Pavillons und blaue Steine

Die Lenkungsgruppe traf sich diesmal in Beratzhausen
NEUMARKT. Künstlerische Info-Pavillons und blau gefärbte Dolomit-Steine sollen Radler und Wanderer zwischen Neumarkt und Regensburg leiten.
Das Leader-Kooperationsprojekt "Tal der Schwarzen Laber" der Landkreise Regensburg und Neumarkt hat das Ziel, die touristische Infrastruktur zu optimieren und das Gebiet zwischen Neumarkt und Regensburg als Fahrrad- und Wanderregion zu bewerben. Entscheidungen über Projekte und Vorgehensweisen trifft die Lenkungsgruppe, der von Seiten des Landkreises Neumarkt die Bürgermeister Bernhard Kraus, Velburg und Josef Bauer, Parsberg sowie Michael Gottschalk und Christine Riel vom Landratsamt angehören.
In ihrer dritten Sitzung im Zehentstadel Beratzhausen wurden unter Leitung von Projektmanager Sven Päplow wichtige Ergebnisse präsentiert – unter anderem das neue Logo "Tal der Schwarzen Laber" - und weiterführende Abstimmungen erzielt, die von Päplow umgesetzt werden.
Das neue Logo lehnt sich gestalterisch und inhaltlich an das bereits bekannte Logo der "Oberpfälzer Juratäler" an, das der Landkreis Neumarkt touristisch verwendet. Geografisch zählt das Gebiet der Schwarzen Laber zum Bayrischen Jura und zeigt auch im Logo typische Elemente dieser ursprünglichen Kulturlandschaft. Zu sehen sind die typische Flusslandschaft mit Magerrasen, Kalkfelsen und Wachholderbüschen. Das Logo ziert künftig die geplante und in Entstehung befindliche Rad-Wander-Karte, einen Erlebnisführer, die Website, gebietsübergreifende und lokale Informationstafeln sowie Werbematerialien.
Für diese Publikationen wurde auch eine Grundgestaltungslinie entwickelt und von der Lenkungsgruppe für gut befunden. Künftig sollen sich alle Veröffentlichungen im Rahmen des Kooperationsprojektes "Tal der Schwarzen Laber" im "einheitlichen Layout" präsentieren. Dabei werden Elemente schon bestehender Produkte aus den Landkreisen Regensburg und Neumarkt aufgenommen und miteinander vereint.
Vorrangiges Ziel aller Bemühungen ist die Optimierung der touristischen Infrastruktur. Grundlegend dafür sind Durchgängigkeit und Qualität des Rad-Wanderweges. Aufwertungsmaßnahmen in einigen Teilbereichen sind daher unumgänglich, sollen aber naturnah umgesetzt und abgestimmt werden, so die Landräte Albert Löhner und Herbert Mirbeth.
Als Besonderheit und verbindendes Merkmal sollen farbige Lesesteine dienen. 60 bis 90 Zentimeter große Dolomitsteine finden sich ab September in regelmäßigen Abständen entlang des Rad-Wander-Weges. Diese Steine werden in Anlehnung an das Logo blau eingefärbt und haben zwei Funktionen: Sie dienen der Unterstützung der Wegführung an unübersichtlichen Stellen und wirken als einprägendes Merkmal entlang der Schwarzen Laber.
Einen zweiten wichtigen Baustein für die Optimierung der touristischen Infrastruktur stellen die Informationsstationen dar. Diese künstlerisch gestalteten, pavillonartigen "Häuschen" sollen zunächst in sechs Labertal-Gemeinden im Laufe des nächsten Jahres in Flussnähe aufgestellt werden. Die Lenkungsgruppe konnte sich nach der Vorstellung eines Modells durch den Künstler Willi Hengge (Untereinbuch) auf eine einheitliche Grundform einigen.
17.08.12
Neumarkt: Pavillons und blaue Steine