"Im Land der tausend Quellen"

Deinings Bürgermeister Alois Scherer mit Ralf Bundesmann vom Landschaftspflegeverband bei den Doggersandsteinaufschlüssen im Lengenbachtal.

NEUMARKT. Am Sonntag, 30. April, veranstaltet der Landschaftspflegeverband Neumarkt eine Wanderung unter dem Titel "Im Land der tausend Quellen - Frühlingserwachen" durch das Lengenbachtal und das Tal der Weißen Laber bis zur Rossamühle bei Deining.

Die Landschaftspflegemaßnahmen wurden im Rahmen des Arten- und Biotopschutzprojektes "Tal der Weißen Laber" konzipiert. Das Naturschutzprojekt wurde durch das Zusammenwirken der Unteren und Höheren Naturschutzbehörde mit den Kommunen Berching, Breitenbrunn, Deining und Dietfurt ermöglicht.

Begonnen wurde es Mitte der 90er Jahre durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Berching und jetzigen Landrat Albert Löhner. Seit 2001 hat der Landschaftspflegeverband Neumarkt die Abwicklung der Landschaftspflegemaßnahmen übernommen und bereits laufende Maßnahmen fortgeführt und neue Maßnahmen begonnen.

Gleich zu Beginn wurde auch der zunehmend verbuschende Doggersandsteinaufschluß bei Rothenfels wieder frei gestellt und in den Folgejahren die Stockaustriebe entfernt. Während der vergangenen Vegetationsruhe wurde in Absprache mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten eine Zurücknahme des Waldrandes durchgeführt, um den noch vorhandenen Magerrasen- und Saumgesellschaften mehr Platz zu gewähren. Dabei konnte auch die Ausgestaltung eines ansprechenden Waldmantels erreicht werden.

Durch die "lückige" Vegetationsdecke und die Südexposition sind sehr wärmebegünstigte Standorte erhalten und wieder hergestellt worden, die auch einer reichhaltigen z. T sehr selten gewordenen Insektenwelt einen Überlebensraum bieten.

Im Lengenbachtal wurde ebenfalls auf einer Teilfläche der Wald zurückgenommen. Auch hier gelang es, einen ansprechenden Waldmantel zu gestalten. Einzelne solitäre Kiefern wurden vom zuständigen Förster ausgewählt und überstellen die Fläche in kleineren Bereichen mit einem lichten Schatten.

Bei dieser Maßnahme stand neben der Erweiterung des Lebensraumes für bedrohte Offenlandarten die interessante Topografie der Landschaft im Blickfeld. So konnte durch die Beseitigung der Fichtendickung eine Sanddüne wieder frei gestellt werden, die während der Eiszeiten entstand, in der unsere Landschaft einer spärlich bewachsenen Kältesteppe glich.

Insbesondere durch die Eigenschaft des Lengenbachtales als Naherholungsraum spielen landschaftsästhetische Aspekte bei der Durchführung der Landschaftspflegemaßnahmen eine Rolle. Die Arbeiten wurden durch ortsansässige Landwirte bzw. durch Holzselbstwerber erledigt. Das anfallende Holz wurde als Brenn- und Bauholz verwertet.

Bei der Wanderung des Landschaftspflegeverbandes geht es unter der Leitung von Ralf Bundesmann entlang des im Rahmen des Arten- und -Biotopschutzprojektes "Tal der Weißen Laber" entstandenen Wasser- und Mühlenweges. Neben den Landschaftspflegemaßnahmen wird der Naturraum vorgestellt.

Start ist um 13.30 Uhr am Wandererparkplatz zwischen Höhenberg und St. Helena. Die Wanderstrecke ist rund 13 Kilometer lang. Wetterangepasste Kleidung und gutes Schuhwerk ist erforderlich. Eine Einkehr ist nicht vorgesehen, für eine kurze Rast empfiehlt sich Rucksackverpflegung.

Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf zwei Euro für Erwachsene, Kinder sind frei.

Anmeldung und weitere Auskünfte beim Landschaftspflegeverband Neumarkt, Telefon 09181/470-311oder338.
21.04.06
Neumarkt: "Im Land der tausend Quellen"
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