Solidarität zugesichert


Auch Milchbauern aus dem Landkreis Neumarkt demonstrierten in Nürnberg mit.


Grußadressen an die Milchbauern im Feuerschein.
NEUMARKT. Auch zahlreiche Milchbauern aus dem Neumarkter Landkreis versammelten sich am Jakobsplatz in Nürnberg zu einer weiteren Montagsdemo, die die Milchbauern des BDM derzeit regelmäßig in ganz Deutschland verteilt organisieren.

Dabei erfahren sie nun auch zunehmend mehr Unterstützung von anderen gesellschaftlichen Gruppierungen. So konnte Manfred Gilch, BDM Vertreter für Mittelfranken, bei der Auftaktkundgebung am Jakobsplatz neben Verbrauchern auch Politiker, Vertreter von Bund Naturschutz und dem Bündnis gentechnikfreier Landkreis Roth/Schwabach begrüßen.

Man wolle mit den Montagsdemos der Öffentlichkeit und vorallem der Politik klar machen, dass die Milchmarktkrise politisch nach wie vor nicht gelöst sei, so Gilch. In einem Fackelzug marschierte der Demonstrationszug mit Plakaten, Schildern, lauten Kuhglockengeläut und Sirenen, dann durch die Fußgängerzone Richtung Rathaus.

Am Rathaus wurde zur Schlußkundgebung mit Fackeln ein Mahnfeuer entzündet unter dem Motto "Am Milchmarkt brennts, die Politik verpennts". Johannes Pfaller, Bundesbeirat des BDM, machte anschließend in seiner Rede deutlich, dass die derzeit von der Politik beschlossenen Subventionen für die Milchbauern "verbranntes Geld" sei, da damit keine nachhaltige Lösung für eine Mengensteuerung am Milchmarkt erreicht wird.

Symbolhaft wurde daraufhin von den protestierenden Bauern mit Geldscheinen bedrucktes Papier über das Mahnfeuer verbrannt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Weikert stellte in ihrem Grußwort nochmal heraus, dass ihre Landtagsfraktion voll hinter den Forderungen des BDM zum Milchmarkt nach einer bedarfsorientierten Milchproduktion stehe.

Marion Ruppaner, Agrarreferentin vom Bund Naturschutz Bayern sicherte die volle Unterstützung ihres Verbandes bei den weiteren Aktionen des BDM zu, da nur mit einer bedarfsorientierten Milchproduktion, wie dies der BDM fordere, der Erhalt bäuerlicher Betriebe sichergestellt und somit auch langfristig eine bäuerlich geprägte Kulturlandschaft erhalten und geschützt werden könne.

Auch Andrea Dornisch, Gesundheitsberaterin und Vertreterin vom Bündnis gentechnikfreier Landkreis Roth/Schwabach hob in ihrem Grußwort die Bedeutung gentechnikfreier, regional erzeugter Nahrungsmittel hervor, welche dauerhaft nur über eine regionale bäuerliche Landwirtschaft sichergestellt werden könnten.

Weitere Unterstützung bei ihren Protesten werden die Milchbauern jetzt auch von gewerkschaftlicher Seite erfahren. So berichtete BDM-Vertreter Manfred Gilch abschließend von Gesprächen, dass nun auch die mittelfränkischen Vertreter der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) angekündigt haben, die Proteste der Milchbauern zukünftig verstärkt unterstützen zu wollen.
18.11.09
Neumarkt: Solidarität zugesichert
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