"Schnellere Diagnose"


Der neue Kernspintomograph
NEUMARKT. Das Klinikum Neumarkt und Priv. Doz. Dr. Dr. Georg Küffer konnten am Montag die offizielle Inbetriebnahme eines neuen MRT-Gerätes in den Klinikräumen bekanntgeben.

Die Magnetresonanztomographie (MRT), oder auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Körperorgane, von Muskeln und Gelenken, von Hirn- und Nervenstrukturen und sämtlichen übrigen Körpergeweben, um krankhafte Veränderungen erkennen zu können. Dabei werden in einem sehr starken Magnetfeld mit elektromagnetischen Impulsen die Wasserstoffatome im menschlichen Körper angeregt und geordnet. Aus dem Bewegungssignal der angeregten Atome werden über ein aufwändiges technisches Verfahren jene Bilder erzeugt, welche dem darauf spezialisierten Arzt, dem Radiologen, die Diagnose ermöglichen.

Die Magnetresonanz-Technologie hat in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Einzug in den Klinikalltag gehalten. Wesentliche Vorteile dieses Systems sind die bei bestimmten Fragestellungen oftmals bessere Darstellbarkeit vieler Organe gegenüber anderen Untersuchungsmethoden. Insbesondere Hirn- und Nervenstrukturen werden mit dieser Technik bis in kleinste Details sichtbar gemacht. Zudem kommt das Verfahren im Gegensatz zur Röntgentechnik komplett ohne Röntgenstrahlung oder Hochfrequenzstrahlung im UKW-Bereich aus.

Seit 1997 befindet sich in Neumarkt ein Kernspintomograph. In einer Kooperation zwischen dem Klinikum und dem niedergelassenen Radiologen Priv. Doz. Dr. Dr. Georg Küffer dient dieses in der baulich angeschlossenen Radiologischen Praxis der Diagnostik von stationären und ambulanten Patienten. Nachdem in den vergangenen Jahren die Untersuchungszahlen ständig angestiegen sind, war die Kapazitätsgrenze dieses Gerätes erreicht.

Die beiden Kooperationspartner haben sich dazu entschlossen, einen weiteren Kernspintomographen in den Klinikräumen einzubauen. Nach knapp vier Monaten Bauzeit konnte dieses Gerät, ein 1,5 Tesla-Gerät der neusten Generation, jetzt offiziell in Betrieb genommen werden. Es befindet sich im Erdgeschoss des Klinikums in den Funktionsräumen der Klinik für Radiologie. Der Kernspintomograph steht jetzt den Patienten des Klinikums und den Patienten der Radiologischen Praxis werktags zu den üblichen Praxiszeiten zur Verfügung. Eine Erweiterung der Betriebszeiten ist geplant.

Dr. Küffer ist hocherfreut über das zusätzliche Gerät. "Es bedeutet einen deutlichen Kapazitätsgewinn. Stationäre Patienten des Klinikums und ambulante Patienten können jetzt wesentlich schneller diagnostiziert werden."

Auch Dr. Thomas Ebersberger, Chefarzt der Klinik für Radiologie, begrüßt die Aufstellung des neuen Kernspintomographen. "Die Patienten des Klinikums können mit modernster Technik untersucht werden, was die Qualität der medizinischen Versorgung weiter steigern wird". Die neueste Gerätegeneration bringe außerdem eine deutliche Verbesserung des Patientenkomforts wegen der lichteren Bauweise sowie der geringeren Lautstärke während der Untersuchung mit sich.

Nicht zuletzt steigere sich die Attraktivität der Klinik für Radiologie für junge Nachwuchsärzte deutlich. Gerade in Zeiten, in denen junge Assistenzärzte rar seien, biete eine auf der Höhe der Zeit ausgestattete Klinik einen Standortvorteil gegenüber Kliniken, die der technischen Entwicklung nicht oder verspätet folgen, sagte Ebersberger.
18.06.12
Neumarkt: "Schnellere Diagnose"
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