese Mindestzahl auch unterschritten werden.

Die zulässige Schülerhöchstzahl liegt in der 1. Jahrgangsstufe bei 28, in der 2. und 3. Jahrgangsstufe bei 29, bei allen anderen Jahrgangsstufen bei 30 Schülern.

In der Oberpfalz gibt es nur fünf Klassen (= 0,2 Prozent) mit 30 Schülern, aber auch 199 Klassen (= 7,4 Prozent) mit bis zu 15 Schülern. In 38 Prozent aller Grund- und Mittelschulklassen sitzen nur 16 bis 20, in 43 Prozent 21 bis 25 Schüler.

Um Klassen mit einem Schüleranteil von mehr als 50 Prozent Migrationshintergrund zu entlasten, wurde dort vom Kultusministerium die Schülerhöchstzahl auf 25 begrenzt und zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt. Damit konnten in den Schulamtsbezirken Amberg, Schwandorf und Regensburg insgesamt zwölf Klassen zusätzlich gebildet werden.

Die durchschnittliche Schülerzahl in einer Grundschulklasse beträgt 21,42 Schüler, in einer Mittelschulklasse 19,97 Schüler.

Übertritte an andere Schularten

Zum neuen Schuljahr treten in der Oberpfalz insgesamt 64,6 Prozent aller Grundschüler aus der 4. Jahrgangsstufe an Gymnasien (34,3 Prozent) und an Realschulen (30,3 Prozent) über. 35,3 Prozent der Viertklässler setzen ihre Schullaufbahn an der Mittelschule oder Hauptschule fort. Somit übernehmen die Mittelschulen/Hauptschulen nach wie vor den größten, wenn auch gegenüber den Vorjahren abnehmenden Schüleranteil aus der 4. Jahrgangsstufe.

Im Vorjahr betrug die Quote aller Übertritte an Gymnasien und Realschulen am Ende der Grundschule 64,4 Prozent.

Laut vorläufiger Statistik besuchen im neuen Schuljahr in der Oberpfalz 4.759 Schüler insgesamt 240 Mittlere-Reife-Klassen der Jahrgangsstufen 7 - 10.

Im Schuljahr 2012/13 sind an 36 Mittelschulen und 30 Grundschulen in der Oberpfalz 189 Ganztagsklassen (Vorjahr: 188) eingerichtet. Diese bieten eine ganztägige, rhythmisierte schulische Betreuung an, in der Phasen des Lernens, Übens, der Entspannung und Freizeit abwechseln. Neben den bestehenden und teilweise erweiterten Angeboten an den bisherigen Standorten genehmigte das Kultusministerium neu die Grundschule am Napoleonstein Regensburg, die Grundschule Hohes Kreuz Regensburg, die Mittelschule Velburg sowie die Martini-Mittelschule Freystadt.

Daneben besteht an einer Reihe von Schulen ein offenes Ganztagesangebot mit Hausaufgabenbetreuung, speziellen Fördermaßnahmen und Freizeitaktivitäten am Nachmittag.
06.09.12
Neumarkt: Weniger Schüler
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