Lieblingsecken und Unorte


Architekturwoche-Organisator Johannes Berschneider und
Schirmherr der Veranstaltungsreihe, OB Thomas Thumann,
neben dem sechs Meter hohen Werbeturm.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Waren die vorausgegangenen drei "Architekturwochen" des Bundes Deutscher Architekten (BDA) vornehmlich auf ein interessiertes Fachpublikum zugeschnitten, so soll die bevorstehende vierte derartige Veranstaltung ein Leckerbissen für alle werden, denen ihre Heimatstadt Neumarkt ans Herz gewachsen ist.

Unter dem Titel "Zeitmaschine Architektur" lädt Organisator Johannes Berschneider vom 2. bis 5. Juni zu einer "Reise in die jüngere Vergangenheit und Zukunft der Baukultur in Neumarkt" ein. Die Schirmherrschaft für die BDA-Architekturwoche hat Oberbürgermeister Thomas Thumann übernommen.

Diese ehrenvolle Aufgabe übernahm das Stadtoberhaupt um so lieber, als Neumarkt zum ersten Mal einer der zehn Veranstaltungsorte der Architekturwoche ist, die sonst ihre Standorte nur in den großen bayerischen Metropolen hat.

Das kommt nicht von ungefähr, dass Neumarkt mit Städten wie Augsburg, Nürnberg-Fürth-Erlangen, Ingolstadt, Regensburg und München "glänzt", sondern ist dem rührigen BDA-Kreisvorsitzenden für Niederbayern-Oberpfalz, Architekt Johannes Berschneider, zu verdanken, der mit berechtigtem Stolz zusammen mit dem Oberbürgermeister neben dem eigens vor dem Rathaus errichteten Werbeturm posierte.

Der Turm steht nicht zufällig vor dem Rathaus; denn das Gebäude ist ein Programmteil der Architekturwoche, der sich mit dem Architekten Hanns Meier befasst, der durch seine Projekte wie kein anderer das neue Stadtbild mit dem Wiederaufbau geprägt hat. Er tat dies mit viel Gespür für das Historische im Altstadtbereich, eben Rathaus, aber auch mit neuen, modernen Bauten. Ihm sind eine Ausstellung und eine Abendveranstaltung gewidmet.

Bereits die Eröffnung der Architekturwoche - Montag, 2. Juni, um 19 Uhr in den Festsälen der Residenz - verspricht ein "Knüller" zu werden. "Neue Lieblingsecken - alte Unorte" ist eine filmische Entdeckungstour überschrieben, die die Schönheiten der Stadt präsentiert, aber auch den Finger in die Wunden legt, die es noch zu heilen gibt. Ein solches "Geschwür" kränkelt in der Bahnhofstraße schon über Jahrzehnte so vor sich hin.

Nicht minder spannend wird eine anschließende Podiumsdiskussion unter dem Titel "Blickwechsel - Vom Umgang neuen Bauens mit der Historie". Kompetente Gäste tauschen ihre Meinungen aus, wie man mit historischen Bauten umgehen soll, bzw. ob es sich lohnt, architektonisches Erbe zu konservieren oder weiterzuentwickeln.

Am Dienstag wird - ebenfalls in der Residenz und wieder um 19 Uhr - die Ausstellung "Architekt Hanns Meier - visionärer Gestalter eines neuen Neumarkt nach dem Krieg" eröffnet und Zeitzeugen und Weggefährten diskutieren auf dem Podium.

Am Mittwoch - gleicher Ort, gleiche Zeit - geht es um die "Energieeffizienz und Ästhetik in der Architektur", und Experten fachsimpeln über "energetische Sanierungen". Den Abschluss der Architekturwoche bildet eine Führung durch die ehemaligen Express-Werke in der Ingolstädter Straße (Beginn 17 Uhr). Architekt Johannes Berschneider und die Bauherrschaft Anna und Dr. Helmut Hofmann berichten, wie sie den Express-Werken neues Leben einhauchen.

Das ausführliche Programm ist in einem Flyer nachzulesen, der bei der Touristen-Info in der Rathauspassage erhältlich ist.
Erich Zwick
02.06.08
Neumarkt: Lieblingsecken und <i>Unorte</i>
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