Landesbischof zu Gast

NEUMARKT. Höhepunkt des 150jährigen Jubiläums der evangelischen Christuskirche ist der Besuch des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, München.

Im Festgottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr wird er die Predigt halten. Bei einem anschließenden Kirchenkaffee ist Gelegenheit mit dem Landesbischof ins Gespräch zu kommen.

Im weiteren Verlauf wird er in der evangelischen St. Georgskirche in Pyrbaum einen Kindergartengottesdienst mitfeiern. Daran schließt sich ein Empfang im Rathaus an. Nach einem Besuch des fast fertiggestellten evangelischen Gemeindezentrums in Allersberg wird er in Sulzbürg die Schlosskirche, eine typische Landl-Kirche im Markgrafenstil, besichtigen. Zum Abschluss des ersten Besuchstages nimmt Friedrich an einem meditativen Gottesdienst in der Friedenskirche in Dietfurt und anschließenden Empfang teil.

Am zweiten Tag im Dekanat lässt sich der Landesbischof in Kerkhofen über die Entstehung der Öko-Bauernhöfe im Landl informieren. Nach dem Besuch des Neumarkter „Leb-mit-Ladens“ ist eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Pfleiderer vorgesehen. Bei einem abschließenden Pressegespräch wird Friedrich über seine Eindrücke berichten und zu aktuellen Fragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Stellung nehmen.

Begleitet wird der Landesbischof von Dekan Dr. Wolfgang Bub, Landessynodalen Gerhard Emmerling, Senior Pfarrer Peter Loos und Christa Gebhardt, Präsidiumsmitglied der Dekanatssynode.

Johannes Friedrich, Jahrgang 1948, wurde in Gadderbaum, Kreis Bielefeld geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Erlangen, wo er 1967 am Gymnasium Fridericianum das Abitur absolvierte. Evangelische Theologie studierte er an den Universitäten Erlangen und Tübingen. Von 1972 bis 1976 war Friedrich Assistent des Tübinger Lehrstuhlinhabers für Neues Testament, Professor Dr. Peter Stuhlmacher, bei dem er promovierte.

Nach dem Lehrvikariat in der Nürnberger St. Leonhardgemeinde und der Theologischen Anstellungsprüfung wurde Friedrich am 1977 zum geistlichen Amt ordiniert. In Nürnberg sammelte Friedrich erste Berufserfahrungen - zunächst als Pfarrer zur Anstellung an St. Leonhard, ab 1979 als Gemeindepfarrer an St. Egidien und zugleich als Studentenpfarrer. Von 1985 bis 1991 leitete Friedrich als Propst die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Jerusalem. 1991 kehrte Friedrich nach Nürnberg zurück und übernahm das Amt des Stadtdekans für den fast 200.000 Lutheraner zählenden Dekanatsbezirk.

Kirchenleitende Verantwortung übernahm Friedrich ab 1996 als Mitglied der Landessynode und des Landessynodalausschusses. Friedrich wirkte an zahlreichen Entscheidungen der Synode maßgeblich mit, so etwa bei der Zustimmung zur lutherisch-katholischen "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" oder beim Schwerpunktthema "Christen und Juden“.

1999 wurde Friedrich von der Landessynode zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gewählt. Als geistliches Oberhaupt von rund 2,7 Millionen Lutheranern im Freistaat ist Friedrich der fünfte Landesbischof in Bayern.

Dr. Johannes Friedrich ist seit 1970 verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Seit März 2000 ist der bayerische Landesbischof Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Seit 2001 ist Friedrich Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

2003 wurde ihm vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber der Bayerischen Verdienstorden überreicht.

Im Oktober 2005 wurde er zum leitenden Bischof der VELKD gewählt und übt in Personalunion das Amt des Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) aus. Laut Kirchenverfassung ist der Landesbischof "ein Pfarrer, der in das kirchenleitende Amt für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche berufen ist."

Das Bischofsamt unterscheidet sich vom Amt eines Pfarrers oder einer Pfarrerin also nicht durch eine spezifische "Weihe" oder einen höheren geistlichen Rang, sondern durch besondere Aufgaben. Dazu zählt insbesondere, dass der Landesbischof auf die schrift- und bekenntnisgemäße Verkündigung und Sakramentsverwaltung in den Gemeinden achtet, das Gespräch mit den Mitarbeitenden pflegt, die Gemeinschaft und Zusammenarbeit in der Landeskirche fördert und den Kontakt zu anderen Kirchen vertieft. Der Landesbischof vertritt die Landeskirche in der Öffentlichkeit und hat als feste Predigtstätte die St. Matthäuskirche in München.
10.12.05
Neumarkt: Landesbischof zu Gast
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