...und der Winter kommt bestimmt


Nicht im Salzbergwerk, sondern in der Streusalzhalle des Bau-
hofes inspiziertOB Thomas Thumann die "Waffen" gegen den
Winter.
NEUMARKT. Die einen freuen sich auf ihn, die andern sehen ihn mit Grausen kommen: den nächsten Winter. Da können nicht einmal zweistellige Plusgrade im November darüber hinwegtäuschen - seine Fühler hat er schon einmal am Dienstag ausgestreckt.

Die angenehme Aufgabe erledigten die Mitarbeiter des Bauhofes zuerst: Sie stellten am Vormittag vor dem Empfangsgebäude des Neumarkter Bahnhofes einen riesigen Weihnachtsbaum auf, damit er zum 1. Advent im Lichterglanz strahlen kann. An eine andere Pflicht, die sich nicht so im Handumdrehen erledigen lässt, wurden die Bauhof-Leute am Nachmittag von Oberbürgermeister Thomas Thumann und dem Bauhof-Referenten Franz Hierl eingeschworen - auf den Kampf gegen Eis und Schnee auf den Straßen.

50 Mitarbeiter stehen "Gewehr bei Fuß", um dem frostigen Gegner Paroli zu bieten. Dafür müssen sie darauf gefasst sein, an hundert Tagen schon früh um 3 Uhr aus den warmen Betten geholt zu werden und 350 Kilometer Straßen zu räumen und zu bestreuen.

Dafür stehen ihnen 17 Fahrzeuge als motorisierte Helfer zur Seite, die 1.500 Tonnen Streusalz und 250 Tonnen Split ausbringen können. Ob diese Mengen reichen, hängt von der Länge und Strenge des Winters ab; denn jeder Tag, den der Winter dem Frühling abringt, kostet eine Stange Geld. So wurden bei der letzten Kampagne 850.000 Euro "verstreut".

Oberbürgermeister Thomas Thumann sprach schon einmal im voraus seinen Dank für den kommenden eisigen Einsatz aus. Gleichzeitig appellierte er aber auch die Grundstückseigentümer, vor ihrer eigenen Haustüre vorzusorgen und mit Hand anzulegen. In seine Bitte schloss er auch die motorisierten Verkehrsteilnehmer ein, sich den winterlichen Straßenverhältnissen anzupassen. Außerdem sollten sie so parken, dass sie die Räumfahrzeuge nicht behindern.

Wenn Appelle nichts nützen, gibt es auch eine Satzung, die zuletzt am 29. September 2006 geändert wurde, und die vorschreibt, dass ein jeder Grundstücksbesitzer seinen Gehsteig an Werktagen ab 7 Uhr und an Sonntagen ab 8 Uhr von Schnee befreien und bestreuen muss. Erst um 20 Uhr darf er die Schaufel aus der Hand legen.

Übrigens: in diesem Jahr hat's am 2. November schon eine "Generalprobe" gegeben. An diesem Tag fiel in Neumarkt der erste Schnee des Winters 2006/07.
Erich Zwick
14.11.06
Neumarkt: ...und der Winter kommt bestimmt
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