Erfolgreich beworben


Landrat Löhner, seine Mitarbeiter und Schulleiterin Ulrike Severa besichtigten am Montag mit Architekt Theo Nutz die Baumaßnahme.

NEUMARKT. Die Sanierung des Ostendorfer Gymnasiums wurde in das Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen" aufgenommen.

Am Gymnasium laufen die Vorbereitungen für die Bauarbeiten der Generalsanierung bereits auf Hochtouren. Landrat Albert Löhner ließ sich am Montag zusammen mit Kreiskämmerer Hans Ried, Projektbetreuer Markus Mederer und Schulleiterin Oberstudiendirektorin Ulrike Severa von Architekt Theo Nutz die umfangreichen Baumaßnahmen erläutern.

Der dreigeschossige, teilunterkellerte Hauptbau des Ostendorfer Gymnasiums wurde Ende der sechziger Jahre in Stahlbetonskelettbauweise erstellt. Nach 38 Jahren intensiver Schulnutzung müssen nun weite Teile des Gebäudes erneuert werden. Bei einer kalkulierten Gesamtbausumme von knapp zehn Millionen Euro mussten auch die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden. Nach Durchführung des vorgeschriebenen VOF-Verfahrens ging der Planungsauftrag an die Planungsgemeinschaft Ostendorfer Gymnasium, bestehend aus dem Architekturbüro Theo Nutz und den Ingenieurbüros I.M.I. und Ewald+Grau.

Die im Zeitraum 2008 bis 2010 geplante Generalsanierung umfasst im Wesentlichen 19 Klassenzimmer, verschiedene Fachräume, den Verwaltungsbereich, die große Pausenhalle und zwei Einfachsporthallen. Die Baumaßnahme besteht zum größten Teil aus umfangreichen Sanierungsarbeiten, speziell in den Bereichen Wärme- und Brandschutz. Zudem bieten sich auch einige Umbauten und der Einbau eines bisher im Bauteil A nicht vorhandenen Personenaufzuges an. Diese Maßnahmen würden in Absprache mit der Schulleitung zu einer deutlichen Verbesserung der schulischen Verhältnisse führen und könnten im Rahmen der anstehenden Generalsanierung auch in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen realisiert werden.

Ein besonderes Augenmerk legt der Landkreis Neumarkt bei dieser Sanierung auf nachhaltige energetische Verbesserungen. Den Planungsbüros wurde eine Generalsanierung auf "mindestens Neubau-Niveau" aufgetragen. Im Rahmen der Vorplanung stellte sich heraus, dass wegen des Gebäudezuschnittes mit seinem Atriumsbau und den direkt angrenzenden Unterrichtsräumen sogar eine Unterschreitung des Energiebedarfes für einen Neubau möglich sein könnte.

Deshalb Grund gab der Landkreis die Erstellung eines umfangreichen Energiekonzeptes gesondert in Auftrag. Dieses Konzept fand auch die Zustimmung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Das zusätzliche Honorar wird im Rahmen des Bayerischen Programms "Rationellere Energiegewinnung und -verwendung" zu 50 Prozent staatlich bezuschusst.

Neben umfangreichen Wärmedämmarbeiten könnten vor allem ein Anschluss an ein Biomasseheizwerk und der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine Unterschreitung der Neubauwerte nach der "Energieeinsparverordnung" um mehr als 40 Prozent ermöglichen. Damit war auch eine Bewerbung um die Teilnahme am bundesweiten Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen" möglich.

Dieses Vorhaben wird von der Deutschen Energieagentur (dena) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung durchgeführt. Hauptkriterien für die Projektauswahl waren neben den energetischen Effekten der Sanierung und anschließenden Nutzung auch die Wirtschaftlichkeit sowie die Übertragbarkeit der Maßnahmen.

Die Bewerbung des Landkreises war erfolgreich. Die Generalsanierung des Ostendorfer Gymnasiums wurde in das Modellvorhaben aufgenommen. Im Rahmen der Erstellung der Antragsunterlagen werden derzeit vom eingeschalteten Energieberatungsbüro in Zusammenarbeit mit der Planungsgemeinschaft und den Mitarbeitern des Landratsamtes die grundsätzlichen Energieeinsparungsmöglichkeiten detailliert untersucht und einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Wirtschaftlich tragbare Varianten werden in die ebenfalls europaweit zu veröffentlichenden Ausschreibungen aufgenommen.

Da das vorliegende Brandschutzgutachten eine zeitliche Verschiebung des Baubeginns über das Jahr 2008 hinaus nicht zulässt, muss die Baumaßnahme in Zeiten nach wie vor steigender Schülerzahlen und bei laufendem Schulbetrieb erfolgen. Der vom Architekt Nutz derzeit erstellte Bauzeitenplan sieht deshalb in den nächsten drei Jahren mehrere raumbezogene Bauabschnitte vor. Eine Unterbringung von Schülern in Containern soll dadurch weitestgehend vermieden werden.

Der Baubeginn ist abhängig von der Zustimmung der Regierung der Oberpfalz zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Erfahrungsgemäß erfolgt dieser im Laufe des Monats März, so dass spätestens im Juni 2008 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Der Landkreis erwartet rund 3 Millionen Euro staatlichen Zuschuss. Zudem ist die Aufnahme eines zinsverbilligten Darlehens bei der KfW geplant.

Die vom Kreistag im Oktober 2007 gebilligte Planung sieht insbesondere folgende Einzelmaßnahmen vor: Landrat Albert Löhner lobte bei der Visite am Montag die gute Vorarbeit des Architekten und seiner Mitarbeiter.
18.02.08
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