850 Unterschriften übergeben

NEUMARKT. 850 Unterschriften gegen die Mobilfunksendeanlage im Pöllinger Wohngebiet wurden am Mittwoch an die Stadt übergeben.

Die Pöllinger Bürgerinitiative Glückstraße, die gegen die Mobilfunksendeanlage mitten im Wohngebiet, neben Kindergarten und Schule kämpft (wir berichteten mehrfach), hat von der Pöllinger Bevölkerung große Unterstützung erfahren. Bei einer Unterschriftenaktion brachten rund 850 Mitbürger ihren Unmut über den Sender zum Ausdruck.

Die gesammelten Unterschriften wurden nun an Rechtsdirektor Jürgen Kohler von der Stadt Neumarkt übergeben, der in Vertretung für Oberbürgermeister Alois Karl kam. Karl habe zugesichert, die Initiative zu unterstützen.

Die Initiative betont am Rande der Unterschriften-Übergabe nochmals, daß sie nicht gegen Handys ist, aber "einen verantwortlichen und gesundheitsbewussten Umgang mit dieser neuen, noch nicht ausreichend erforschten Technologie" fordert. Daß bestehende Ängste vor gesundheitlichen Schäden nicht unbegründet sind, würden Presseberichte belegen, in denen ärztliche Studien bestätigen, daß "Mobünonkstrahlung" das menschliche Erbmaterial verändere.

Bei einem Gespräch wurde den Firmen Vodafone und E-Plus Alternativen außerhalb Pollings aufgezeigt, die die Belastung der Pöllinger senken würde. Beide Betreiber wollten keine Zugeständnisse machen, hieß es von der Bürgerinitiative.

Der Grundstücks-Vermieter der Mobilfunksendeanlage hat Mitgliedern der Bürgerinitiative in einem persönlichen Gespräch zugesichert, bei beiden Betreibern zum Vertragsablauf gekündigt zu haben. Die BI Glückstraße werde aber alles daran setzen, einen Ausstieg vor Ablauf der Verträge zu ermöglichen.

Als nächste Aktion unterstützt die Bürgerinitiative das Volksbegehren der ÖDP „Für Gesundheitsvorsorge beim Mobiliunk" das in der Zeit vom 5. bis 18. Juli in den bayerischen Gemeinden stattfindet.

Innerhalb dieser vom Innenministerium festgelegten 14 Tage müssen sich Zehn Prozent aller bayerischen Wähler bei ihren Gemeinden in dort ausliegende Listen eintragen (Personalausweis notwendig). Das sind etwa 920.000 Bürger. Das Volksbegehren verfolgt das Ziel, die deutschen Grenzwerte, auf ein nicht gesundheitsschädliches Maß zu senken, und dass für die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen künftig eine Baugenehmigung erforderlich ist. Dann hätten die Gemeinden und Städte vor Ort über den Gemeinde- bzw. Stadtrat und durch Bürgerbegehren endlich ein echtes Mitwirkungsrecht bei der Standortauswahl.

Inzwischen unterstützen bereits 113 Bürgermeister, 600 Ärzte und Apotheker, 72 lokale Bürgerinitiativen und 55 Bund Naturschutz-Kreis- und Ortsgruppen das Volksbegehren vor Ort . Neben ödp und den Freien Wählern haben sich auch mehrere Kreisverbände von FDP und Grünen den örtlichen Aktionskreisen angeschlossen.

Link zum Thema: www.gesundheitsvorsorge-mobilfunk.de
29.06.05
Neumarkt: 850 Unterschriften übergeben
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