Derby verloren

NEUMARKT. Es war das erwartet heiße Oberpfalz-Derby in der Basketball-Bayernliga, doch den Ausgang hätten sich die Korbjäger des SV Stauf ganz anders vorgestellt.

Mit 73:78 unterlagen sie den Regensburg Baskets in eigener Halle. Es war die dritte Pleite in Folge für die so hoffnungsvoll gestartete SV-Mannschaft unter ihrem neuen Trainerduo Christian Frank und Marion Göhring.

Das Coachgespann musste eine katastrophale erste Halbzeit des Teams ertragen. Nur 26 Punkte gelangen den Staufern in 20 Minuten Spielzeit. Viele unerzwungene Ballverluste, eine schlechte Wurfauswahl und eine daraus resultierende schwache Wurfquote spielten den Regensburgern in die Karten, die ihrerseits aber ebenfalls nicht wirklich zu glänzen wussten. Immerhin reichte ihr ordentliches Passspiel für eine stabile Führung mit acht Punkten zum Ende des ersten Viertels (13:21) und zur Halbzeit (26:34).

Schonungslos nutzten die Regensburger die Staufer Schwäche aus: einmal mehr verteidigten die Staufer als Team sehr mäßig in Korbnähe und ließen den großen Mann der Regensburger, Johannes Wießnet, seinen Saisonschnitt (bisher unter zehn Punkte) mit einfachen Treffern nahezu verdoppeln. Dafür wurde zumindest der Gäste-Topscorer Thomas Gajzur (sonst fast 18 Punkte) auf acht Zähler eingebremst.

Nach der bisher schwächsten Saisonhälfte fand Trainer Frank in der Kabine die richtigen Worte, um seine Mannschaft zu aggressiverem Spiel und mehr Leidenschaft nach der Pause zu treiben.

Tatsächlich kamen die Hausherren den Regensburgern deutlich näher. Über nun gute Verteidigungsarbeit kam auch die Offensive in Schwung. Annähernd 50 Punke sollten den Frank-Schützlingen noch gelingen. Nach einer weiteren kleinen Staufer Schwächephase, als Regensburg sich deutlich im zweistelligen Bereich abgesetzt hatte, trafen endlich die SV-Würfe ihr Ziel.

Besonders aus der Distanz liefen die Scharfschützen heiß. Kapitän Roland Weigl gelangen vier Drei-Punkt-Treffer. Er war mit 15 Punkten neben Aufbauspieler Martin Deinhardt (ebenfalls 15) der Staufer Topscorer. Moritz Graf steuerte in einer starken zweiten Hälfe allein zehn Punkte (dabei zwei Dreier) bei. Insgesamt punkteten wieder fünf Staufer zweistellig.

Kurz vor Spielende waren die Staufer an Regensburg dran, konnten das bereits verloren geglaubte Spiel aber doch nicht mehr drehen. In den alles entscheidenden Situationen versagten die Nerven.

Zwei Wochen bleiben den Basketballern, um sich auf das nächste Spiel einzustellen. Dann wartet die schwere Auswärtsaufgabe beim Tebellenzweiten in Donauwörth.
02.11.10
Neumarkt: Derby verloren
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