Daheim ungeschlagen
NEUMARKT. Die Heimserie der Staufer Basketball-Herren hat gehalten, doch es war ein schwacher Auftritt, den das Team um Trainer Tom Gieritz beim 78:68 gegen den TV Passau ablieferte.
Da sich am Wochenende der härteste Konkurrent um Tabellenplatz zwei, der TV Augsburg, einen erneuten Ausrutscher leistete, verbleiben die Korbjäger des SV Stauf damit der letzte ernstzunehmende Verfolger von Spitzenreiter Tegernheim.
In der Form vom Sonntag dürfte des Rennen um den Aufstieg in die 2. Regionalliga aber für den SV kaum realistisch sein. Viele Höhen und Tiefen präsentierten die Hausherren in der Partie gegen den Achtplatzierten aus Niederbayern, der sehr spät anreiste. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn waren lediglich vier Passauer in der Halle der Mittelschule West. Vielleicht ließen sich einige SV-Akteure schon dadurch beim Aufwärmen regelrecht einlullen.
Nach dem Sprungball zum Start der Partie agierten die Hausherren fahrig und lagen 0:5 zurück. Zur Hälfte des ersten Viertels stand es auch erst 6:5 in einer sehr trägen Auftaktphase, den Abschnitt schenkten die Hausherren aber doch noch 14:19 her. Erst dann nahmen sie Fahrt auf und bekamen die Kontrolle. Mit viel mehr Tempo und Einsatz gelang ein sehr gutes Viertel. Angeführt von Center Michael Reinlein, mit 18 Punkten bester Staufer, und Alexander Reichert (13) setzte sich der SV deutlich ab. Zur Halbzeit stand bereits eine vermeintlich beruhigende 41:32-Führung auf der Anzeigetafel.
Nach der Pause packten die Staufer noch ein paar Zähler drauf, ohne aber wirklich glänzen zu können. Auf satte 19 Punkte wuchs der Vorsprung an. Doch wie es oft so ist, ließ der scheinbar sichere Sieg die Konzentration und den Willen verpuffen. Passau spielte einfach weiter, kämpfte und kam besonders durch Center Benjamin Mayer (21 Zähler) langsam aber sicher näher. Zum Ende des dritten Viertels war der Halbzeitabstand bereits wieder erreicht (61:53).
Es sollte noch enger werden. Denn die eigentlichen Staufer Scorer Peter Prowosonik (14 Punkte bei schwacher Wurfquote) und Tim Gieritz, der sogar ohne Korberfolg blieb, hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Mit einigen fragwürdigen Entscheidungen im Angriff und überhastetem Abschluss verspielte der SV sein gesamten Polster. Drei Minuten vor dem Ende waren die Niederbayern bis auf einen Punkt herangerückt. Doch dann besann sich das Team wieder auf das Teamspiel und brachte mit zwei guten Angriffen die Partie doch noch sicher nach Hause – der neunte Sieg im neunten Heimspiel.
Am kommenden Sonntag (17 Uhr) braucht es aber eine deutlich konstantere Leistung, um beim starken Aufsteiger in Schwandorf bestehen zu können.
28.02.12
Neumarkt: Daheim ungeschlagen