"In Teufels Küche"

NEUMARKT. Eine "saubere und ehrliche Amtsführung" bestätigte die Fraktionsgemeinschaft Freie Liste Zukunft(FLitZ) und Grüne Oberbürgermeister Thomas Thumann in seiner bisherigen Amtszeit.

In der Fraktionssitzung am Dienstag "belächelte" man die Befürchtungen aus den Reihen der CSU, dass mit der Bekanntgabe der Rücklagen in Neumarkt Begehrlichkeiten geweckt werden könnten. Unangefochtner Spitzenreiter in Sachen Begehrlichkeit sei nämlich "zweifelsohne die CSU selbst", die erst einen "Zauberberg" einforderte und jetzt eine Stadthalle.

Dabei wisse die CSU sehr wohl, dass "ob mit oder ohne Partnerschaftsmodell (PPP), die Rücklagen allein schon im Falle eines Stadthallenbaus sehr schnell abschmelzen werden. Für die Pflichtaufgaben wird dann kein Geld mehr übrig sein", prognostizierte die Fraktionsvorsitzende Sieglinde Harres (B 90/Grüne).

Viel wichtiger nennt es Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky (FLitZ), "wie von uns gefordert" die stadteigenen "Leerstände" in Neumarkt aufzulisten und endlich eine "Art Hitliste" zu erstellen, was von den Aufgaben "allemal Vorrang habe vor einer Stadthalle, die sich die Stadt ganz sicher nicht leisten sollte und letztlich auch nicht kann".

In Abstimmung mit der Fraktion empfiehlt Madeisky dem Oberbürgermeister dringlich, "vor dem ersten Spatenstich endlich den Bedarf ermitteln zu lassen" und "falls er gegeben sein sollte, Vergleiche derart anzustellen, was eine Halle am Stadtpark, alternativ ein Bau am Unteren Tor oder aber ein vernünftiger Ausbau der Jurahalle , der ohnedies ansteht, kosten würde". Der Oberbürgermeister sollte wissen, dass in der Zukunft letztlich er für "Fehlplanungen in Millionenhöhe" verantwortlich gemacht werde und in "Teufels Küche" komme. Die Mitglieder der CSU-Fraktion, als die "eigentlich Verantwortlichen", würden sich nämlich, "wie in den zurückliegenden Jahren immer, hinter dem Oberbürgermeister verstecken".

Zustimmung bekam Stadtrat Johann Georg Gloßner für seine Forderung, öffentliche Baumaßnahmen stets öffentlich auszuschreiben. Bei Straßenbauten zum Beispiel sei man es den zahlungspflichtigen Anwohnern schuldig, in deren Interesse günstig und sparsam zu wirtschaften.

Stadtrat Hans-Walter Kopp (FLitZ) plädierte namens der Fraktion dafür, den vier Stadträten einen Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss einzuräumen.
25.01.06
Neumarkt: "In Teufels Küche"
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