Politische "Untertöne"


Aufmerksame Zuhörer bei der CSU-Weihnachtsfeier mit politischen Untertönen im Saal des Kolpingzentrums.
Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. Das gemeinsam gesungene "Stille Nacht, heilige Nacht" am Ende der stimmungsvollen Weihnachtsfeier des CSU-Stadtverbandes Neumarkt sollte nichts Falsches vorgaukeln; denn in der Stadt geht es gegenwärtig weder heilig noch "staad" zu.

Das machte Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek in seiner Begrüßung deutlich: "Wir können in unserer Stadt auf ein nicht gerade sehr ereignisreiches Jahr in der Stadtpolitik zurückblicken", begann er seine "Weihnachtsbotschaft", in der eine ungewollte Ruhe eingekehrt sei: "Unsere liebenswerte Heimatstadt hat ihre Dynamik verloren."

Und dann zählte er die "bedenklichen Entwicklungen der letzten beiden Jahre" auf – zu Themen, zu denen "kaum mehr Entscheidungen getroffen werden, die Neumarkt weiterbringen: Biomassekraftwerk, Autobahnausfahrt, Ostumgehung, S-Bahn, Stadthalle, Ganzjahres-Erlebnisbad und vieles andere.

Alles funktioniere nur noch nach den Prinzipien: "Das ist nicht machbar", "das ist uninteressant", "das machen wir später". Und das hauptsächlich, "weil seitens der Rathausführung keine Entscheidungen mehr getroffen und weitergebracht werden", monierte Jawurek: "Alles wird nur noch aufgeschoben."

Als eine Folge davon nannte der Stadtverbandsvorsitzende die vielen Dienstaufsichtsbeschwerden aus dem Stadtrat heraus gegen den Oberbürgermeister und die Amtsleiter im Rathaus wie in diesen Wochen und Monaten. Während sich das Stadtoberhaupt auf die "konstruktive Mitarbeit der CSU immer verlassen konnte, wenn es um die Weiterentwicklung unserer Stadt ging", würde er von seiner eigenen Fraktion, der UPW, zusammen mit den von Jawurek namentlich genannten "Dauerverhinderern" mit Gegenstimmen bedacht.

Nur zu gerne erinnerte Stadtrat Helmut Jawurek daran, dass die CSU "seit 60 Jahren in unserer schönen Stadt in der Verantwortung steht und maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen hat."

"Neumarkt ist eine Stadt, die durch kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit aller Menschen, aller Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer der erfolgreichsten Städte Bayerns, ja sogar Deutschlands geworden ist", rief Helmut Jawurek unter dem Beifall der im Saal des Johanneszentrums versammelten Weihnachtsfeier-Gäste aus.

In seinem Rückblick, in dem er sich nur auf den Neujahrsempfang mit Bundeswirtschaftsminister Michael Glos konzentrierte, spannte er einen Bogen zum nächsten Jahresauftakt. Am 12. Januar ist Georg Schmid, der neue Vorsitzende der Landtags-CSU, Gast im Reitstadel. Vorher läuft noch eine Bürgerbefragung ("die größte aller Zeiten in Neumarkt"), mit der die Partei bis zum 6. Januar erkunden will, wo den Neumarktern "der Schuh drückt". Ehrgeiziges Ziel: 2.900 Meinungen sammeln.

Mit dem Dank an alle, die der Neumarkter CSU im zu Ende gehenden Jahr "Gesicht" gegeben haben, schloss Helmut Jawurek seine kritische Begrüßung. Zwei seiner Mitkämpferinnen und Mitkämpfer hob er besonders hervor (sie erhielten im Redemanuskript sieben Zeilen gewidmet): Hela Buchner, die den Vorsitz in der neu gegründeten Senioren-Union übernommen hat, und Harald Frank, der als verantwortlicher Redakteur bereits 37 Ausgaben der "Raute" einem breiten Publikum näher gebracht hat.

Über den "unpolitischen Teil" der Weihnachtsfeier mit Jubilare-Ehrung berichten wir noch gesondert. (Bericht hier)
Erich Zwick


Die Schwarzachtaler Sänger unter der Leitung von Josef Klein brachten musikalische "Friedensglocken" mit.
16.12.07
Neumarkt: Politische "Untertöne"
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