Aufsichtsrte gewhlt


Die Stadtbusse sollen auch im neuen Jahr rollen.
Archivfoto: Erich Zwick
NEUMARKT. Der Stadtrat hat bei neun Gegenstimmen dem Gesellschaftsvertrag zur Grndung einer "Verkehrsbetriebe GmbH" zugestimmt.

Zuvor war Werksreferent Karl-Heinz Brandenburger mit einem weitergehenden Antrag gescheitert, fr die Busfahrer einen Tarif des ffentlichen Dienstes durchzusetzen.

Die Besetzung des Geschftsfhrers der neuen GmbH - man erwartete Stadtwerke-Chef Manfred Tylla fr diese Position - wurde in den nichtffentlichen Teil der teilweise turbulent verlaufenen Sitzung vertagt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates dagegen wurden ffentlich gewhlt: Thomas Gschneidinger und Herbert Fischer fr die CSU und Jakob Bierschneider und Josef Niebler fr die UPW - Oberbrgermeister Thomas Thuman und Stadtwerke-Referent Brandenburger sind automatisch ("geborene") Mitglieder.

Neben den grundstzlichen Gegnern einer GmbH von der Freien Liste Zukunft (FLitZ) kndigten Mitglieder der SPD Gegenstimmen an, falls die knftigen Busfahrer der GmbH nicht nach dem Tarif des ffentlichen Dienstes bezahlt werden. Brandenburger stellte sogar ausdrcklich einen entsprechenden Antrag, wurde aber glatt berstimmt.

Die FLitZ-Stadtrte Hans-Jrgen Madeisky und Johann Gloner outeten sich nicht unerwartet als grundstzliche Gegner der GmbH. Madeisky sah "keinerlei Vorteile" und unterstellte, da es einigen Stadtrten "ums Geld" geht. Eine GmbH sei schon deswegen unntig, weil er "heute erfahren" habe, da es sehr wohl Busunternehmen gegeben habe, die den Betrieb der Neumarkter Stadtbusse nach dem Rckzug der Firma Arzt (wir berichteten) weitergefhrt htten.

Dem Vorwurf, Stadtrte wollten mit der GmbH-Grndung nur Geld absahen, trat ein aufgebrachter Karl-Heinz Brandenburger entgegen: er bot sogar an, Madeisky seine "Bezge" als Aufsichtratsmitglied zu berweisen. Der antwortete prompt, er werde die Summe gerne an den Leb-mit-Laden weiterleiten.

FLitZ-Stadtrat Johann Gloner argumentierte gegen eine GmbH-Grndung, da der Betrieb der Stadtbusse auch ohne neue Firma nicht "ausschreibepflichtig" sei. Die GmbH-Grndung und ihre Begleitumstnde nannte Gloner einen "Skandal und nichts anderes". Der Oberbrgermeistr und die Stadtspitze wolle lediglich eine Firma haben, die nicht vom Stadtrat kontrolliert wird: "Der Stadtrat wird entmachtet!"

Sein Vorwurf, da bis heute keinerlei Kalkulation fr den Betrieb der Stadtbusse vorliegen, wurde auch bei der CSU aufgegriffen. Mit Bauchgrimmen wolle man trotzdem zustimmen, hie es von mehreren Vertretern der CSU. Bei der abschlieenden Abstimmungen gab es dann auch prompt zwei CSU-Gegenstimmen.
27.11.08
Neumarkt: Aufsichtsrte gewhlt
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