"Welche Welt wollen wir ?"



Der ehemalige EU-Kommissar Dr. Fischler und Prof.Rademacher
bei der Tagung in Plankstetten.
NEUMARKT. Die Schule für Dorf- und Landentwicklung der Abtei Plankstetten (SDL) war Gastgeber für die Tagung des Leitungskreises der Global Marshall Plan Initiative.

Über die Plankstettener Tagung berichtet die Sendung NANO in 3 SAT am Mittwoch um 18.30 Uhr.

Fritjof Finkbeiner , der Vorsitzende der Global Marshall Plan Stiftung und Angelika Bail, Leiterin des Brüssler Büros der Initiative, überreichten Abt Gregor Hanke und dem Geschäftsführer der SDL, Dr. Hans Rosenbeck, das druckfrische Buch " Hoffnung Europa - Strategie des Miteinander". Das neue Buch der Global Marshall Plan Initiative enthält 45 Beiträge über die Zukunft Europas u.a. von Präsidenten des Club of Rome Prinz El Hassan bin Talal (Jordanien), Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Bundeskanzler Schüssel und zahlreichen bekannten Wissenschaftlern, Politikern und Unternehmern. In dem Buch geht es nicht nur um die Hoffnung Europa, sondern um die Rolle Europas in einer zukunftsfähigen Welt.

Ralf Klemens Stappen, Geschäftsführender Vorstand der Franz von Assisi Akademie, Eichstätt, stellte die Meilensteine des Rio-Johannesburg Prozesses von 2002 bis 2007 vor. Die unter Mitwirkung von Klaus Töpfer, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Jean Pierre Ribaut (Europarat) und 25 renommierten Wissenschaftlern gegründete Akademie hat 1997 zu Rio plus 5 in Washington (Weltbank) und New York (UN) Konferenzen zur "Ethik und Agenda 21" organisiert .Die Ergebnisse von 1997 sind in den Aktionsplan des Weltgipfel in Johannesburg 2002 (Rio Plus 10) eingegangen. Für Rio plus 15 (2007) ist zusammen mit internationalen Partnern, ein weltweiter Konsultationsprozess geplant.

Europa braucht dringend Antworten, wie die Globalisierung gestaltet werden soll und die EU müsse die Sorgen der Bürger ernster nehmen, war das Credo, das der ehemalige EU-Kommissar Fischler in die Diskussion einbrachte. Der massive Abbau von Arbeitsplätzen und die Verlagerung von Standorten würden vielen Menschen große Sorge bereiten, stellte Prof. F.J. Rademacher, Mitglied des Club of Rom und wissenschaftlicher Koordinator der Initiative fest. Wenn unsere hohen Sozial- und Umweltstandards nicht weltweit verankert werden z.B. in der WTO, wird das für uns massive negative Effekte haben. Konkrete Überlegungen zur weltweiten Standardverankerung und zum G 8 Marshallplan für Afrika nahmen auf der Tagung einen großen Raum ein.

Die Global Marshall Plan Initiative versteht sich als konstruktiver Globalisierungsgestalter in Richtung einer sozial-ökologischen Weltwirtschaftsordnung und besteht aus einem Netzwerk mit über 100 Organisationen und über 5000 Unterstützern, welches im Jahr 2003 unter Beteiligung von Attac, Club of Rome, Entwicklungs- und Wirtschaftsverbänden gegründet wurde. Es wird mittlerweile auch von Kommunen und Landesregierungen unterstützt.
21.12.05
Neumarkt: "Welche Welt wollen wir ?"
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