Noch ein Preis...


Die drei Auszubildenden heimsten weitere Preise ein

NEUMARKT. Urkunde und Geldpreis: Die Holz-Berufsgenossenschaft ehrt den "Jugend forscht"-Wettbewerbsbeitrag "Sicherheitsschraubstock".

Die als Aufsichtsbehörde für Sicherheit bei wodego und Rail.One zuständige Berufsgenossenschaft hob in der Begründung für die Preisverleihung hervor, dass die Auszubildenden Robert Gottschalk, Rainer Leithel und Tobias Schneiderbauer ohne Vorgaben und Anleitung eine Vorrichtung zur Verhinderung von Arbeitsunfällen entwickelt und selbst gebaut haben.

Der für die Betriebe verantwortliche technische Aufsichtsbeamte Jürgen Bünnagel überreichte am Dienstag im Ausbildungszentrum in Anwesenheit des Ausbildungsleiters Andreas Götz den drei Auszubildenden eine Urkunde sowie einen Geldpreis. Es war nicht die erste Auszeichnung für das Trio: Nachdem sie bei "Jugend forscht" in der Neumarkter Jurahalle ihren "Sicherheitsschraubstock" vorgestellt hatten (wir berichteten) errangen sie den Landessieg (wir berichteten) und wurden von Ministerpräsident Seehofer empfangen (wir berichteten). Im Herbst schaffte ihre Erfindung schließlich sogar einen fünften Platz beim Bundeswettbewerb (wir berichteten), was für die drei jungen Leute eine Reise nach Berlin nebst Empfang durch die Bundeskanzlerin bedeutete (wir berichteten)

Als Auszubildender zum Industriemechaniker arbeitet Robert Gottschalk (17 Jahre) nahezu täglich mit Tisch- oder Ständerbohrmaschinen. Nicht ganz ungefährlich, wie der Azubi der Pfleiderer-Tochter wodego feststellen musste. Als er ein dünnes und scharfkantiges Blech bohren wollte, verhakte sich der Bohrer und riss es aus dem Schraubstock. Robert Gottschalk griff reflexartig zum Notausschalter, streifte jedoch mit seiner Hand das Werkstück und zog sich eine Schnittverletzung zu.

Zusammen mit seinen Azubi-Kollegen Rainer Leithel (17 Jahre, wodego) und Tobias Schneiderbauer (19 Jahre, Rail.One) fand er eine Lösung, wie sich die Bohrmaschine automatisch abschaltet, sobald das Werkstück aus den Spannbacken gerissen wird oder sich der gesamte Schraubstock dreht. Eigens integrierte Druck- und Touch-Sensoren reagieren nun auf gefährliche Situationen und betätigen durch ein Signal bedienerunabhängig die Notabschaltung. Das Verletzungsrisiko wird erheblich vermindert.

Bereits im Oktober wurde das Projekt im Rahmen der Messe "Arbeitsschutz aktuell" mit dem alle zwei Jahre verliehenen Jugend-Arbeitsschutzpreis ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden die zwei Auszubildenden der Pfleiderer-Tochter wodego Robert Gottschalk und Rainer Leithel sowie Tobias Schneiderbauer, Auszubildender der Firma Rail.One, im Rahmen der Preisverleihung Leipzig für den "Sicherheitsschraubstock" mit dem dritten Platz und einer Siegesprämie geehrt.

Die drei Auszubildenden setzten sich gegen 25 weitere Projekte durch und mussten sich nur den Plätzen 1 (Rohrabschneider der Firma Fränkische Rohrwerke Königsberg) und 2 (Sicherheits-Rap von der Firma BASF Ludwigshafen) geschlagen geben.
30.11.10
Neumarkt: Noch ein Preis...
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