"Enorme Bedeutung"

NEUMARKT. Ministerpräsident Stoiber war ranghöchster Gast bei einer hochkarätigen Tagung über ländliche Entwicklung am Donnerstag in Plankstetten.

Die Tagung "Bayern 2020 - Ländlicher Raum, Heimat mit Zukunft" in der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Plankstetten sollte die Ergebnise von vier vorangegangenen Regionalkonferenzen der CSU-Landtagsfraktion zusammenfassen.

Fraktionsvorsitzender Joachim Herrmann konnte dazu am Donnerstag hochkarätige Gäste in der Benediktinerabteil Plankstetten begrüßen: Neben Ministpräsident Stoiber waren Innenminister Günther Beckstein und Landwirtschaftsminister Josef Miller, mehrere Staatssekretäre, der Präsident des Bayerischen Gemeindetags Dr. Uwe Brandl, der Präsident des Verbands der Bayerischen Bezirke Manfred Hölzlein, der Präsident des Bayerischen Städtetages Hans Schaidinger und der Präsident des Bayerischen Landkreistags Theo Zellner nach Plankstetten gekommen. Eine kurze Rede an seinem frühen Wirkungsort hielt auch Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, der frühere Abt des Klosters.

Örtliche Vertreter aus der Politik waren Landrat Albert Löhner und Europaabgeordneter Albert Deß.

"Wir wollen mit dieser Tagung und mit unserem Positionspapier Bayern 2020 - Ländlicher Raum, Heimat mit Zukunft ein klares Signal setzen und deutlich machen, dass die Entwicklung der ländlichen Räume in Bayern für uns einen wichtigen politischen Auftrag darstellt, der mit konkreten Perspektiven zur Umsetzung verbunden ist", sagte Herrmann in seiner Begrüßung.

Der ländliche Raum habe für Bayern eine enorme Bedeutung. Er umfasse 80 Prozent der Fläche des Freistaates, hier lebten fast acht Millionen Menschen. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesen Regionen würden zwei Drittel aller Arbeitsplätze in Bayern stellen, mehr als 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werde von diesen leistungsstarken Unternehmen erarbeitet. Der ländliche Raum stelle somit eine wirkliche wirtschaftliche Kraftquelle dar: Ohne sie wäre "der derzeitige Erfolg Bayerns undenkbar"

Hermann bedankte sich auch beim Gastgeber der Tagung, dem Prior-Administrator der Benediktinerabtei Plankstetten, Pater Beda Maria Sonnenberg.

Bei der künftigen Entwicklung der ländlichen Räume in Bayern müssen, auch als Antwort zur Globalisierung, ganzheitliche regionale Handlungskonzepte im Vordergrund stehen, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzender Franz Sackmann in seinem Vortrag. Man brauche künftig noch gezielteres und effektiveres, sektorübergreifendes Denken und Handeln, integrierte Projekte und Programme mit einer professionellen Begleitung über die Ministerien hinweg mit kommunaler Anbindung. "Wir müssen es schaffen, das Ressortdenken zu überwinden und unser Denken und Handeln an den Bedürfnissen des ländlichen Raumes zielorientiert auszurichten", sagte Sackmann.

In vier Regionalkonferenzen wurde auf Einladung der CSU-Fraktion seit März mit hunderten von Teilnehmern über die Perspektiven der ländlichen Räume in Bayern diskutiert. das Arbeitspapier "Bayern 2020 - Ländlicher Raum, Heimat mit Zukunft" bildete die Grundlage für die Beratungen.

Für die ländlichen Regionen gäbe es kein Patentrezept, hieß es bei der Tagung. Jede Gemeinde, jede Stadt und jeder Landkreis stehe vor vielfältigen Herausforderungen. Viele Kommunalpolitiker, Vertreter lokaler und regionaler Interessensgruppen und Experten hätten ihre Ideen in den Tagungen eingebracht. Nun wolle man diese Anregungen und konkreten Vorschläge in die parlamentarische Arbeit einfließen lassen.
28.06.07
Neumarkt: "Enorme Bedeutung"
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