Sandgruben als Biotope


Die ehemaligen Sandgruben im Südosten sollen Biotope werden

NEUMARKT. Der Landschaftspflegeverband startet ein neues Sandbiotop-Verbundprojekt zur Förderung der Sandlebensräume in den Neumarkter Sanddünen südöstlich der Stadt.

Dabei werden für die ehemaligen Sandgruben - teilweise gute Lebensräume für viele seltene, auf Sand spezialisierte Tier- und Pflanzenarten - Bestandsaufnahmen zur Tier- und Pflanzenwelt gemacht sowie Pflege- und Entwicklungsvorschläge erstellt. Um diese Maßnahmen umzusetzen, spiele die Zusammenarbeit mit den sandabbauenden Firmen eine entscheidende Rolle, hieß es.

Daher setzt sich zum Projektauftakt der Landschaftspflegeverband zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde, die dieses Projekt unterstützt und fördert, und mit den beiden Sandabbaufirmen Klebl und Egner an einen Tisch, um die Ziele und mögliche Maßnahmen, insbesondere auch in den ehemaligen Sandabbaugruben, vorzustellen.

Georg Knipfer hatte sich im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes bereits in einigen ehemaligen Sandgruben umgesehen und einen genaueren Blick auf die hier vorkommende Tier- und Pflanzenwelt geworfen. Gerade die noch offenen Sandböschungen mit Silbergrasfluren oder Vorkommen der Blauflügeligen Ödlandschrecke seien Biotope von bayernweiter Bedeutung.

Auf diesen Lockersanden würden Tier- und Pflanzenarten leben, die sich ganz auf diesen besonderen Lebensraum spezialisiert hätten und sonst nirgends vorkämen. Oft könne man hier bereits mit kleineren Maßnahmen, wie die Entfernung von Kiefernsukzession an den Böschungen, die die Sandbiotope nach und nach zu sehr beschattet, viel für die auf die Lockersande spezialisierte Artengemeinschaft tun, hieß es.

Insgesamt werden zum Projektstart auf zehn Flächen in dem Flugsandgebiet südöstlich von Neumarkt das Vorkommen verschiedener Tiergruppen sowie die Pflanzenarten untersucht. Die Mehrzahl der Untersuchungsflächen betrifft ehemalige Sandabbaugruben westlich der B 8 sowie südlich und südöstlich von Lähr. Gerade die ausgedehnten Sandgruben mit Rand- und Übergangsbereichen könnten im angestrebten Sandbiotopverbund in den Neumarkter Sanddünen eine sehr wichtige Funktion einnehmen.

Daher setze hier der Landschaftspflegeverband zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbund für Vogelschutz ganz besonders auf die gute Zusammenarbeit mit den Sandabbaufirmen. Die Firma Egner hatte eine Sandkiefernwaldparzelle zur Verfügung gestellt, die im Rahmen der Landschaftspflege durch deutliche Auflichtungsmaßnahmen für die Artenvielfalt optimiert werden konnte. Gleich daneben wurde eine weitere Waldfläche der Firma als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme ökologisch aufgewertet. Auch hier plante und betreute der Landschaftspflege­verband die Maßnahmenumsetzung.

Die durch die Pflegemaßnahmen wieder offenen und strukturreichen Waldlflächen der Firma Egner seien ökologische Musterflächen für die riesigen, monotonen Sandkiefernwaldflächen in den Neumarkter Sanddünen, hieß es.
30.08.11
Neumarkt: Sandgruben als Biotope
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