Titel verteidigt


Sie freuen sich, den Titel "Stadt der Weltdekade" für weitere zwei Jahre führen zu dürfen: Leitender Verwaltungsdirektor Josef Graf, Bürgermeisterin Ruth Dorner, Oberbürgermeister Thomas Thumann und Bürgerhaus-Chef Ralf Mützel.
Fotos: Erich Zwick

Sie kämpfen mit dem Flaggentuch – die Repräsentanten der
"Stadt der Weltdekade".
NEUMARKT. Neumarkt ist für weitere zwei Jahre "Stadt der Weltdekade". Sie ist die einzige Kommune weltweit, die diese Auszeichnung nach der Erstverleihung im Jahre 2006 verteidigt hat.

Die seltene Ehrung – im ersten Jahr hatten neben Neumarkt "nur" die Städte Hamburg und Heidelberg die strengen Kriterien erfüllt – hat eine "ungeheuere Außenwirkung", erklärte Oberbürgermeister Thomas Thumann am Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung des stolzen Prädikats (neumarktonline berichtete bereits am Vortag darüber). Dies sei ein weiterer Mosaikstein, auf dem Weg, die "Marke Neumarkt" im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

Während die Auszeichnung "im Rahmen der Weltdekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014" (so die komplette Bezeichnung) in ganz Deutschland, ja sogar weltweit das Ansehen der Stadt mehrt, können vermutlich die meisten Bürger der Stadt mit dem vielleicht etwas "geschraubten" Begriff noch wenig anfangen.

"Wir stehen erst am Anfang einer Kampagne", bekannte auch Bürgermeisterin Ruth Dorner freimütig, "aber wenn sich erst einmal fünf Prozent unserer Bürger als Bewohner einer ‚Stadt der Weltdekade’ fühlen, haben wir schon einen Durchbruch geschafft."

Die erneute Auszeichnung ist den Verantwortlichen freilich nicht so einfach in den Schoß gefallen. Sie mussten ihre Erstbewerbung aus dem Jahre 2006 noch einmal kräftig "toppen", um die Konkurrenten abzuschütteln.

Die Stichworte dazu braucht man dazu eigentlich nicht zu wiederholen; das Bürgerhaus als Keimzelle eines "Zentrums für Bürgeraktivierung und Bürgerbeteiligung" macht ja ganzjährig von sich reden. Weitere Aktivposten sind das "nachhaltige Beschaffungswesen", der "Eine-Welt-Laden", das Klimaforum und nicht zuletzt die erste Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz mit der Nachhaltigkeits-Preisverleihung der "Neumarkter Lammsbräu". Diese Veranstaltung – so Oberbürgermeister Thomas Thumann – soll ein fester Bestandteil innerhalb der nachhaltigen Entwicklung in Neumarkt werden.

Am 26. November überreicht der Vorsitzende des Nationalkomitees, Prof. Dr. Gerhard de Haan, einer Neumarkter Delegation unter der Leitung von Oberbürgermeister Thomas Thumann die Urkunde, einen Stempel (!) und eine neue Flagge, obwohl die alte noch gar nicht verschlissen ist, was sich beim Fototermin am Mittwoch zeigte.

Außerdem darf die Stadt das UNESCO-Logo auf ihren Briefköpfen verwenden und dem "Normalbürger" bleibt es unbenommen, seine Briefe nicht mehr mit dem sterotypen "Mit freundlichen Grüßen" zu beenden, sondern mit "Es grüßt aus der Stadt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Erich Zwick
12.11.08
Neumarkt: Titel verteidigt
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