CSU will OB unterstützen
NEUMARKT. Bei "pragmatischen und guten Ideen" könne der Oberbürgermeister "auch künftig" mit Unterstützung rechnen, heißt es von der CSU.
In einem Jahresrückblick erklärte Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister Ferdinand Ernst, daß die Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister "gut vorangekommen" sei. Die "anfänglich befremdliche Kommunikation" wie zum Beispiel bei der schriftlichen Anweisung des OB über die Zimmernutzung der Bürgermeister (
wir berichteten) habe sich nach einer von Ernst angeregten regelmäßigen Bürgermeisterbesprechung "erheblich verbessert".
Zwar könne die CSU nicht alle Lösungen des Oberbürgermeisters unterstützen - wie beispielsweise bei der Radwegeunterführung Pölling - , doch für pragmatische und gute Ideen könne der OB "mit der vollen Unterstützung der CSU rechnen".
Die CSU zog eine positive Bilanz für das Jahr 2007, "das leider überschattet wurde vom Tod des beliebten und geschätzten Kollegen Erich Bärtl", erklärt Ernst. Der zweite Bürgermeister zeigte sich in der Bilanz auch selbstkritisch: man habe sich nach bestem Wissen dafür eingesetzt, dass sich Neumarkt weiterentwickelt - leider sei dies jedoch nicht in allen Fällen gelungen.
CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek nannte hier das Ärztezentrum am Unteren Tor, das trotz langer Verhandlungen und hoher Beweglichkeit auf beiden Seiten gescheitert sei." Man freue sich aber, dass die Ärzte nun eine andere Lösung anpacken, und habe auch das neue Projekt positiv begleitet.
Erfreulich sind nach CSU-Meinung die Planungsfortschritte des Einkaufszentrums am Unteren Tor zu bewerten. Hier habe die CSU "massiv mit angeschoben". Ernst zeigte sich erfreut, dass - obwohl größer als früher - das Einkaufszentrum nun auch bei der UPW auf breite Unterstützung stosse. Das Einkaufszentrum werde eine "Erfolgsgeschichte für Neumarkt", zeigte er sich überzeugt.
Auch die verkehrstechnischen Veränderungen hätten gerade durch die Vorschläge von Verkehrsreferent Ludwig Segerer (CSU) breite Unterstützung gefunden. Senkgärten mit Fuß- und Radwegeunterführung würden zu sichererer und flüssigerer Verkehrsabwicklung führen. Wenn die "einzig von FLitZ" kritisierten Millioneninvestition zu mehr Sicherheit am Schulweg und zu besserem Verkehrsfluss führten, sei das Geld "hervorragend angelegt", erklärte Ferdinand Ernst.
Für die Gegenwart sehe die CSU das Thema Klimaschutz als wichtigen Schwerpunkt. Energie- und Umweltpolitik sei längst nicht mehr alleinige Aufgabe der "großen Politik", erklärt Helmut Jawurek. Bei der Wahl zur Klimaschutzreferentin habe Ruth Dorner die Unterstützung von CSU und UPW einschließlich des Oberbürgermeisters erhalten. Das Biomasseheizkraftwerk habe volle Unterstützung aus den Reihen der CSU-Stadträte gefunden, allerdings rechnet es sich die CSU an, nach der Wirtschaftlichkeit dieser Anlage gefragt zu haben - "sonst wären längst 27 Millionen Euro ausgegeben". Und jetzt zeige sich, dass die geplante Investition noch zusätzlich einen jährlichen Verlust von 500.000 Euro heraufbeschworen hätten.
Wichtig sei im Jahr 2008 neben der demographischen Entwicklung ein Konzept zur Belebung der Baugebiete in Neumarkt. Außerdem will man das Thema Ganzjahresbad weiter voranbringen.
30.12.07
Neumarkt: CSU will OB unterstützen