"Konkrete Formen"


Vertreter der veschiedensten Organisationen trafen sich im Bürgerhaus.

NEUMARKT. Die Projekte, die im Rahmen des "Interkulturellen Forums" der Stadt Neumarkt diskutiert werden, nehmen konkrete Formen an.

Jetzt kamen 30 Vertreter der unterschiedlichen Organisationen im Bürgerhaus zusammen, um sich über die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Forums auszutauschen. Der Integrationsbeauftragte des Stadtrates, Rainer Hortolani, freute sich über die zahlreichen Initiativen und konkreten Pläne, die sich seit dem letzten Treffen im Herbst entwickelt haben.

Auch Jens Herwig, Regionalkoordinator beim Bundesamt für Migration in Nürnberg bestätigte, dass die Integrationsarbeit in Neumarkt "vorbildlich läuft". Ralf Mützel, Geschäftsführer des Bürgerhauses, moderierte das Forum und formulierte gemeinsam mit den Teilnehmern die bisherigen Zwischenergebnisse und die nächsten Schritte.

Zu Beginn des Treffens stand die Information im Vordergrund. Monika Rilk, Leiterin des CJD Neumarkt, erläuterte die Arbeitsweise im Rahmen des Jugendmigrationsdienstes und der Migrationserstberatung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Neumarkt. Die Aufgabe der Migrationserstberatung ist es demnach, den Integrationsprozess gezielt zu steuern und zu begleiten. Mit diesem Angebot haben Neuzuwanderer, ausländische Mitbürger und Spätaussiedler seit Januar 2005 eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle in Neumarkt.

Lothar Kraus, Sachgebietsleiter für Ausländerwesen beim Landratsamt, ergänzte die Ausführungen und stellte die Informationsbroschüre für ausländische Frauen vor, die im Rahmen der Agenda 21 Frauengruppe des Landkreises erstellt wurde. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit der Konzeption einer Neuauflage dieser Informationsbroschüre.

Schwester Gunda vom Kindergarten St. Johannes und Angelika Trummer, Co-Rektorin der Bräugassenschule, berichteten über die Erfolge bei der Sprachfrühförderung. So gibt es im Kindergarten in der Bräugasse einen Vorkurs "Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund", der in Kooperation mit der Schule durchgeführt wird. Ziel sei es, dieses Modell auf die anderen Kindergärten zu übertragen, die jeweils auf eine Partnerschule zurück greifen sollen, um ausländische Kinder frühzeitig beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen.

Ergänzend hierzu nannte Rainer Hortolani, bei der Volkshochschule verantwortlich für die Integrationskurse, die geplanten Deutschkurse für Eltern von ausländischen Kindern an den Schulen.

"Miteinander Feiern" ist ein weiterer Schwerpunkt des Interkulturellen Forums. So konnte der Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Vereins, Mehmet Altug, für das türkische Kinderfest im April Neumarkter Sportvereine und eine Gruppe spanisch sprechender Mitbürger für eine Kooperation gewinnen.

Für 2010 zum Stadtjubiläum ist dann in Abstimmung mit dem Projektbüro im Kulturamt ein großes "Fest der Kulturen" geplant, das gemeinsam vom Türkisch-Islamischen Verein, dem Verein Valores, der Gruppe spanisch sprechender Bürger sowie weiterer Gruppen durchgeführt werden soll.

Schließlich erläuterten Pfarrer Ernst Herbert und Celal Gögercin die Projektidee eines Infobriefes für ausländische Mitbürger, der in verschiedene Sprachen übersetzt und voraussichtlich über die Schulen verteilt werden soll. Der Inhalt des Briefes wird in einer Arbeitsgruppe zusammengestellt und soll ausländischen Mitbürgern als Erstinformation dienen.

In weitergehenden Überlegungen der Arbeitsgruppe soll eine Veranstaltung durchgeführt werden, bei der Defizite und Erfolgsfaktoren einer gelingenden Integration im Vorschulbereich und in der Grundschule näher betrachtet werden.

Die Arbeitsgruppen des "Interkulturellen Forums" sind offen für weitere Interessenten, hieß es. Auch können jederzeit neue Ideen eingebracht werden.

Kontakt: Bürgerhaus Neumarkt, Ralf Mützel, Telefon 09181/511038, E-Mail: buergerhaus@neumarkt.de
20.03.09
Neumarkt: "Konkrete Formen"
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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