Es gibt Zwischenzeugnisse

NEUMARKT. Für das Schuljahr 2011/2012 erhalten die Schüler an den Oberpfälzer Schulen wie immer am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Woche im Februar, ihre Zwischenzeugnisse.

Damit wird von der Schule eine erste Bilanz über bisher erbrachte Leistungen vorgelegt, ein objektiver Blick auf die Ergebnisse der zurückliegenden Arbeit ermöglicht und auf die sich abzeichnenden Stärken und Schwächen. So kann das Zwischenzeugnis Ausgangspunkt für individuelle Fördermöglichkeiten sein, sei es um Leistungen noch zu steigern oder Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegentreten zu können, hieß es.

Den Lehrkräften steht ein breites Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung um mögliche Defizite und Schwächen auszugleichen, in jedem Falle aber zu mildern. Die bisher erbrachten Leistungen bieten eine sehr gute Basis für eine eingehende Analyse der Lernausgangslage um entsprechende Hilfen gezielt und Erfolg versprechend ansetzen zu können.

Regierungsvizepräsident Johann Peißl rät den Eltern in dem Zusammenhang zu einem bedachten Gespräch mit ihren Kindern und zu einer ruhigen und sachlichen Aufarbeitung der vorliegenden Ergebnisse. Dabei gilt der Grundsatz, dass positive Leistungen anerkannt werden sollten und das Zustandekommen schlechter Noten gemeinsam abzuklären wäre. "Durch die hohe Durchlässigkeit unseres Schulsystems stehen jedem Schüler die unterschiedlichsten Bildungswege offen", unterstreicht der Regierungsvizepräsident.

Die betroffenen Eltern sollten auch wissen, dass es sich bei den Zwischenzeugnissen um eine Benachrichtigung über den gegenwärtigen schulischen Leistungsstand handelt, die keine abschließende Beurteilung mit Urkundencharakter hat, wie sie das Jahreszeugnis darstellt.

In der Jahrgangsstufe 4 haben die Schüler schon am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Unterrichtswoche des Monats Januar statt eines Zwischenzeugnisses einen Zwischenbericht über ihre Leistungen in allen Fächern. Anfang Mai wird ihnen dann ein Übertrittszeugnis ausgehändigt. Das Jahreszeugnis wird schließlich am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgestellt.

Eltern sollten schon im Vorfeld der Zeugnisausgabe mit ihrem Kind über die zu erwartenden Resultate sprechen, so Regierungsvizepräsident Johann Peißl, um unangenehme Überraschungen und Fehlreaktionen zu vermeiden.

Es ist dabei sehr wichtig, nicht mit Lob für positive Leistungen zu sparen, auch wenn sie nur in einzelnen Fächern erbracht wurden oder große Schwächen aufgebessert werden konnten. Vergleiche mit Geschwistern oder Freunden, die bessere Zensuren haben, führen sicher nicht zur erwünschten Motivation, stellen unter Umständen das Kind eher bloß. Man sollte bedenken, dass jeder Schüler individuelle Lernvoraussetzungen hat und schulische Minderleistungen des Kindes nicht als persönliche Kränkung aufzufassen sind, was ansonsten noch zusätzlich belasten würde.

Zum pädagogisch angemessenen Umgang mit den Zensuren sind Eltern und Lehrkräfte zunächst die besten Ansprechpartner. Institutionelle Unterstützung bietet zum Beispiel die Staatliche Schulberatungsstelle, Telefon 0941/22036, Email: buero@sbopf.de. Sie steht mit Empfehlungen für individuelle Beratungen zur Verfügung. Daneben geben Beratungslehrkräfte sowie Schulpsychologen fachmännische Auskunft.

Eine Liste der Schulpsychologen im Landkreis Neumarkt können sich neumarktonline-Leser hier herunterladen (PDF, 45 kb)
17.02.12
Neumarkt: Es gibt Zwischenzeugnisse
Telefon Redaktion


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