"Kracher" im neuen Jahr


Referend Rusty
NEUMARKT. Das KiSH in Postbauer-Heng kann in ihrem Frühjahrprogramm absolute Kracher aufbieten und schafft nebenbei auch einiges an Abwechslung.

Mit Rob Tognoni oder Reverend Rusty sind wieder alte Bekannte zu hören, jedoch gibt es auch einige neue Gesichter und Bands, die das KiSH bisher nicht beehrt haben. Hervorzuheben ist hier vor allem Henrik Freischlader, die deutsche Blueshoffnung überhaupt, aber es werden auch neue Pfade erkundet, wie zum Beispiel mit der "Wuiden Wachl" mit ihrem "bavarian natch'l Blues" oder Superskank, bei denen feinster Ska auf dem Programm steht. Und auch die regionale Szene kommt nicht zu kurz, so wird mit Dillberg eine Band gastieren, die in letzter Zeit für viel Aufsehen und jede Menge positive Kritiken gesorgt hat.

Superskank und eSKAlation

Samstag, 5.Januar:Was machen Punkrocker, wenn ihnen langweilig ist? Nun, im Fall von Stamohatma und MarcMega, die in den 90ern in Sachen "Fehlstart" die Bühnen der Welt eroberten, fiel die Entscheidung auf die Gründung einer SKApunk- Band . Diese nennt sich Superskank und tourt inzwischen munter durch die Lande.

Ein Konglomerat aus sieben Musikverrückten, das mittlerweile auf drei wunderschön-sommerliche Videoproduktionen ,diverse national-erschienene Samplerbeiträge und inzwischen auch auf zwei wunderbare Silberlinge zurückblicken kann.

Stamohatmas gewohnt psychedelisch-irrwitzigen Gitarren und Marcs Songwritertalent, das wie immer spielerisch den Spagat zwischen Politik und Entertainment meistert, treffen auf jazzige und anarchisch-Latin-hafte Elemente der Skankhorns-Blasabteilung bestehend aus Peter Trom (Trompete) und High-co (Sax) und Olaf (Posaune), und ergänzen sich hervorragend mit John Johnstones trashpoppigen Beats sowie dem kraftvollen Bass von Ferdi Biernot. Mehrstimmige Gesänge sorgen für die Abrundung des Gesamteindrucks. Hier wird geschwitzt, getanzt, gelacht und gewütet. Als "kreative Kampfkapelle" wollen sie sich verstanden wissen, und oberstes Ziel sind natürlich Tanz und Entertainment.

eSKAlation ist eine junge Band aus dem Landkreis Neumarkt, die Elemente aus Ska, Ska-Punk und Reggae vereinen will, und seit April 2007 besteht. Ziel der sechs Musiker ist es, den Ska in der hiesigen Umgebung bekannter zu machen und gute Laune bei Konzertbesuchern zu verbreiten. Dies wollen sie zum Teil sowohl durch nachgespielte Lieder, wie etwa von Ska-P oder The Specials, als auch durch eigene sozialkritische und politische, teils aber auch nur lustige und schräge Songs erreichen. Die Stimme von Sängerin Anna Stecklein, dazu donnernde Gebläse-Riffs von den erst 13jährigen Benjamin Müller an der Posaune und Julian Kratzer am Saxophon sowie das durchdringende Gitarrenspiel von Frank Schmidpeter ergänzen sich mit den treibenden Rhythms von Bassist Michael Müller und Drummer David Hutzler und vermischen sich zu einem mitreißenden Gesamtbild. Im KISH gibt die sechsköpfige Kombo an diesem Abend ihr Debüt.

Second Try Bluesband

Samstag 26.Januar: Die Second Try Bluesband aus Bamberg wurde im Jahre 1986 gegründet. Den Synthie-Pop und New-Wave-Strömungen der 80er Jahre hatte sie vor allem eines entgegenzusetzen: Blues, Blues und nochmals Blues.

Seitdem tourt die Band durch Deutschland und hat unzählige Konzerte in Pubs und Clubs, Open Airs und Festivals, Motorradtreffen und Parties gespielt. Zu sehen war die Second Try Bluesband zusammen mit Louisiana Red, Dr. Feelgood, Snowy White, Roger Chapman, Supercharge, der Chain Gang und vielen anderen regionalen und überregionalen Bluesacts. Das stilistische Spektrum hat sich dabei um ein vielfaches erweitert. So finden sich heute Anklänge von Soul und Pop, v.a. allem aber auch eine kräftige Prise Classic- und Southern-Rock im Programm. Das Herz der Band schlägt jedoch nach wie vor für ehrlichen, lebendigen, gefühlvollen und leidenschaftlichen – Blues.

Die Musiker der Second Try Bluesband überzeugen durch ihre Bühnenpräsenz: eine starke Rhythmusgruppe, facettenreiches Gitarrenspiel, ausdrucksstarken Gesang, eine lebendige Bühnenshow und nicht zuletzt jede Menge Spielfreude und "good vibes". Die Band begeistert ihr Publikum immer wieder mit einem Repertoire von tanzbarem Rock und Blues-Rock-Klassikern, Slow-Blues und Balladen, das zum mitrocken, grooven, träumen und zuhören einlädt.

Bonny Glee

Samstag, 9.Februar: Bonny Glee existiert schon fast 20 Jahre, in der aktuellen Besetzung allerdings erst seit Oktober 2000. In den zurückliegenden Jahren konnte sich die Band durch ihren an der Tradition orientierten Folk-Rock regional einen Namen machen. Höhepunkt dabei war sicher der Auftritt auf dem Nürnberger Bardentreffen 1997. Im Januar 1995 erschien die Debüt-CD mit dem Titel "along the salt sea". Bonny Glee wurden 2002 für den deutschen Folkpreis vorgeschlagen.

Die Musik von Bonny Glee bewegt sich immer noch auf dem Fundament der Folk Musik von den britischen Inseln. Das Interesse von Bonny Glee besteht allerdings nicht darin, diese Musik möglichst authentisch nach zu spielen, sondern eigene musikalische Ideen auf dieser Grundlage zu verwirklichen. So ist die Musik von Bonny Glee heute eine bunte Mischung aus Folk-, Rock- und Funk-Elementen, die auf dem Boden der Tradition, immer wieder ein "Feuerwerk an guter Laune" im Publikum zu entzünden vermag. Die aktuelle Besetzung von Bonny Glee:

Rob Tognoni

Freitag, 29.Februar: Seine Musik zu hören ist wie ein Vermächtnis aus 40 Jahren Musikgeschichte. Die fetzigen Leads, die er seiner Strat und den Marshall-Verstärkern entlockt, sind vom klassischen Blues ebenso geprägt wie von R&B, von AC/DC bis B.B. King – ein Erbe, das man in jedem Stück eindringlich spürt. Ein umwerfender Gitarrist mit Killer-Licks und einem ausgezeichneten Feeling für Blues-Rock.

Rob Tognoni zählt zu den herausragenden Gitarristen unserer Zeit. In seinen Stücken kombiniert er klassische Rockelemente, Blues und Blues-Rock – und das mit äußerster Leidenschaft und Präzision.

1994 wurde er in der europäischen Musikszene von Slide-Guitar-Meister Dave Hole eingeführt. Mit seinen energiegeladenen Auftritten und kompromissloser Spielfreude hat sich Rob seither in die Herzen einer stetig wachsenden, weltweiten Fangemeinde gespielt. Mehr als 30 Jahre Bühnenerfahrung und die Unverwechselbarkeit seines Stils machen Rob zu einem viel beachteten, fest etablierten Künstler in der Musikszene – und zu Recht wird er mit den Größten seines Genres in einem Atemzug genannt.

Wuide Wachl

Samstag, 15.März: "Wuide Wachl" ist musikalisch ungemein erdig, direkt, unperfekt, vor allem ungeschliffen und daher organisch, also echt lebendig. Was jenseits des Weißwurstäquators an Textverständnis verloren geht, wird durch lässige Akustikarrangements, gemütliche bis hurtige Grooves und liebevoll-krause Gesangsharmonien wettgemacht. Vor großen Vorbildern brauchen sich die Bayern keinesfalls zu verstecken, weder mit dem als Bob Dylan goes Kraudn Sepp dargebrachten Didl oder dem Western-Swing-Stomper Gloane, noch mit der schlicht Kuchl betitelten Version des Bluesklassikers Come On In My Kitchen von Robert Johnson.

Henrik Freischlader


HFB
Freitag, 28.März: 2006 war ein überaus erfolgreiches Jahr für die Henrik Freischlader Band. Ihr Debüt-Album the blues begeisterte die Kritiker, und mit annähernd 80 herausragenden Konzerten verblüfften sie ein Publikum, das diese Klasse von einer deutschen Bluesband bisher nicht geboten bekam. Aus drei außergewöhnlichen Musikern wurde ein Bluesrock Trio von Weltklasse.

Voller Energie und beflügelt durch die begeisterten Reaktionen der Fans, legt das Trio im vergangenen Jahr erst richtig los. Nach einer ausverkauften Tour mit Bluesstar Joe Bonamassa kommt im April ihr zweites Album get closer in den Handel. Mit Spannung darf erwartet werden, was bereits der ersten CD ihren individuellen Wert verlieh, denn Frontman Henrik Freischlader blieb sich treu, 13 Kompositionen unterschiedlichster Stilrichtungen entstammen auch diesmal seiner eigenen Feder und sind an Facettenreichtum nicht zu überbieten. Blues, Bluesrock, Straight Rock, genial kombiniert mit Elementen aus Jazz, Funk und Pop. Poetisch die Texte, vielseitig der Gesang, virtuos die Gitarre, die hinreißend lässig, rasant, leidenschaftlich treibend, rockt und swingt, sich in genialen Breaks zurücknimmt, oder in klarem, reinen Klang, passend zum Text der Ballade gipfelt. Oliver Schmellenkamp am Bass und Dirk Sengotta am Schlagzeug vervollständigen mit meisterhaftem, punktgenauem Spiel einen Groove, den ihnen auch international so schnell niemand gleichtun kann, ihre Virtuosität steht dabei außer Frage.

Referend Rusty & The Case

Freitag, 4.April, 20.30 Uhr: CrossoverBluzRock und Handmade Music – das ist das Markenzeichen von Referend Rusty & The Case. Die Band wurde 1984 von Reverend Rusty Stone in Austin. gegründet. Seine Wurzeln liegen im Blues. Wie bei seinen beiden Mitmusikern hört der musikalische Horizont jedoch hier nicht auf, viele andere Musikstile haben ihren Einfluss hinterlassen. Rusty ist ein ausgezeichneter Gitarrist, großartiger Sänger und spielt auch dreckige High-Energy-Slide-Guitar auf der Dobro, als wäre der Teufel hinter ihm her.

Am Anfang war lupenreiner Blues Rock Programm. Aber inzwischen erreicht Referend Rusty & The Case eine stilistische Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Die Musik ist vielmehr eine Bestandsaufnahme des gitarrenorientierten Rock – wobei die Ursprünge Jazz und Blues nicht zu kurz kommen. Sie gehören mit Sicherheit zu den am härtesten arbeitenden Bands in der Live-Music-Szene.

Dillberg

Samstag 28.April: Dillberg wurde im Oktober 2006 gegründet. Bereits einen Monat später spielte die Band ein umjubeltes Konzert in Altdorf. Anschließend begaben sich die vier Musiker sofort ins Studio, um ihre erste CD einzuspielen. "Es lohnt sich" wurde im April 2007 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Dillberg folgt keinen gängigen Klischees, sondern bewegt sich frei zwischen allen Stühlen. Das klassische Klaviersolo prägt den musikalischen Stil genau so wie das verzerrte Gitarrenriff.

Der komplexe Aufbau der Stücke erhält durch die sensibel eingesetzte Virtuosität der Musiker eine subtile Leichtigkeit: Die Musik begegnet dem Zuhörer scheinbar einfach, beim genauen Zuhören entpuppt sie sich jedoch als differenziert aufgebaut und spannungsvoll arrangiert. Die musikalischen Ideen und die Texte stammen in der Regel vom Pianisten und Sänger Dominik Hinney, die endgültige Form der Songs entsteht im Zusammenspiel der Musiker.
27.12.07
Neumarkt: "Kracher" im neuen Jahr
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