"Stadt Neumarkt fehlt"

NEUMARKT. Der Ortsvorstand der Neumarkter SPD hatte sich mit Roland Hadwiger, dem Ansprechpartner der Bürgergenossenschaft "Jurenergie", zum Energiegespräch im SPD-Bürgerbüro getroffen.

Die Idee der Genossenschaft oder das Schlagwort "Energie in Bürgerhand" kam bei den Neumarkter Sozialdemokraten gut an.

Hadwiger sagte zu Beginn, dass sich die Genossenschaft, die vor einem Jahr gegründet wurde, zum Ziel gesetzt hat, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung im Landkreis zu erhöhen. Bisher fließen jährlich 500 Millionen Euro an Kapital für die Energieerzeugung aus dem Landkreis ab. Durch eine zunehmende autarke Energieversorgung bleibe die Wertschöpfung in der Region und die Bürger würden selbst zu regionalen Energieversorgern.

Langfristiges Ziel sei es, ein regionaler Energieversorger für die Region zu werden.

Nach einem Jahr Bestehen konnte Hadwiger berichten, dass sich die Idee mit der "Energie in Bürgerhand" sehr gut entwickele - vermutlich handelt es sich um die größte und erfolgreichste Genossenschaftsgründung in Bayern, hieß es.

Interessiert verfolgten die Genossen, welche Gemeinden bisher Flächen auf öffentlichen Dächern zur Errichtung von PV-Anlagen zur Verfügung stellten und stellen werde - die Stadt Neumarkt ist übrigens nicht dabei. Es habe schon Gespräche mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken gegeben, aber man habe "Jurenergie" mitgeteilt: "das machen wir selber".

Fraktionsvorsitzende Gertrud Heßlinger erklärte, dass sie für dieses Vorgehen kein Verständnis habe. "Was spricht denn dagegen, bestehende funktionierende Strukturen zu nutzen, und andererseits sich selber auch zu bewegen?", sagte Heßlinger.

Mit "Jurenergie" sei eine Beteiligung am "Windrad 1" in Neumarkt möglich, sagte Heßlinger - und dies sei ein erster Schritt in Richtung mehr Windenergie, wie parteiübergreifend gefordert. Die Stadtwerke Schwabach würden es vormachen: sie erwerben nämlich Anteile an einer Windkraftanlage in Neumarkt.

Fraktionsvorsitzende Gertrud Heßlinger regt an, dass "Jurenergie" in eine der nächsten Sitzungen des Werksenats oder des Stadtrats eingeladen werden soll, damit sich die Stadträte umfassend informieren können.

Günther Stagat und Wolfgang Fesich wiesen darauf hin, dass der Landkreis in Sachen regenerativer Energien mit einem Anteil von 34 Prozent sehr gut aufgestellt sei. Eine Vernetzung mit der Stadt und den Stadtwerken, um diese gute Position auszubauen, wäre nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.
30.05.11
Neumarkt: "Stadt Neumarkt fehlt"
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