"Falsches Signal"

NEUMARKT."Die Milchbauern müssen sich bis 2015 auf eine stabile Milchquote verlassen können. Eine vorzeitige Ausweitung untergräbt das Vertrauen der Landwirte in die Gemeinsame Agrarpolitik", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.

EU-Agrarkommissarin Fischer Boel hat vorgeschlagen, die Milchquoten in sämtlichen 27 EU-Mitgliedstaaten ab dem 1.4.2008 um zwei Prozent anzuheben. Dies entspricht einer zusätzlichen Milchmenge von über 2,8 Millionen Tonnen. Albert Deß wertet dieses "Vorpreschen" der EU-Kommission als völlig falsches Signal. "In der EU wurde nicht einmal die bestehende Quotenmenge erfüllt. Eine weitere Quotenerhöhung setzt den Milchpreis unnötig unter Druck. Damit würde sich der Lebensmittelhandel doch nur bestätigt fühlen in seinen jüngsten Preissenkungen für Molkereiprodukte", erklärte Deß.

Mit ihrem Vorschlag schiele die Kommissarin auf den außereuropäischen Absatzmarkt. Aber die weltweit gehandelte Milch mache gerade einmal sechs Prozent der Erzeugung aus. 94 Prozent der Milchmenge verbleibe im Erzeugerraum und werde dort verarbeitet. "Es ist ein Irrweg, im Interesse einer höheren Exportquote den Milchpreis in der EU unter Druck zu setzen", so Albert Deß.

Besser als eine Anhebung der Milchquote sei die Möglichkeit einer EU-weiten Saldierung. Dann könnten wettbewerbsfähige und wachstumswillige Betriebe nicht erfüllte Milchquotemengen aufnehmen. Marktstörungen, wie sie mit einer Quotenausweitung verbunden sind, würden so vermieden, erklärte Deß.
18.12.07
Neumarkt: "Falsches Signal"
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