Rekordjahr erwartet


Die NürnbergMesse aus der Vogelperspektive. Ihre steigende An-
ziehungskraft befruchtet auch die Neumarker Wirtschaft.
Foto: NünbergMesse
NEUMARKT/ NÜRNBERG. Auch die Neumarkter Gastronomie kann von der NürnbergMesse und dem erwarteten "Rekordjahr" profitieren.

Die NürnbergMesse steht 2006 vor einem neuen Rekordjahr: Auf rund 120 Millionen Euro (2005: 96 Millionen Euro; 2004: 108 Millionen Euro) wird der Umsatz nach den Erwartungen von Bernd A. Diederichs, Geschäftsführer der NürnbergMesse, klettern. "Dieses Wachstum werden wir aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe realisieren", betont Diederichs. Mit der Gründung einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft in China werden zudem die Weichen für ein weiteres Wachstum im Ausland gestellt.

Das Rekordjahr der NürnbergMesse wirkt sich auch positiv auf die Wirtschaft in der benachbarten Stadt Neumarkt und im Landkreis aus. Sind es doch gerade die internationalen Messen, von denen vor allem die heimische Gastronomie und Hotellerie profitieren. Klagten am Montag die Mitglieder des Tourismusverbandes Neumarkt bei ihrer Jahreshauptversammlung darüber, dass in den Prospekten der "Metropolregion Nürnberg", zu der sich die Stadt Neumarkt noch vor vielen jetzigen "Trittbrettfahrern" von Anfang an bekannt hat, über die fehlende Berücksichtigung, so kommen von der NürnbergMesse immer wieder starke Impulse. Das wird sich bei der am 1. Februar beginnenden Internationalen Spielwarenmesse nachhaltig bemerkbar machen und sich bei der "BioFach" und bei der Internationalen Fensterbaumesse fortsetzen.

Gegenüber dem turnusbedingt besser vergleichbaren Jahr 2004 soll der Umsatz der NürnbergMesse 2006 deutlich um rund elf Prozent zulegen. "Trotz der vierwöchigen Pause durch die Fußball-WM, in der für Messen nicht ausreichend Hotelzimmer zur Verfügung stehen, erwarten wir eines der veranstaltungsstärksten Jahre in der Geschichte der NürnbergMesse", so Diederichs. Insgesamt finden 27 internationale Fachmessen und Fachausstellungen statt, im turnusgemäß schwächeren Veranstaltungsjahr 2005 waren es 22. Weitere elf Eigen- und Partnerveranstaltungen werden durch die Auslandsmessegesellschaft Nürnberg Global Fairs durchgeführt.

Tochtergesellschaft in China

"China ist bereits heute nach Italien das zweitwichtigste Ausstellerland der NürnbergMesse", erklärt Diederichs. Die Größe und Komplexität der chinesischen Wirtschaft, die Andersartigkeit der Marktbearbeitung, die Sicherung der hohen Anzahl eigener Projekte und die interessanten Kooperationsangebote erfordern nach seinen Worten aus strategischer Sicht eine verstärkte direkte Präsenz in China. Davon werden auch die Fachmessen in Nürnberg nachhaltig profitieren. Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Anteil chinesischer Unternehmen in Nürnberg auf rund 800 knapp verdreifacht. Inzwischen kommt knapp jeder zehnte internationale Aussteller am Messeplatz Nürnberg aus China.

Geschäftsführer dieser jüngsten Konzerntochter mit Sitz in Shanghai wird Axel Bartkus, seit zwei Jahren bei Nürnberg Global Fairs insbesondere für die chinesischen Messeaktivitäten verantwortlich. Derzeit werden durch Nürnberg Global Fairs sechs Veranstaltungen in China betreut: Fenestration China, GaLaBau China, International Powder&Bulk, IAC, TME & SENSOR, China International Pet Show (CIPS) und zukünftig BioFach China. Mit der Asia Styles findet zudem eine Eigenveranstaltung eines chinesischen Messekonsortiums am Messeplatz Nürnberg statt.

"Mit Axel Bartkus konnten wir einen ausgezeichneten Kenner des chinesischen Messemarktes für diese Zukunftsaufgabe gewinnen", so Herta Krausmann, Geschäftsführerin von Nürnberg Global Fairs. Sie bezeichnet die Gründung einer Tochtergesellschaft in China als den nächsten logischen Schritt für den internationalen Expansionsdrang der NürnbergMesse. "Weitere Auslandstöchter müssen und werden folgen", so Krausmann, die sich derzeit intensiv mit dem stark expandierenden osteuropäischen Messemarkt beschäftigt.

Rückblick auf das Messejahr 2005

2005 war für die NürnbergMesse ein turnusgemäß schwächeres Jahr. Dennoch konnte mit rund 96 Millionen Euro der dritthöchste Umsatz in der Geschichte der NürnbergMesse erzielt werden. Insbesondere die Geschäftsbereiche Nürnberg Global Fairs (plus 60 Prozent) und CCN CongressCenter Nürnberg (plus 125 Prozent) glänzten mit einem satten Umsatzplus und sorgten für ein Ergebnis von vier Prozent über dem Wirtschaftsplan.

Insgesamt beteiligten sich trotz des Pausierens der BRAU Beviale und des Fachmessetrios FachPack + PrintPack + LogIntern über 21.200 Aussteller und rund 1,18 Millionen Besucher an den Veranstaltungen im In- und Ausland. Erneut überproportional stieg die internationale Beteiligung auf 8.128 Aussteller. "Die Veranstaltungen in Nürnberg werden immer internationaler. Inzwischen kommen rund 37 Prozent aller Aussteller aus dem Ausland, bei unseren Eigenveranstaltungen sind es sogar 52 Prozent", so Diederichs.
24.01.06
Neumarkt: Rekordjahr erwartet
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