Vernünftige Narren

NEUMARKT. Die Polizei zog Faschings-Bilanz - und ist mit den Neumarkter Narren sehr zufrieden.

Obwohl zwischen Unsinnigem Donnerstag und Faschingsdienstag weit mehr Kontrollen und Alkoholtest als im Vorjahr durchgeführt wurden ging in den letzten tollen Tagen die Zahl der entdeckten Trunkenheitsfahrten und Alkohol-Unfälle sogar zurück.

Zum Faschingsendspurt wurden im Landkreis Neumarkt 404 Verkehrsteilnehmer (Vorjahr: 209) kontrolliert und 91 (60) Alkoholtest durchgeführt. Dabei wurden nur zwei Fahrer unter Alkohol oder Drogeneinfluß entdeckt (im Vorjahr waren es drei). Unfälle unter Alkohol gab es nur einen (2); dabei wurde eine Person (2) verletzt.

Zwei (3) Führerscheine wurden bei den Polizeikontrollen im Landkreis Neumarkt sichergestellt.

Die Polizeidirektion Regensburg sprach in einer Stellungnahme von einem "rundum erfreulichen Resümee"- und zielt dabei auch auf die anderen Gebiete des Direktionsbereichs (Landkreise Regensburg und Cham, Stadtgebiet Regensburg) ab.

Fast 2.200 Verkehrsteilnehmer, vorwiegend natürlich Autofahrer, überprüften die Polizeibeamte. Bei 470 (2006: 508) von ihnen war ein Alkotest die Folge. Die Blutentnahme durch einen Arzt mussten 25 (2006: 18) Autofahrer über sich ergehen lassen und 15 (2006: 10) Führerscheine kamen vorerst in polizeiliche Obhut.

56 Kontrollstellen haben die Polizeidienststellen im Direktionsbereich installiert, unabhängig von den sporadischen Überprüfungen der Verkehrsteilnehmer. Trauriger Spitzenreiter, was den Alkoholwert betrifft, waren 2,72 Promille - festgestellt im Bereich der Polizeiinspektion Roding.

Flächendeckend über den Direktionsbereich gab es meist alkoholbedingte Straftaten, wie Beleidigungen, Körperverletzungen jeglicher Art und Ruhestörungen sowie Sachbeschädigungen. Die ein oder andere "Schnapsleiche" fand sich in den verschiedenen Faschingshochburgen, woraufhin Polizei und Rettungsdienste gefordert waren, sich um diese "Faschingsnarren" zu kümmern. Die Ausnüchterungszellen mancher Polizeidienststelle erfreuten sich so großer Beliebtheit.

Zwei Begebenheiten verdienen besondere Erwähnung im Zusammenhang mit den Faschingsfeiern. Beide trugen sich im Bereich der Gemeinde Regenstauf am Faschingssonntag zu.

Im ersten Fall war es ein 22jähriger Mann, der auf einem Faschingswagen in Steinsberg mitgefahren war. Nach Beendigung der Veranstaltung war der 23jährige Fahrer mit seinem Traktor unterwegs zu einer Gastwirtschaft. Bei einem Bremsmanöver stürzte der 22jährige Mann, der - wie sich später herausstellte - erheblich unter Alkoholeinfluss stand, vom Hänger und verletzte sich dabei erheblich.

Im zweiten Fall war es eine bisher mysteriöse Stichverletzung (wir berichteten). Die zog sich ein 20jähriger Mann zu, der den Diesenbacher Faschingsumzug besucht hatte. In der Folge begab er sich dort in eine Gaststätte wo er gegen 20 Uhr beim Gang auf die Toilette feststellte, dass er im rechten Oberschenkel eine blutende Verletzung hat. Zu deren Ursprung konnte der Geschädigte, der zur möglichen Tatzeit deutlich unter Alkoholeinfluss stand, keine Erklärung abgeben.
21.02.07
Neumarkt: Vernünftige Narren
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