"Matrix" soll erstellt werden


So oder so ähnlich soll der am Dienstag vorgestellt Kino-Komplex einmal aussehen

NEUMARKT. Eine Bayreuther Firma will für ein Groß-Kino auf dem ehemaligen Bauhofgelände bis zu 5,3 Millionen Euro investieren.

Am Dienstagabend wurde das Groß-Projekt von Firmen-Chef Michael Thomas und Architekt Hans-Jörg Horstmann im Neumarkter Stadtrat vorgestellt.

Im April soll der Stadtrat dann aus den bisher insgesamt drei oder vier verschiedenen Projekten auswählen.

Auf einer Fläche von insgesamt 2200 Quadratmetern sollen nach den Plänen der Firma Thomas sechs oder sieben Säle mit 770 bis 850 Sitzplätzen entstehen. Dazu kommt noch eine "Szene Gastronomie" mit etwa 100 Plätzen und ein Cafe oder Biergarten mit "Open-Air-Kino".

Zwei oder drei Kinoleinwände werden auch für 3D-Digital-Technik nutzbar sein.

Regelmäßig soll es in Neumarkt dann auch Bundes-Starts von Kino-Filmen geben, aber auch "Filmkunst" will man bieten, hieß es im Stadtrat.

Michael Thomas erinnerte in seiner Präsentation an die Frühzeiten des Unternehmens, als nämlich seine Großeltern in Böhmen Stummfilme live am Klavier begleiteten. Nach dem Krieg wurde in Bayreuth "bei Null" neu gestartet.

Inzwischen hat das Unternehmen in Nordbayern und Südthüringen an fünf "Monpol-Standorten" in Bayreuth, Kulmbach, Rudolfstadt, Saalfeld und Selb Kinos mit insgesamt 26 Sälen, die auf dem neuesten technischen Stand sind: 3D-Leinwände und "amphitheatergestuften" Sitzreihen inklusive.

In der Diskussion zerstreute Firmen-Chef Michael Thomas auch Bedenken von Stadträten, daß die Gewerbesteuer nach Bayreuth fließen werde: für das, was in Neumarkt erlöst wird, soll auch in Neumarkt Steuern bezahlt werden - "es wird Geld in Neumarkt bleiben".

Diskussionen gab es darum, ob der Stadtrat die Konzeptvorstellungen "zur Kenntnis " oder "zustimmend zu Kenntnis" nimmt. Einig war man sich, daß die Verwaltung beauftragt wird, "zusammen mit Vertretern des Stadtrates" (darauf legte Stadträtin Plankermann besonderen Wert) bis Ende März auf der Basis dieser Konzeptvorstellungen eine "Bewertungsmatrix" oder eine vergleichende Übersicht von vorliegenden Eckdaten zu erarbeiten und im April dem Stadtrat dann zur endgültigen Entscheidung vorzulegen. Dazu sollen dann auch die insgesamt drei Bewerber eingeladen werden.

Streit gab es dann allerdings prompt darüber, wie es weitergehen soll: parteiübergreifend meinten einige Stadträte, daß die Ergebnisse der "Matrix" den Bewerbern noch einmal vorgelegt werden sollen - damit die eventuell ihre Anhebote überarbeiten können. Andere Stadträte waren der Meinung, daß nach der Bewertung durch die Verwaltung schon die Stadträte endgültig entscheiden könnten.

Nach einer völlig unübersichtlichen Diskussion stimmte schließlich eine Mehrheit für den Schlußsatz, die Matrix solle als "Basis für eine nochmalige Bewerbung der drei Bewerber" gelten.
01.03.11
Neumarkt: "Matrix" soll erstellt werden
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