Offiziell aufgenommen


Bürgermeisterin Ruth Dorner, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, Oberbürgermeister Thomas Thumann und Ralf Mützel vom Amt für Nachhaltigkeitsförderung Neumarkt (v.l.)
Foto: Bundesumweltministerium
NEUMARKT. Nun ist es offiziell: Die Stadt Neumarkt ist von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen im Wettbewerb "Masterplan 100 % Klimaschutz" ausgezeichnet und in das Förderprogramm aufgenommen worden.

neumarktonline hatte bereits im April die Entscheidung öffentlich gemacht (Bericht hier).

Bundesumweltminister Dr. Röttgen hatte dabei insgesamt 19 Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezeichnet, die sich "aufgrund besonderer Erfahrungen im Klimaschutz und in der Reduzierung des Energiebedarfs" bei diesem Wettbewerb durchgesetzt hatten.

Oberbürgermeister Thomas Thumann nahm zusammen mit der Bürgermeisterin und Klimaschutzreferentin Ruth Dorner und Ralf Mützel vom Amt für Nachhaltigkeitsförderung von Bundesumweltminister Dr. Röttgen die Auszeichnungsurkunde und den Förderbescheid in Empfang. Für ihn zeigt diese erneute Würdigung der Stadt einmal mehr, dass Neumarkt bundes- und sogar europaweit einen guten Ruf in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz besitzt. Dies hätten auch die zahlreichen Auszeichnungen in diesem Bereich, wie zuletzt der Ende April an die Stadt verliehene internationale Preis "Climate Star 2012" des Klimabündnisses, bereits eindeutig belegt.

"In Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz wird unser Name immer wieder genannt und es werden unsere Beispiele und Leistungen gewürdigt", so Oberbürgermeister Thumann. "Auch bei der Aufnahme in das Förderprogramm "Masterplan 100 % Klimaschutz" ist deutlich geworden, dass wir längst in einer ganz besonderen Liga mitspielen. Denn die Aufnahme in das Förderprogramm setzt ja schon vielfältige Aktivitäten und Leistungen in diesem Bereich voraus."

Bürgermeisterin Dorner freute sich ebenso wie Oberbürgermeister Thumann und Ralf Mützel über die Auswahl der Stadt Neumarkt in dieses Förderprogramm. Für sie sei es bemerkenswert gewesen, dass hier Neumarkt und die anderen Städte zusammen mit dem Ministerium "auf Augenhöhe" gesprochen haben. Es habe sich gezeigt, dass es ein anspruchsvolles Thema sei, dessen Dringlichkeit durch den neuesten Bericht des "Club of Rome" noch ´deutlicher geworden sei. Man habe bei den Gesprächen in Berlin aber auch gemerkt, wie anspruchsvoll das Thema in seiner Gesamtheit sei. Für sie sei es ebenfalls eine tolle Bestätigung für die Stadt, dass Neumarkt hier in einer Reihe herausragender Kommunen genannt und gefördert werde.

Ziel des Förderprogramms des Bundesumweltministeriums ist es, in den kommenden vier Jahren in den Kommunen den Bereich Erneuerbare Energien voran zu treiben. Dazu gehört es auch, die Energieeffizienz auszubauen, die Gebäudesanierung zu unterstützen, die Elektromobilität zu forcieren oder in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Die unterschiedlichen Ansätze sollen in einem strategischen Gesamtkonzept, einem "Masterplan" zusammengefasst werden.

Bundesumweltminister Dr. Röttgen betonte den Vorbildcharakter des Projektes und die besondere Stellung der ausgewählten 19 Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich gerade wegen besonderer Erfahrungen im Klimaschutz und in der Reduzierung des Energiebedarfs bereits hervorgetan haben. Neben Neumarkt ist aus Bayern nur noch die Stadt Kempten mit dabei. Die bayerischen Kommunen befinden sich dabei in guter Gesellschaft von bekannten Städten wie Frankfurt am Main, Heidelberg oder Hannover.

Im Rahmen des Förderprogramms "Masterplan 100 % Klimaschutz" bekommt die Stadt Neumarkt 80 Prozent Zuschuss für die insgesamt 400.000 Euro förderfähigen Kosten. Sie erhält somit einen Förderbetrag von 320.000 Euro. Damit sollen die vielfältigen Aktivitäten in Neumarkt im Bereich Energieeinsparung, Energienutzung und Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammengeführt und in einem Masterplan gebündelt werden.

Dabei gehe es auch darum, Bürger zu motivieren, um sich zum Beispiel für die Bereich Gebäudesanierung, Elektromobilität oder andere Klimaschutzmaßnahmen zu engagieren. Mit dem bereits im Jahr 2007 erstellten Energienutzungsplan und dem Klimaschutzfahrplan habe die Stadt Neumarkt eine gute Basis dafür geschaffen. Nun gelte es, Strategien für die Sektoren öffentliche Gebäude, Gewerbe und Handel, Dienstleistung, private Haushalte, Verkehr sowie Industrie zu erarbeiten. Ziel des Masterplans soll es sein, die CO2 Bilanz fortzuschreiben, ein effizientes Klimaschutzmanagement zu installieren, ein Controlling zu ermöglichen und ausgewählte Klimaprojekte in Neumarkt voran zu bringen.
08.05.12
Neumarkt: Offiziell aufgenommen
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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